Die Ottawa Senators standen am Sonntag vor einer Mammut-Aufgabe, nicht weil das gleichnamige Team aus Utah zu Gast war, sondern da sich mit den Carolina Hurricanes der Tabellenführer der Metropolitan Division in der kanadischen Hauptstadt die Ehre gab. In der laufenden Saison hatten die Senators die ersten zwei Spiele gegen das Team aus Raleigh noch verloren, doch das jüngste Aufeinandertreffen im heimischen Canadian Tire Centre konnten sie mit 6:3 für sich entscheiden.
„Ich glaube, viele Teams haben gelernt, es den Hurricanes gleichzutun, und das ist etwas, wovon wir uns inspirieren ließen, und wir wussten, dass es ein hart umkämpftes Spiel werden würde“, so Brady Tkachuk im Anschluss.
Den besseren Start hatten die mit der Empfehlung von drei Siegen am Stück angereisten Gäste erwischt, die bereits in der sechsten Minute aus ihrem ersten Überzahlspiel heraus durch einen Treffer von Logan Stankoven mit 1:0 in Führung gehen konnten. Die Antwort der Senators folgte jedoch auf dem Fuß, nur 115 Sekunden später, durch ein Powerplaytor von Dylan Cozens. An der Vorarbeit war Tim Stützle beteiligt.
Auf der Zunge zergehen lassen
94 Sekunden danach gelang Stützle, das wohl schönste Tor des Abends.
Die Hurricanes versuchten sich im Drittel der Senators festzusetzen, doch ein Pass zurück an die blaue Linie landete bei dem 24-jährigen deutschen Stürmer, der daraufhin nicht mehr zu stoppen war. Im Zickzack-Kurs ließ er die Verteidiger der Hurricanes stehen, lief bedrängt von hinten die letzten Meter alleine auf Carolinas Schlussmann Frederik Andersen zu, stoppte kurz vor ihm, um dann mit der Rückhand die schwarze Hartgummischeibe, am linken Schoner vorbei, reinzuschieben. Ein Treffer wie ein 3-Sterne-Gericht.
„Das war ein echter Superstar-Moment“, kommentierte Tkachuk Stützles Treffer.




















