Leon Draisaitl ist gegen die Chicago Blackhawks immer besonders effektiv. Der deutsche Superstar sorgte am Dienstag mit dem 4:1 seiner Edmonton Oilers gegen die Chicago Blackhawks für den Endstand, indem er 45 Sekunden vor Spielende traf.

Wyatt Kaiser, der Verteidiger der Blackhawks, spielte von hinter dem Tor aus einen schlechten Pass zu Louis Crevier. Draisaitl war aufmerksam, stibitzte dem Gegenspieler den Puck weg und überwand mit einer flüssigen Bewegung Blackhawks-Goalie Spencer Knight.

Punkteserie gegen die Blackhawks

Der 30-Jährige hat nun eine 20-Spiele-Punkteserie gegen die Blackhawks – die höchste Punktserie eines Spielers gegen ein Team in dieser Saison. Gleichzeitig wurde er zum siebten Spieler in der NHL-Geschichte, der mehrfach Punkteserien von 20 oder mehr Spielen gegen eine einzelne Franchise erzielt hat.

EDM@CHI: Draisaitl mit einem Treffer

Doch nicht nur Draisaitl scheinen die Blackhawks gut zu liegen – sondern der gesamten Mannschaft. Die Oilers haben zehn ihrer letzten elf Duelle mit den Blackhawks gewonnen. Dennoch war das Spiel nicht so deutlich wie das Ergebnis vermuten lässt. Die Oilers führten zwar nach zwei Dritteln mit 2:0, weil Zach Hyman und Evan Bouchard jeweils nach einem Assist von Connor McDavid getroffen hatten.

Spannende Schlussphase

Doch die Blackhawks kamen gut fünf Minuten vor Spielende durch einen Treffer von Tyler Bertuzzi auf 1:2 heran. Das Spiel wurde erst in der letzten Minute entschieden. 53 Sekunden vor Spielende gelang Evan Bouchard ein Treffer ins leere Tor, ehe Draisaitl acht Sekunden später mit dem besagten Tor nachlegte. Dies war der zweitschnellste Doppelpack in der Geschichte der Oilers.

„Wir konnten am Ende den Sieg erringen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob wir das Spiel wirklich unter Kontrolle hatten“, sagte Oilers-Trainer Kris Knoblauch. „Wir haben ein paar mehr Chancen zugelassen als mir lieb war. Chicago bekam noch einmal einen guten Schub. Sie haben gute Spieler. Daher wussten wir, dass das passieren würde. Wir können nicht das ganze Spiel kontrollieren. Man braucht daher einen Torwart, der gute Paraden zeigt. Das war besonders im dritten Drittel der Fall.“

Connor Ingram blüht auf

Tatsächlich erwies sich Connor Ingram mit 29 Saves als ein sicherer Rückhalt. Dies ist eine beachtliche Leistung für einen Torwart, der in dieser Saison teilweise in der AHL das Tor hüten musste. „Ich habe mich gut gefühlt“, sagte Ingram. „Es fühlt sich jedes Mal normaler an, wenn ich rausgehe. Zum Glück konnte ich viel spielen, also findet man einen Rhythmus und versucht, sich daran zu halten und so lange wie möglich durchzuhalten.“

Ingram, der zuvor in Utah aussortiert wurde, hat bislang sieben Spiele für die Oilers absolviert. Sein erstes Spiel für Edmonton hatte er am 21. Dezember absolviert, nachdem er zuvor über elf Monate nicht in der NHL zum Einsatz kam.

McDavid: Auf den Spuren von Gretzky und Crosby

Auch McDavid gelang im Spiel gegen die Blackhawks bemerkenswertes. Durch seine beiden Assists verlängerte er seine Punkteserie auf 19 Spiele. Während dieser Serie erzielte der Kanadier 19 Tore und 25 Assists und zog dadurch mit Wayne Gretzky (1986-87) für die siebtlängste Serie in der Franchise-Geschichte der Oilers gleich.

EDM@CHI: Hyman haut ihn rein und McDavid punktet auch im 19. Spiel in Serie

Ebenfalls beachtlich: McDavid ist nun der erste Spieler in der Geschichte der Oilers, der an 200 spielentscheidende Toren beteiligt war. Er ist nun einer von sieben aktiven Spielern, die an ebenso vielen Siegtreffern beteiligt war, wobei Sidney Crosby (279) diese Liste anführt.

Zudem ist er der zweite aktive Spieler, der in seiner Karriere zehn Saisons mit 50 Assists verzeichnete - hinter Crosby (12). Zum vierten Mal in seiner Karriere ist er nun der Spieler, der am schnellsten die Marke von 50 Assists erreicht hat.

Edmonton hat nun in vier Spielen hintereinander gepunktet und drei Partien davon gewonnen. Mit einer Bilanz von 23-16-7 und 53 Punkte stehen sie auf dem 2. Platz der Pacific Division.

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