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Grubauer als Punkte-Garant für Colorado

Mit dem deutschen Torwart punkteten die Avalanche in seinen letzten sechs Starts - Colorados Top-Reihe bleibt heiß

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de Autor

Die Colorado Avalanche feierten am Sonntagabend (Ortszeit) den 1000. Sieg, seitdem die Franchise von Quebec nach Denver umgezogen ist. Im Honda Center landete Colorado einen 4:3-Sieg n.V. bei den Anaheim Ducks. Einen großen Anteil am Auswärts-Erfolg hatte die Top-Sturmreihe der Avalanche, der Schweizer Sven Andrighetto sowie der deutsche Torwart Philipp Grubauer.

Grubauer, der Punkte-Garant

Grubauer erhielt seinen siebten Start in der laufenden Saison und erwies sich mit 30 Saves und einer Fangquote von 90,9 Prozent als sicherer Rückhalt. Herauszuheben ist vor allem seine Rettungstat, als er kurz vor dem Ende des zweiten Drittels beim Stande von 2:3 einen Alleingang von Ondrej Kase stoppte (39.).

Mit einer Fangquote von 89,6 Prozent sowie einem Gegentorschnitt von 3,36 hat der 26-jährige Schlussmann bislang zwar keine Top-Werte, doch ist der gebürtige Rosenheimer trotzdem ein Garant für viele Punkte: Mit Grubauer zwischen den Pfosten ging Colorado nur ein einziges Mal leer aus. Bei seinen letzten sechs Starts feierten die Avalanche vier Siege und nahmen auch bei den beiden anderen Partien etwas Zählbares mit (4-0-2).

Video: WSH@COL: Grubauer kickt Jaskins Chance weg

Starker Konkurrent

Für Colorado scheint der Plan, mit zwei starken Goalies in die Saison zu gehen, voll aufzugehen. Grubauer und sein Konkurrent Semyon Varlamov spornen sich gegenseitig an und zeigten sich bislang als verlässliche Größen. Varlamov bringt es auf 13 Starts, sechs Siege, 2,32 Gegentore/Spiel und 92,6 Prozent Fangquote. Wohl dem, der auf ein derart solides Torhüter-Gespann zurückgreifen kann.

Die beste Sturmreihe in der NHL

In der Defensive konnten die Avalanche beeindrucken - in der Offensive gar berauschen: Immerhin schnürt die beste Sturmreihe in der NHL die Schlittschuhe für das Team aus Denver: Mikko Rantanen (ein Tor, zwei Assists), Nathan MacKinnon (ein Tor, zwei Assists) und Gabriel Landeskog (ein Tor, ein Assist) verbuchten acht (!) Scorerpunkte in Anaheim und stockten damit ihre Konten weiter auf. Rantanen (8 Tore/ 24 Assists/ 32 Punkte) und MacKinnon (13/16/29) führen die Scorerliste der NHL an. Landeskog (13/9/22) komplettiert das Top-Trio, das es kumuliert auf üppige 83 Scorerpunkte (34 Tore, 49 Assists) bringt.

Video: COL@ANA: Landeskog fälscht MacKinnons Schuss ab

Rantanen knackte als erster Spieler in dieser Saison die 30-Punkte-Marke. Dafür benötigte der 22-jährige Finne gerade einmal 20 Spiele. In Colorado schafften das in diesem Tempo bislang nur die Avalanche-Legenden Peter Forsberg und Joe Sakic. Rantanen zählt auch zu den acht verschiedenen Spielern in der gesamten Franchise-Geschichte (Colorado Avalanche und Quebec Nordiques), die dieses Kunststück vollbrachten. Er hat sich vom Senkrechtstarter zum jetzt schon historischen Torjäger entwickelt. Ein weiteres Beispiel gefällig? Sein Siegtreffer heute Nacht war das am spätesten erzielte Tor in der laufenden Saison. Nur noch 1,3 Sekunden verblieben in der Overtime.

Andrighetto trifft

Doch auch die Jungs aus den hinteren Reihen der Avalanche sind für Tore gut. Dazu zählt ebenso der Schweizer Andrighetto. Im Spiel gegen die Ducks erzielte der Stürmer das zwischenzeitliche 1:1. Der 25-jährige Züricher verschaffte sich im Slot erst gegen Andy Welinski etwas Platz, empfing einen Pass von Patrik Nemeth von hinter dem Tor und traf dann mit einer Direktabnahme (23.). Für Andrighetto war es der zweite Treffer im achten Spiel in dieser Saison und der zweite Einsatz nach überstandener Verletzungspause.

 

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Voll auf Playoff-Kurs

Mit einer durchschlagskräftigen Offensive (71 Tore, 2.; 30,3 Prozent Powerplay, 2.) und einem zuverlässigen Goalie-Gespann schlagen die Avalanche momentan Wellen in der starken Central Division. Colorado steht mit 24 Punkten (10-6-4) auf einem Wild-Card-Platz und auf Rang fünf innerhalb der Division, punktgleich mit den Dallas Stars (4.) und Winnipeg Jets (3.) sowie nur zwei Zähler hinter den Minnesota Wild (2.). Die Avs sind voll auf Playoff-Kurs - auch dank Philipp Grubauer, der selbst eine verlässliche Größe ist und dabei auch noch seinen Konkurrenten zu Höchstleistungen pusht.

Colorados Coach Jared Bednar hat also auch künftig die Qual der Wahl, wen er zwischen die Pfosten stellt. Für die Avalanche geht es nun mit zwei Auswärtsspielen bei den Los Angeles Kings und Arizona Coyotes weiter. Danach empfangen sie im heimischen Pepsi Center die Dallas Stars.

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