Panthers gegen Rangers | Winter Classic Zusammenfassung

Das Discover NHL Winter Classic 2026 am Freitagabend im ausverkauften loanDepot park in Miami, in dem sich die Florida Panthers und New York Rangers gegenüberstanden, ging klar mit 5:1 an die Rangers, die ihre perfekte Bilanz in Freiluft-Spielen auf 6-0-0 ausbauten. Zum Matchwinner avancierte New Yorks Mittelstürmer Mika Zibanejad, der an allen fünf Treffern seiner Mannschaft beteiligt war und einen Hattrick erzielte (3-2-5).

Zibanejads Zaubershow

Zibanejad redet nicht gerne über sich selbst. Das taten an diesem Abend zum Glück alle anderen.

„Fünf Punkte und ein Hattrick - Was soll ich da noch sagen?“, stellte Verteidiger Vladislav Gavrikov eine rhetorische Frage. „Er war unglaublich heute!“

„Es ist schwer in Worte zu fassen, was er für unsere Mannschaft bedeutet“, führte Rangers-Trainer Mike Sullivan aus. „Er ist einer unserer Schlüsselspieler. Wir verlassen uns auf ihn in so vielen Situationen und auf beiden Seiten des Pucks, offensiv wie defensiv. Er ist ein richtig guter Spieler. So wie er Hockey denkt, welche Beiträge er für uns leistet und wie er heute gespielt hat, ist er ein Typ Spieler, der unser Team gewinnen sehen möchte. Auch andere Spieler haben heute gut gespielt, aber Mikas Einfluss auf dieses Spiel war signifikant.“

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„Er hat richtig gut gespielt und ist einer unserer besten Spieler. Wenn er so spielt, dann macht es Spaß, ihm zuzuschauen. Es war ein enorm wichtiges Spiel von ihm. Er ist ein wichtiger Anführer“, attestierte Flügelstürmer Alexis Lafrenière.

„Er war überragend heute. Ich freue mich sehr für ihn“, so Verteidiger Braden Schneider.

Zibanejad (3-2-5) sammelte so viele Scorerpunkte in einem Freiluft-Spiel wie vor ihm kein anderer. Er centerte New Yorks Top-Sturmreihe neben Artemi Panarin (2-1-3) und Will Cuylle und schlüpfte im ersten Powerplay in die Rolle des Bumpers. Der 32-jährige Schwede erzielte das 1:0 im Powerplay (16.) sowie das spätere 3:0 (21.) selbst, gab die primäre Vorlage beim 2:0 (Panarin, 17.), einen sekundären Assist beim 4:1 in Überzahl (Panarin, 53.) und krönte seinen Fünf-Punkte-Gala-Auftritt mit einem Empty-Net-Treffer in Unterzahl zum 5:1-Endstand (59.).

„Ich weiß auch nicht. Die Pucks sind heute reingegangen“, fasste Zibanejad seine Leistung kurz und bündig zusammen. „Diese Events machen so viel mehr Spaß, wenn du gewinnst.“

NYR@FLA: Zibanejad liefert fünf Punkte im Winter Classic

Trotz Wärme und heißer Atmosphäre: New York bleibt cool

Insbesondere die Rangers können davon ein Lied singen: In Freiluft-Spielen bleiben sie ungeschlagen und haben eine 6-0-0-Bilanz. „Das ist ziemlich cool, aber ich weiß auch nicht, woran das liegt“, lachte Lafrenière. „Es war ein cooles Spiel, total surreal. Es hat Spaß gemacht. Es war ein wichtiges Spiel für uns gegen Florida, die vor uns in der Tabelle standen. Es war eine große Bühne, aber wir haben es geschafft.“

Mit der grandiosen Atmosphäre in einem umgebauten Baseball-Stadion schien sich New York besser akklimatisieren zu können.

„Es war eine unglaubliche Atmosphäre und schwer, nicht aufgeregt zu sein. Es war fantastisch“, schwärmte Sullivan. „Die Präsentation war großartig. Die Begeisterung war ansteckend. Das alles hat sich in den Spielern widergespiegelt, sie haben viel Energie ins Spiel eingebracht. Es macht so viel Spaß, ein Teil eines solchen Events zu sein. Die Liga macht einen tollen Job, es einzigartig zu machen. Den Spielern hat es viel bedeutet.“

Selbst die warmen 17 Grad Celsius Außentemperatur beim ersten Faceoff, was das zweitwärmste NHL-Freiluftspiel aller Zeiten bedeutete, konnte die Rangers nicht aus der Fassung bringen.

„Am Anfang war es heiß da draußen“, gestand Schneider. „Wir hatten einen Ventilator auf der Bank. Es war warm, aber das Eis war wirklich gut.“

„Es ist schwer, den ganzen Tag in Worte zu fassen und ihn zu begreifen. Es waren großartige zwölf bis 16 Stunden und hat viel Spaß gemacht“, lachte Zibanejad.

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„Neustart“ für die Rangers

New York nahm nicht nur beide Punkte mit nach Hause, sondern will den Erfolg beim Winter Classic auch als Wendepunkt für ihre Saison verstehen.

„Wir haben darüber gesprochen, dass wir es als einen Neustart angehen möchten“, führte Zibanejad aus. „Wir sind ein paar Tage als Mannschaft zusammengekommen, unsere Familien und Freunde waren hier, um diese Momente mit uns zu genießen. Als das Spiel anfing, waren wir voll fokussiert. Ich hoffe, es könnte der Start von etwas Gutem für uns sein. Wir können uns von dieser Energie und von unserem Spiel ernähren. Wir haben viele Schüsse geblockt und waren da, als wir es sein mussten. Manchmal hat es nicht schön ausgeschaut, aber darauf müssen wir aufbauen.“

Die Rangers (20-18-5) sind punktemäßig mit den Panthers (21-16-3) gleichgezogen, haben aber drei Spiele mehr absolviert und stehen einen Zähler hinter den Buffalo Sabres (21-14-4), die aktuell den zweiten Wildcard-Platz und damit letzten Playoff-Rang belegen.

„Wir sind mittendrin in der Eastern Conference. Jeder Punkt ist so unglaublich wichtig, um im Playoff-Rennen zu bleiben. Die Liga ist so ausgeglichen“, weiß Sullivan, der nach drei Niederlagen in Folge einen wichtigen Befreiungsschlag unter freiem Himmel sah: „Wir hatten zuletzt eine schwere Phase ohne gute Ergebnisse. Die Energie rund um so ein Event lässt einen vergessen, wie wichtig die beiden Punkte heute waren. Es war wichtig, die Blutung zu stoppen. Wir haben hart dafür gekämpft.“

„Hoffentlich“, sagte auch Schneider, „können wir Selbstvertrauen daraus ziehen. Es ist schön, das Jahr so zu starten.“

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