Panthers gegen Rangers | Winter Classic Zusammenfassung

Die Florida Panthers haben das Discover NHL Winter Classic 2026, das erste Freiluft-Spiel im Sunshine State Florida, am Freitagabend im ausverkauften loanDepot park zwar deutlich mit 1:5 gegen die New York Rangers verloren. Am Ende aber blieb dennoch ein positives Fazit und die Gewissheit, den Hockey-Sport in der Heimat noch größer gemacht zu haben.

Maurice: „Es war ein Spektakel!“

Schon die Ankunft der Spieler hatte Stil: Bei frühlingshaften Temperaturen legten die Panthers-Spieler einen Miami-Vice-Auftritt hin. Mag heißen: weiße Anzüge, darunter rosafarbene T-Shirts und große, schwarze Sonnenbrillen.

Auf dem Eis blieb es bei 17 Grad Celsius warm und angesichts der Show nicht weniger spektakulär. Das Einzige, was aus Florida-Sicht nicht ins Bild passte, war das Ergebnis. Doch auch das konnte den positiven Gesamteindruck am Ende kaum trüben.

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„Wie unglaublich, spektakulär der Job der National Hockey League doch war, so ein Spiel auf die Beine zu stellen“, schwärmte Panthers-Trainer Paul Maurice. „Die Idee eines Spiels im Süden hat funktioniert, es war ein Spektakel. Wie das Dach aufgefahren ist, die USA-Flagge auf dem Eis, die Nationalhymne, alles war brillant, das gesamte Wochenende. Eigentlich müsste jedes Team in jeder Saison so ein Spiel bekommen, denn es wäre immer ein Höhepunkt.“

Maurice weiter: „Ich fühle eine große Dankbarkeit gegenüber der National Hockey League: Ein unglaubliches Event. Ich kann kaum glauben, wie viele Leute daran beteiligt waren. Und alles hat funktioniert. Es sind spektakuläre Erinnerungen. Und das sage ich als ein Trainer, der gerade verloren hat. Ich war dreimal bei den Global Series in Europa dabei, es war mein drittes Freiluftspiel, wir hatten in den letzten drei Jahren einen guten Run in den Playoffs. Ich bin einfach nur dankbar, ein Teil davon zu sein und bin beeindruckt, wo das Spiel gerade steht. Es war ein Spektakel! Ich kann mir vorstellen, dass es den Rangers sogar noch besser gefallen hat. Aber auch als Verlierer habe ich heute eine unglaubliche Erinnerung gesammelt.“

Enttäuscht, aber glücklich

Doch nicht nur ein brillanter Redner wie Maurice, sondern auch seine Spieler waren am Ende glücklich, ein Teil des Winter Classic gewesen zu sein.

„Es war ein großartiges Event, super umgesetzt, auch das Eis war überhaupt nicht schlecht“, bilanzierte Floridas Abwehrchef Aaron Ekblad. „Es war eine fantastische Erfahrung und ich bin froh, dass ich das erleben durfte. Natürlich hätte ich lieber gewonnen, am Ende des Tages war es dennoch eine wirklich erstklassige Erfahrung.“

„Wir hätten natürlich gerne ein anderes Ergebnis gehabt“, sagte Stürmer Sam Reinhart sichtlich geknickt, doch auch sein Gemüt heiterte sich bei den Gedanken an das Erlebte auf: „Es waren ein paar tolle Tage. Die Liga macht jedes Jahr einen phänomenalen Job. Du weißt nie, ob du mal die Möglichkeit hast, dabei zu sein oder ob du in Zukunft nochmal eine Chance bekommen wirst. Die Liga hat ein Spektakel daraus gemacht. Es waren ein paar ganz besondere Tage.“

„Es war trotzdem eine super-coole Erfahrung und etwas, an das ich mich für den Rest meines Lebens erinnern werde“, sagte auch Angreifer Jesper Boqvist. „Ich weiß nicht, wie viele Leute das erfahren dürfen. Wir sind sehr dankbar dafür. Die Atmosphäre war unglaublich, die Fans waren großartig. Es war fantastisch.“

„Jeder hat es genossen“, betonte auch Flügelspieler Eetu Luostarinen. „Es war ein großes Event, auch für die Fans, die Hockey noch mehr genießen konnten. Es war so viel Energie im Stadion. Wir hätten es für die Fans besser machen müssen.“

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Panthers wundern sich über „untypisches Spiel“

Abgesehen von einer besseren Effektivität und besseren Special Teams (Powerplay: 1/6; Penalty Killing: 1/3) konnten sich die Panthers auch sportlich nicht allzu viel vorwerfen. Mit 37:20 Torschüssen hatten sie ein klares Plus, übrigens auch in jedem einzelnen Drittel (10:6, 15:6, 12:8).

„Es war ein untypisches Spiel für uns“, stellte Maurice klar. „Wir haben zwei Unterzahl-Gegentore bekommen, was ungewöhnlich für uns ist. Wir hatten 50 Schüsse, die nicht aufs Tor gegangen sind, fast 30 davon haben sie geblockt.“

„Sie haben es uns vor ihrem Tor schwer gemacht, und wir ihnen vor unserem Tor einfach. Das war heute der Unterschied“, rang Reinhart nach einer Erklärung. „Es ist enttäuschend.“

Von einer „schweren Niederlage“ sprach auch Boqvist, „denn ich habe das Gefühl, dass wir einen Großteil des Spiels ganz gut gespielt haben. Wir haben ‚Bobby‘ nicht genug geholfen.“

Torwart Sergei Bobrovsky zeigte 15 Saves (78,9 Prozent Fangquote), Rangers-Goalie Igor Shesterkin stoppte 35 von 36 Schüssen (97,3 Prozent Fangquote) und konnte nur von Reinhart beim zwischenzeitlichen 1:3 (43., im Powerplay) bezwungen werden.

Zudem verlor Florida schon früh Verteidiger Seth Jones verletzungsbedingt. Maurice hatte kein Update über seinen Zustand.

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Enger Spielplan, noch engeres Playoff-Rennen

Die Panthers (21-16-3) sind nach zwei Niederlagen in Folge und drei aus den letzten vier Spielen Fünfter in der Atlantic Division mit nur einem Punkt Rückstand auf einen Wildcard-Rang in der Eastern Conference.

„In der NHL kämpfst du jeden Tag um dein Leben, deshalb ist es so ein großartiger Sport und so eine tolle Liga. Es ist eng“, freut sich Maurice auf den Kampf um die Playoff-Plätze.

„Es wird ein harter Januar mit vielen Spielen werden“, weiß Reinhart angesichts von 15 Spielen in 29 Tagen. „Da muss jedes Team durch. Es wird ein wichtiger Monat für uns.“

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