de 11-2

Wer gedacht hätte, dass die Edmonton Oilers nach ihrem schwachem Saisonstart den Schwung aus dem 5:2-Erfolg gegen die Calgary Flames im Tim Hortons Heritage Classic 2023 am Sonntag im Commonwealth Stadium zu einer Art Initialzündung nutzen könnten, der sah sich am Donnerstag getäuscht.

Edmonton unterlag im heimischen Rogers Place gegen die Dallas Stars mit 3:4 und kassierte die fünfte Niederlage aus den vergangenen sechs Spielen. In der eigenen Halle warten die Oilers somit immer noch auf den ersten Heimsieg in der Saison 2023/24. Der Plan, das Momentum aus dem Freiluftspiel ein paar Tage später mit in das nächste Heimspiel zu nehmen, scheiterte, sehr zur Enttäuschung der hoffnungsvollen Oilers-Fans in der Halle.

Hintz wird zum Matchwinner für die Stars

Der Spielverderber für Edmonton hieß Roope Hintz, der für die Stars zwei Treffer erzielen und einen Assist erzielte. Dallas-Torhüter Scott Wedgewood überzeugte mit 46 Paraden und sicherte den Texanern am Ende den dritten Sieg in Serie. Ferner gelang Joe Pavelski ein Tor. Der Veteran assistierte zudem bei zwei Treffern seines Teams. Matt Duchene verlängerte seine laufende Punkte-Serie auf fünf Spiele (7-1-1).

Coach Peter DeBoer zeigte sich nach der Schlusssirene zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge. „Wir hatten heute zum Glück die notwendige Energie um das Spiel zu gewinnen. Die Tore fielen für uns zum günstigen Zeitpunkt. Der Vorsprung war sehr wichtig. Es war klar, dass die Oilers am Ende noch einmal alles versuchen würden, aber wir haben uns erfolgreich durchgekämpft und eine starken Gegner bezwungen.“

Gagners erfolgreiche Saisonpremiere war zu wenig

Da half es Leon Draisaitl, der in 25:58 Minuten Eiszeit diesmal punktlos blieb, und seinen Mitstreitern am Ende auch nicht, dass Sam Gagner bei seinem Saisondebüt zu überzeugen vermochte und zwei Treffer im dritten Drittel für die Oilers (2-6-1) markierte. Der 34-jährige Stürmer, der im Laufe seiner NHL-Karriere bereits zum dritten Mal Station in Edmonton macht (zuvor von 2007 bis 2014 und von 2018 bis 2020), erzielte seine Tore Nummer 112 und 113 für die Oilers. Der Doppeltorschütze zeigte sich hinterher enttäuscht: „Das ist offensichtlich nicht der Saisonstart, den sich jeder von uns gewünscht hat. In diese Gruppe wurden viele Erwartungen gesetzt, und wenn es nicht genau so läuft, wie man es sich vorgestellt hat, ist es schwer, die positive Stimmung während der Spiele zu sehen. Ich glaube, es geht einfach darum, die Freude wiederzufinden, die Dringlichkeit zu erkennen, dass wir die Dinge richtig machen, und wenn es nicht so läuft, wie wir es uns wünschen, einfach durchzuhalten. Wir haben die große Chance, in der Tabelle nach oben zu klettern, und wir werden weiter nach vorne streben."

Edmonton gelang es nicht eine seine vier Überzahlsituationen zu einem Treffer zu nutzen. Auch ein Torschussverhältnis von 25:9 im finalen Spielabschnitt verhalf den Oilers nicht mehr zum Sieg. Goalie Stuart Skinner war 23 Mal rettend zur Stelle, konnte die abermalige Niederlage mit seinen Paraden aber auch nicht verhindern.

Zwischenzeitlicher 1:4-Rückstand nicht mehr aufzuholen

Duchene brachte die Stars in der neunten Minute mit 1:0 in Führung. Kane glich noch vor Drittelende vom linken Bullykreis aus nach einem Zuspiel von Ryan Nugent-Hopkins zum 1:1 (18.) aus.

Im Mitteldrittel glänzten in erster Linie die Gäste. Pavelski brachte Dallas in der 24. Minute mit 2:1 nach vorne, nachdem Hintz ihn mit einem Querpass gekonnt in Szene gesetzt hatte. In der 37. Minute verwertete Hintz im Powerplay einen Abpraller nach einem Klärungsversuch von Darnell Nurse, der stattdessen von Skinners Schläger direkt zum Center der Stars prallte, zur 3:1-Führung.

Doch damit nicht genug. Kurz nach Beginn des dritten Spielabschnitts schraubte Hintz durch einen weiteren Treffer der Stars den Spielstand gar auf 4:1 (43.). Hierbei profitierte er von einem sehenswerten Querpass von Routinier Pavelski.

Edmontons Schlussspurt verebbt

In der Folgezeit warf Edmonton alles nach vorne. Gagner verkürzte zunächst auf 2:4, als er einen herrenlosen Puck in der 51. Minute über die Torlinie befördern konnte. Drei Minuten später war er erneut zur Stelle und verkürzte aus Sicht der Hausherren auf 3:4 (54.). Zu mehr sollte es aus Sicht der Oilers an diesem Abend aber nicht mehr reichen.

DAL@EDM: Gagner markiert sein zweites Tor des Tages

Der erhoffte Schwung aus dem Heritage Classic, er verpuffte gegen Dallas direkt wieder und die abermalige Pleite vor den eigenen Fans in Edmonton erhöht einmal mehr den Druck, der nach einer Saisonbilanz von jetzt 2-6-1 auf den zu Saisonbeginn als Titelaspiranten gehandelten Oilers lastet. 

Coach Jay Woodcroft gab sich trotz der Ergebniskrise unverzagt: „Ich teile die grundsätzlichen Sorgen und Bedenken einiger nicht, aber unsere Bilanz ist, was sie ist. Ich habe einige gute Anzeichen gesehen. Verbesserungen bei Spielern waren zu erkennen. Ich habe eine Mannschaft gesehen, die sich sehr bemüht hat, den Rückstand wettzumachen, aber letztendlich haben wir uns heute Abend selbst ins Bein geschossen. Wir werden dieses Spiel sorgfältig analysieren."

Verletzung von Brown besorgt die Oilers

Erschwerend kommt hinzu, das Edmontons Stürmer Connor Brown sich im zweiten Drittel eine Verletzung ohne Kontakt zuzog, die ihn zwang vorzeitig  das Eis zu verlassen, ohne sein linkes Bein zu belasten. Er kehrte in der Folgezeit nicht mehr auf die Spielfläche zurück. Näheres über seinen Gesundheitszustand war kurz nach Spielende noch nicht zu erfahren.

Verwandte Inhalte