"So ist das eben. Das ist Eishockey. Und machen wir uns nichts vor, das hier ist das Conference Finale. Da haben alle beteiligten Mannschaften viel drauf. Die Islanders hatten heute das glücklichere Ende für sich. Das wirft uns nicht um´", analysierte Lightning-Coach Jon Cooper direkt nach dem Spiel gefasst.
Dabei hätte er durchaus Grund gehabt sich öffentlich zu ärgern. Seine Mannschaft war über die komplette Spielzeit hinweg optisch leicht überlegen, dominierte den Gegner mit 37 zu 24 Torschüssen. In manchen Szenen fehlte dem Team schlicht das Quäntchen Glück, um die Entscheidung zu den eigenen Gunsten herbeizuführen.
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Eine vierminütige Überzahl gegen Ende des dritten Spielabschnitts und zu Beginn der ersten Verlängerung blieb in diesem Duell dabei ebenso ungenutzt wie eine Szene gegen Ende der ersten Extraschicht, als die Islanders in einer Drangphase der Lightning lediglich vier Spieler mit einem Schläger ausgestattet auf dem Eis hatten.
Diese und weitere günstige Gelegenheiten verpassten die Stürmer aus Tampa Bay an diesem Tag. Ungewöhnlich für die ansonsten in Verlängerungen in dieser Postseason bisher so siegessicheren Spieler aus Florida. Denn bis zu diesem Spiel wurden alle vier Spiele mit Verlängerung von der Mannschaft von Trainer Cooper am Ende siegreich beendet.
Es kommt daher jetzt am Donnerstag (8 p.m. ET; Fr. 2 Uhr MESZ; NHL.tv, Sport1+, DAZN) zu einem Spiel 6, das die Lightning gerne vermieden hätten, bietet sich dadurch doch für New York noch einmal die Chance endgültig in die Serie zurückzukommen, diese mit einem weiteren Erfolg zum 3:3 auszugleichen.
Genau dies zu verhindern wird die Aufgabe der Lightning sein, die sich unmittelbar nach der bitteren 1:2-Niederlage am Dienstag von dem soeben Miterlebten unbeeindruckt zeigten.