Die Minnesota Wild und Nico Sturm haben einen optimalen Start ins neue Jahr hingelegt. Bei ihrem ersten Auftritt 2026 landeten sie am Freitag einen überzeugenden 5:2-Auswärtssieg bei den Anaheim Ducks. Sturm zeichnete dabei für den letzten Treffer seiner Mannschaft verantwortlich. Für ihn war es das dritte Tor in der laufenden Saison. Damit stockte der Augsburger sein Scorerkonto auf sieben Punkte (drei Tore, vier Assists) aus 20 Einsätzen auf.

Generell ist es für die Wild im Anschluss an die Weihnachtspause gut gelaufen. Mit dem Erfolg in Anaheim bauten sie ihre Punkteserie seit der kurzen Unterbrechung auf vier Spiele aus (3-0-1). Dabei wussten sie vor allem in der Offensive zu überzeugen. 17 Tore markierten sie in diesem Zeitraum.

Erfolgreichster Scorer der Wild beim Triumph gegen die Ducks im Honda Center war Offensivverteidiger Quinn Hughes. Mit vier Assists stellte er seine persönliche Bestleistung für ein NHL-Spiel ein. Die Verpflichtung des Defensivmannes hat sich für Minnesota bezahlt gemacht. Seit dem Transfer von den Vancouver Canucks zu den Wild am 12. Dezember sammelte er elf Punkte (ein Tor, zehn Assists) in zehn Partien.

„Wenn du zu einem neuen Team kommst, bist du am Anfang meist etwas passiv. Du möchtest dich anpassen und erst einmal alle kennenlernen. Es geht nicht um dich“, beschrieb Hughes die Anfangszeit bei seinem neuen Team. Doch es sei ihm schnell gelungen, seine Zurückhaltung abzulegen. „Für die Partie heute hatte ich mir fest vorgenommen, die richtige Balance finden und einfach ein bisschen mehr schießen, so ich es das in den letzten Jahren immer getan“, fügte er hinzu. Das Resultat konnte sich sehen lassen.

MIN@ANA: Yurov fälscht eine Hughes-Hammer zum zweiten Treffer ab

Neben Hughes punkteten drei weitere Akteure der Wild beim Erfolg gegen die Ducks mehrfach. Danila Yurov schnürte einen Doppelpack, Yakov Trenin brachte es auf ein Tor und einen Assist und Joel Eriksson-Ek glänzte mit drei Assists.

Den Torreigen in Anaheim eröffnete jedoch ein anderer Spieler von Minnesota. Bei einem Powerplay in der Anfangsphase des ersten Drittels ließ Kirill Kaprizov dem gegnerischen Schlussmann Lukas Dostal keine Chance (6.). Gerade einmal zehn Sekunden Überzahl benötigten er und seine Kollegen der Powerplay-Einheit, um die Abwehr der Ducks aus den Angeln zu heben. Es war sein 24. Saisontor. Mit 48 Punkten aus 42 Begegnungen rangiert er an erster Stelle der teaminternen Scorerwertung.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs gerieten die Ducks erneut unter Druck. Der Grund: Beckett Sennecke hatte sich zwei Strafzeiten eingehandelt. Anaheim überstand diese kritische Situation, nur um kurz darauf doch mit 0:2 ins Hintertreffen zu geraten. Yurov fälschte einen Schlagschuss von Hughes ins Tor ab (29.).

Den Anschlusstreffer von Sennecke zum 1:2 (34.) steckten die Wild locker weg. Nur 59 Sekunden später stellten sie den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Hughes bediente Trenin, dessen Direktabnahme im Gehäuse von Dostal einschlug (35.).

Im letzten Drittel sorgten die Wild endgültig für klare Verhältnisse. Erst drückte Yurov den Puck nach einem Schuss von Hughes zum 4:1 über die Linie (44.) und danach vollendete Sturm einen schnellen Gegenangriff zum 5:1 (56.). Der Center schlenzte die Scheibe aus dem linken Bullykreis ins Netz. Das Gegentor von Anaheims Troy Terry (58.) zum Endstand fiel nicht mehr ins Gewicht.

MIN@ANA: Sturm zielt aufs kurze Eck und stellt auf 5:1 für Minnesota

Die Wild und Sturm befinden sich in der Western Conference klar auf Kurs in Richtung Stanley Cup Playoffs. Mit einer Matchbilanz von 25-10-17 und 57 Punkten aus 42 Spielen belegen sie in der Central Division den dritten Platz. Der Vorsprung auf die Los Angeles Kings, die als erstes Team im Westen unter dem Strich für die Playoffzone stehen, beträgt 16 Zähler.

Genau bei diesem Kontrahenten setzen die Wild ihren aktuellen Roadtrip mit zwei aufeinanderfolgenden Duellen fort. Das erste Aufeinandertreffen mit den Kings ist für den heutigen Samstag angesetzt, das zweite findet am Montag statt. Letzter Gegner auf der Dienstreise sind am Donnerstag die Seattle Kraken.

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