Die Florida Panthers haben die eindrucksvolle Siegesserie der Colorado Avalanche gestoppt. Der amtierende Stanley Cup Champion gewann das Aufeinandertreffen am Sonntag in der Amerant Bank Arena mit 2:1 und fügte der Vertretung aus Denver nach zehn Siegen wieder eine Niederlage zu. Damit endete zugleich Colorados Punktestreak von 13 Partien (12-0-1). Vor dem Auftritt in Sunrise hatte das Team zuletzt am 4. Dezember nach regulärer Spielzeit bei den New York Islanders verloren.

„Wir haben hart dagegengehalten und kaum Fehler gemacht. Auf diese Weise haben wir ihre Explosivität, über die sie verfügen, deutlich eingeschränkt“, erläuterte Floridas Trainer Paul Maurice das Erfolgsrezept gegen den souveränen Spitzenreiter der Liga. Der Erfolg zähle umso mehr, da er ohne Top-Verteidiger Seth Jones zustande gekommen sei.

Die Panthers zeigten sich gut erholt von der 1:5-Pleite gegen die New York Rangers beim Discover NHL Winter Classic 2026 am Freitag in Miami. „Es war wichtig, dass wir heute zu dieser Leistung fähig waren“, konstatierte Floridas Defensivmann Aaron Ekblad. Er erzielte im zweiten Abschnitt per Schlagschuss den 2:1-Siegtreffer.

COL@FLA: Ekblad zieht ab und trifft

Für die zwischenzeitliche 1:0-Führung der Hausherren im ersten Drittel zeichnete Sam Bennett verantwortlich. Tief in der gegnerischen Zone erkämpfte er sich den Puck, zog vor das Tor von Scott Wedgewood und stocherte die Scheibe mit der Rückhand über die Linie. Mit dieser gelungenen Aktion verlängerte Bennett seine Punkteserie auf neun Spiele. Vier Tore und sechs Assists verbuchte der Angreifer in diesem Zeitraum.

„Die Stimmung während der gesamten Begegnung war ausgezeichnet. Wir haben großartig gekämpft und die Kontrolle behalten, wenn es darauf ankam“, sagte Bennett. „Mit meinem persönlichen Auftritt bin ich ebenfalls zufrieden. Unsere gesamte Reihe hat für ziemlich viel Betrieb gesorgt.“

Zu den besten Akteuren der Panthers zählte auch Torhüter Daniil Tarasov. Ihm gelangen 27 Saves, darunter zwei Glanzparaden gegen Nathan MacKinnon in der 59. und 60. Minute, mit denen er den Sieg festhielt. Beim Gegentreffer der Avalanche im zweiten Durchgang war er machtlos. Artturi Lehkonen fälschte einen Schuss von Josh Manson in die Maschen ab. „Wir haben zu keinem Zeitpunkt unsere Struktur verloren und in der eigenen Zone ausgezeichnet gearbeitet. Vorne haben wir einige Chancen kreiert und am Ende haben uns die beiden Tore gereicht“, lautete das Fazit von Tarasov. Bei der 2:6-Niederlage am 11. Dezember, bei der er ebenfalls zwischen den Pfosten stand, hatte das noch ganz anders ausgesehen.

Mehr als das verlorene Spiel schlug dem Team aus Colorado der verletzungsbedingte Ausfall von Kapitän Gabriel Landeskog aufs Gemüt. Beim Spielstand von 1:1 stürzte er bei einem Angriff und prallte erst gegen das Tor und anschließend gegen die Bande. Nach einer Behandlungspause wurde er mit Unterstützung von MacKinnon und Athletik-Cheftrainer Matt Sokolowski vom Eis geführt. Sofort wurden Erinnerungen an die schwere Knieverletzung wach, die Landeskog fast zwei Jahre außer Gefecht setzte.

Zumindest in dieser Hinsicht gab es nach der Partie eine Entwarnung. Nach offiziellen Angaben handelt es sich um eine Oberkörperverletzung. Dennoch wird die Mannschaft einige Zeit ohne ihren Anführer auskommen müssen, wie Trainer Jared Bednar mitteilte. „Eine genaue Diagnose steht zwar noch aus, doch er wird länger ausfallen, so viel steht leider schon fest. Er sah nicht besonders gut aus. Ich hasse es, wenn ein Spieler so etwas durchmachen muss“, ließ der Coach verlauten.

MacKinnon zeigte sich ebenfalls geschockt von Landeskogs Verletzung. „Wenn jemand wie er auf dem Boden liegt, ist das beängstigend. Aber wenigstens ist nicht sein Knie betroffen. Das ist schon mal eine positive Nachricht. Alle haben sich sofort danach erkundigt“, sagte Colorados Top-Scorer.

Für beide Mannschaften geht es am Dienstag mit Auswärtsspielen weiter. Das Team der Avalanche gastiert bei den Tampa Bay Lightning, während die Panthers ihre Visitenkarte bei den Toronto Maple Leafs abgeben. Unter Umständen können sie dort wieder auf die Dienste von Matthew Tkachuk zurückgreifen. Der lange verletzte Stürmer, der in der laufenden Saison noch nicht zum Einsatz kam, arbeitet hart an seinem Comeback. Er soll den insgesamt zweiwöchigen Roadtrip seiner Mannschaft mit sechs Partien auf alle Fälle mit antreten.

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