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Timo Meier genießt das Vertrauen in San Jose

Auch beim zweiten Saison-Spiel durfte der Schweizer Stürmer in der ersten Sturmreihe der Sharks ran

von Bernd Rösch @NHLde / NHL.com/de Chefautor

Es war kein Zufall, dass Timo Meier in der zehnten Spielminute des Gastspiels der San Jose Sharks bei den Los Angeles Kings im Staples Center zur rechten Zeit an der rechten Stelle war. Joe Thornton passte den Puck diagonal übers Eis zu Verteidiger Marc-Edouard Vlasic an die blaue Linie, der erfahrene Verteidiger zog aus der Distanz ab und Meier gab der schwarzen Hartgummischeibe die entscheidende Richtungsänderung, so dass sie unhaltbar hinter Kings-Schlussmann Jonathan Quick im Netz zappelte.

Der Laufweg und das Timing des Schweizer Stürmers, der auch in der zweiten Saisonpartie in der ersten Angriffsformation der Sharks zusammen mit Thornton und Joe Pavelski agierte, waren perfekt einstudiert. 1:0!

Trotz der 2:5-Auftaktpleite zum Beginn der Saison am Mittwoch gegen die Anaheim Ducks, sah Trainer Peter DeBoer keine Veranlassung seine Top-Reihe zu ändern. Im dritten Sturm, ließ er wiederum Evander Kane, den Schützen des 2:0, zusammen mit Antti Suomela und die meiste Zeit Joonas Donskoi auflaufen.

 

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Die Sharks gaben die Partie zwar zwischenzeitlich noch einmal aus der Hand, indem sie den Ausgleich hinnehmen mussten, doch in der Verlängerung hatten sie, durch den Treffer von Kevin Labanc, das glücklichere Ende für sich, und ihren ersten Saisonsieg mit 3:2-Toren unter Dach und Fach gebracht.

Der Vertrauensbeweis von DeBoer gegenüber Meier hatte sich ausgezahlt und der Schweizer Rechtsaußen, dem 2017/18 in seiner ersten vollen NHL-Saison 21 Tore und 15 Assists gelangen, dürfte in dieser Spielzeit zu noch mehr fähig sein, wenn man berücksichtigt, dass er auch körperlich noch einmal zugelegt hat.

 

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Dieses Jahr könnte für den Herisauer, der am Montag seinen 22. Geburtstag feiert, der ganz große Durchbruch in der Liga werden. Meier, der beim NHL Draft 2015 von den Sharks in der ersten Runde (Nr. 9) ausgewählt wurde, hat die von seinem Coach vorgegebene Marschroute nahezu perfekt umgesetzt, nicht nur wegen seines Treffers, sondern weil er auch physisch Präsenz zeigte.

So wie zu Beginn des zweiten Drittels, als Kings-Verteidiger Drew Doughty vom Eis geholfen werden musste, nachdem es einen Kontakt mit Meier gegeben hatte. Was war geschehen? Die Kings starteten einen Gegenangriff, Doughty lief an der Bande Richtung rote Linie und Meier arbeitete zurück, indem er, laut seiner Erzählung des Ablaufs, ihm mit seinem Schläger einen 'leichten Schlag auf den Schienbeinschoner' mitgab. "Ich habe ihn wirklich nur leicht erwischt. Ich weiß nicht was passiert ist, plötzlich lag er da und schrie", sagte Meier. Doughty kehrte nach fünf Minuten wieder von der Kabine zurück aufs Eis.

Meier spielt hart, wie es von ihm gefordert wird, aber keinesfalls unfair. "Man weiß, wenn man hier herkommt, dass man darauf vorbereitet sein muss, wie Männer zu spielen und bereit sein muss, den Kampf anzunehmen. Seit ich hier [in San Jose] bin, wissen unsere Jungs, dass sie das umsetzen müssen. Das ist ihnen gelungen", zeigte sich DeBoer mit seiner Mannschaft zufrieden ohne einen einzelnen Spieler hervorzuheben.

Video: SJS@LAK: Meier tippt Puck an Quick vorbei

"Wir haben diesen Erfolg benötigt. Die Jungs haben so gespielt, als würden wir den Sieg brauchen und einen Weg gefunden ihn einzufahren", fügte DeBoer hinzu.

Meier trug einen nicht unwesentlichen Anteil zum doppelten Punktgewinn bei. Es wird nicht das letzte Mal in dieser Saison gewesen sein. Darauf darf man wetten!

Die Sharks begeben sich als nächstes auf eine Reise an die Ostküste, wo sie in den kommenden neun Tagen vier Partien gegen Teams der Metropolitan Division bestreiten werden. Zum Auftakt dieser Auswärtstour treten sie am Montag bei den New York Islanders, bei denen auch Meiers Landsmann Luca Sbisa spielt, im Barclays Center von Brooklyn an.

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