Cam Talbot unser Torwart hatte mir kurz zugerufen, dass ich über das Eis schauen soll. G hatte diese Szene schon gelesen und nach dem Puck geschrien. Es war rundherum einfach ein klasse Spielzug von uns und auch ein schöner Move. Uns war einfach wichtig, dass wir dieses Spiel gewinnen, denn wir sind zuvor durch dick und dünn gegangen. Dass wir in der Overtime so schnell das Spiel beenden, war natürlich klasse.
Ähnliches [Talbot zeigt sich begeistert von Stützles Aktion]
Den Raum für Kreativität und Spielwitz in einer Elite-Liga wie der NHL
Bei 3-gegen-3 gibt es natürlich ein bisschen mehr Freiheiten als bei 5-gegen-5, denn alles geht unglaublich schnell, man muss schnell umschalten, kleine Fehler enden meist sofort in einem Gegentor, selbst in der gegnerischen Zone. Man muss über 60 Minuten oder mehr immer voll da sein, wenn man nur kurz abschaltet und nur eine Sekunde nicht aufpasst, dann kann es schon passiert sein.
Umgang mit medialer Kritik
Die Kritik ist immer groß. Ich finde es ein bisschen schade, dass das alles immer direkt am Trainer ausgelassen wird und er an allem schuld sein soll. Für mich ist es im Sport oft so, dass die Spieler in der Kabine selbst einen Weg finden müssen. Wir hatten nicht gut gespielt und wussten, was wir zeigen müssen, um wieder dahin zu kommen, wo wir sein wollten. Es war teilweise schwer zu verstehen, was da von außen auf einen zukommt, dass Spieler kritisiert werden, die vielleicht keinen guten Start hatten. Aber im Endeffekt werden wir immer an den Prozess in unserer Kabine glauben. Alle glauben daran, was wir hier etwas erreichen können. Das ist das Wichtigste.
Das anstehende Home-and-Home gegen die New York Rangers
Für beide Mannschaften kann das ein Vor- und ein Nachteil sein. Beide Teams können sich aufeinander einstellen, wenn man gleich das zweite Mal hintereinander spielt. Wir machen so viel Videoanalysen, man sieht die Prioritäten beim Gegner, muss sich am Ende aber auf sich selbst konzentrieren, wo man Offensive kreieren kann oder wo man defensiv stehen soll. Im Endeffekt muss man auch auf seinen Instinkt hören und seine eigenen Spielzüge machen. Ich glaube, dass das jeweilige Team insbesondere das Heimspiel für sich entscheiden möchte. Zu Hause hat man immer einen kleinen Vorteil. Wir müssen unseren Spielplan durchziehen, dann glaube ich, gegen jeden Gegner eine Chance zu haben.