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Für die New York Islanders geht es beim Kampf um eine Teilnahme an den Stanley Cup Playoffs 2024 dieser Tage um jeden Punkt. Am Samstag unterlagen die Gastgeber in der UBS Arena gegen die Ottawa Senators mit 3:4 nach Verlängerung und ließen dabei einen wichtigen Zähler liegen. Maßgeblichen Anteil am Sieg der Senators hatte dabei unter anderem auch der deutsche Angreifer Tim Stützle, der drei Tore seiner Mannschaft vorbereitete.
 
Dreierpacker Tkachuk
 
Stützles Teamkamerad Brady Tkachuk vollendete 24 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung einen Hattrick und sorgte für Jubel in Reihen der Senators. Stützle wurde bei der Aktion mit seinem dritten Scorerpunkt des Tages belohnt. Für Tkachuk war es der zweite Hattrick in dieser Saison und der dritte in seiner Karriere. Nachdem Islanders-Center Bo Horvat nach 3:05 Minuten der Extraschicht eine Strafe wegen Haltens kassiert hatte, erzielte Tkachuk den Siegtreffer mit einem Handgelenkschuss vom linken Bullykreis aus nach einer Vorlage von Shane Pinto. Es war zugleich Tkachuks 30. Saisontreffer. „Das war ein toller Pass“, befand der Siegtorschütze rückblickend. „Unser Team hat sein Comeback in diesem Spiel damit gekrönt. Wir nehmen das gerne so mit. Es fühlt sich einfach gut an.“

OTT@NYI: Tkachuk erzielt mit OT-Siegtreffer einen Hattrick

New Yorks später Ausgleich rettet zumindest einen Zähler

Am Ende verhalf es den Islanders also nicht zum angestrebten Sieg, dass Horvat 38 Sekunden vor dem Ende des dritten Spielabschnitts im Powerplay den 3:3-Ausgleich erzielen konnte, nachdem Ottawas Stürmer Mathieu Joseph 1:50 Minuten vor dem Ende eine Strafe wegen Hakens kassiert hatte. Zumindest behielten die New Yorker aus diesem Duell dadurch einen Zähler in der eigenen Hand.

Stützle und Goalie Korpisalo wichtige Stützen bei Ottawa

Auffällig war bei den Senators neben Stützle und Tkachuk in erster Linie auch Torhüter Joonas Korpisalo, der 30 Paraden ablieferte und damit entscheidenden Anteil daran hatte, dass die Senators (28-33-4) nun drei Siege in Folge feiern konnten. „Es ist eine gute Erfahrung, die zeigt, dass man dranbleiben und bis zum Ende durchhalten muss“, erklärte Ottawas Trainer Jacques Martin. „Es ist schön, solche Spiele zu gewinnen, denn es ist lohnend, diesen zusätzlichen Punkt zu holen. Wir hatten einige gute Momente. Manchmal haben wir ein paar Fehler gemacht. Ich denke, wir hatten vor allem ein ziemlich gutes zweites Drittel. Insgesamt haben wir hart gekämpft.“

OTT@NYI: Greig vollendet einen Konter

Dritte Niederlage hintereinander für die Islanders

Auf Seiten der Hausherren verbuchten Matt Martin und Kyle Palmieri die weiteren Treffer, und Goalie Semyon Varlamov brachte es am Ende des Tages auf 26 Saves. Doch auch die solide Leistung des Torhüters konnte nicht verhindern, dass die Islanders (29-22-15) die dritte Niederlage in Serie kassierten (0-2-1).

Dementsprechend enttäuscht präsentierte sich Trainer Patrick Roy nach dem abermaligen Rückschlag. „Wir haben das Spiel einfach viel zu leichtfertig weggegeben“, befand der Coach. „Wir sind besser als das. Wir müssen besser sein als das hier. Wir haben viele gute Dinge getan, aber das reicht in dieser Zeit des Jahres nicht aus, wenn wir diese großen Spiele am Ende gewinnen wollen. Und das war ein großes, ein sehr wichtiges Spiel für uns.“

New York liegt damit jetzt einen Punkt hinter den Detroit Red Wings, die in der Eastern Conference den zweiten Wild Card-Platz, der für eine Teilnahme an den Stanley Cup Playoffs berechtigen würde, belegen, nachdem sie am Samstag mit 4:1 gegen die Buffalo Sabres gewinnen konnten. „Man muss den Senators Anerkennung zollen“, suchte Horvat Trost in der starken Leistung des Gegners. „Sie haben heute Abend ein richtig gutes Spiel gemacht und haben eine starke Offensive. Die Senators haben eine Menge guter Dinge getan, und man kann nicht alle Torchancen des Gegners verhindern. Aber wir müssen definitiv besser sein, als wir es heute Abend waren.“

Martin beendet New Yorker Torflaute

Dabei begann der Tag für die Islanders vielversprechend. Martin erzielte das 1:0 für die Gastgeber bereits nach 4:27 Minuten des ersten Drittels mit einem Bauerntrick und beendete damit New Yorks Torflaute nach 126:15 Minuten. Doch die Kanadier zeigten sich davon nicht nachhaltig beeindruckt. Tkachuk glich in der 32. Minute mit einem Handgelenkschuss vom linken Bullykreis aus. Palmieri brachte New York in der 37. Minute mit 2:1 in Führung. Jean-Gabriel Pageau gewann in der Situation ein Duell um den Puck, drehte sich und schickte ein Zuspiel zu Palmieri, dessen Handgelenkschuss nahe am Pfosten an Korpisalo vorbei in die Maschen des Tores ging.

„Ich denke, dass wir in der ersten Hälfte des Spiels, aus welchen Gründen auch immer, einfach nicht viel zustande gebracht haben“, meinte Palmieri. „Wir haben die Scheibe häufig viel zu leichtfertig verloren. Damit wir als gesamtes Team, mit allen vier Reihen erfolgreich sein und unser Bestes geben können, müssen wir schnell spielen, den Puck auf dem Eis bewegen und ihn in die gefährlichen Bereiche bringen, um Schüsse ins Netz zu bringen.“

Senators mit starkem Ende

Ridly Greig glich für die Senators in der 47. Minute bei einem Konter in Überzahl mit Stützle durch seinen zehnten Saisontreffer zum 2:2 aus. Tkachuk brachte Ottawa in der 53. Minute bei einem Powerplay sogar mit 3:2 in Führung, als er eine Vorlage von Stützle verwerten konnte. „Wir waren das ganze Spiel über sehr ruhig“, gab Pinto zu Protokoll. „Ein paar Dinge sind nicht so gelaufen, wie wir es uns vorgestellt haben, vor allem am Ende mit der Strafe. Aber wir sind drangeblieben und haben den Job erledigt. Das ist alles, was zählt. Wenn man ein paar Spiele gewinnt, hat man ein gutes Gefühl, und das Selbstvertrauen steigt ein wenig“, freute er sich.

Beide Kontrahenten schon am Sonntag wieder gefordert

Viel Zeit sich zu sammeln haben beide Teams nicht. Die Islanders müssen im Rahmen des NHL Sunday presented by Fastenal am Sonntag (1 p.m. ET; Sky Sport, MYSPORTS, NHL.tv; 18 Uhr MEZ) bei den New York Rangers antreten, während es die Senators daheim mit den Carolina Hurricanes (6 p.m. ET; NHL.tv; 23 Ihr MEZ) zu tun bekommen.

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