„Viermal hintereinander die Erste Runde zu verlieren, ist schon hart“, räumte Hedman ein. Doch im nächsten Moment gab er sich kämpferisch: „Wir freuen uns deshalb auf die nächste Saison. Dadurch bekommen wir eine neue Gelegenheit, es besser zu machen als zuletzt.“
Trotz der Fehlschläge in den Playoffs - in diesem Jahr erwiesen sich die Montreal Canadiens als Stolperstein - blieb General Manager Julien BriseBois seinem Stil treu. Er nahm lediglich punktuelle Veränderungen am bestehenden Kader vor.
Der prominenteste Neuzugang ist John Carlsson, der als Free Agent zu den Lightning kam. 2025/26 lief der erfahrene Verteidiger für die Washington Capitals und die Anaheim Ducks aus. 60 Punkte (14 Tore, 46 Assists) aus 71 Spielen betrug die Scoring-Ausbeute des 36-Jährigen. Er soll die Lücke in der Defensive schließen, die durch den Trade von Darren Raddysh zu den Toronto Maple Leafs entstanden ist. Er wurde für einen Fünftrundenpick beim NHL Draft 2026 an den Konkurrenten aus der Atlantic Division abgegeben.
Mit Torwart Dennis Hildeby holten die Lightning einen weiteren Spieler aus Toronto, zusammen mit zwei Draftpicks. Als Gegenleistung wechselte Stürmer Nick Paul die Seiten. Der 24 Jahre alte Hildeby soll als Backup für Andrei Vasilevskiy eingesetzt werden.
Für mehr Scoring aus den Bottom-Six im Angriff soll Ilya Mikheyev sorgen. Der 31-Jährige trug vorige Saison das Trikot der Chicago Blackhawks und erzielte er 36 Punkte (18 Tore, 18 Assists) in 77 Einsätzen. Ebenfalls neu in der Offensive ist der 29-jährigen Jeffrey Viel, der in der zurückliegenden Spielzeit für die Boston Bruins und die Ducks aktiv war und es für beide Teams in der Addition auf zehn Punkte (drei Tore, sieben Assists) aus 35 Begegnungen brachte.
Neben Raddysh und Paul haben die Lightning drei weitere Akteure verlassen. Es sind die Angreifer Corey Perry (Los Angeles Kings) und Oliver Bjorkstrand (New York Rangers) sowie Verteidiger Declan Carlyle (Pittsburgh Penguins).
In gewisser Weise gehört auch Hedman zur Kategorie Neuzugänge. Denn der 35-Jährige machte ein schweres Jahr durch. Wegen mentaler Probleme musste er eine längere Auszeit nehmen. Aus diesem Grund verpasste er die letzten 15 Saisonspiele und alle sieben Playoff-Begegnungen seines Teams. Nun ist er wieder einsatzbereit und steckt voller Tatendrang. „Ich weiß, was ich für die Mannschaft leisten kann, wenn ich gesund bin. Daran habe ich keinerlei Zweifel. Ich habe zwar seit März nicht mehr gespielt, aber ich weiß, was es braucht, um auf täglicher Basis gute Leistungen zu zeigen. Ich hatte einen tollen Sommer und fühle mich großartig. Ich bin sehr gespannt auf das bevorstehende Trainingscamp“, erklärte er.
Die DACH-Spieler der Lightning
Der Schweizer J.J. Moser wird sich ganz besonders über das bevorstehende Comeback von Hedman freuen, bekommt er doch mit ihm seinen angestammten Nebenmann wieder. Beide bilden das erste Verteidigerpaar. Moser hat sich in den vergangenen zwei Jahren selbst zu einem Führungsspieler im Team entwickelt. In der abgelaufenen Spielzeit absolvierte der in Biel-Bienne geborene Blueliner 79 Spiele für Tampa. Dabei sammelte er 29 Punkte (7 Tore, 22 Assists). Herausragend war seine Plus-Minus-Bilanz von +41. Dieser Wert bedeutete Platz 8 in der NHL-Gesamtwertung.