Kevin Shattenkirk, der in Spiel 4 des Stanley Cup Finale gegen die Dallas Stars das entscheidende Tor in der Verlängerung erzielte, ist nun sogar ein Unrestricted Free Agent. Heißt also: Der Verteidiger kann mit allen NHL-Teams verhandeln und sich dann für eine Mannschaft seiner Wahl entscheiden. Ebenso verhält es sich mit Zach Bogosian.
Und welche Abgänge drohen im Angriff? Anthony Cirelli, der in der regulären Saison auf beachtliche 44 Scorer-Punkte kam, wird zum Restricted Free Agent. Patrick Maroon, der bereits vergangene Saison mit den St. Louis Blues den Stanley Cup gewann, ist sogar ein Unrestricted Free Agent. Deren Zukunft ist somit ungewiss.
Zumal die finanziellen Mittel von Tampa Bay begrenzt sind: Der Cap Space, also das derzeit verfügbare Geld für Gehaltszahlungen, beträgt laut sportrac.com lediglich 5.333.334 Dollar. Nur vier Teams haben noch weniger Geld zur Verfügung. Teure Neuverpflichtungen wären also nur möglich, wenn Tampa Bay hochbezahlte Spieler vom Gehaltszettel bekommt.
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Und welche Chancen bietet der Draft? Bei der Talente-Ziehung muss sich Tampa Bay auf Spieler aus der "zweiten Reihe" konzentrieren. Die Lightning sind in der 1. Runde nicht am Zuge und dürfen erstmals an Position 62 einen Spieler auswählen, also als letztes Team in der 2. Runde.
Mag der Handlungsspielraum beim Draft wie auch in der Free-Agency-Periode begrenzt sein, so dürfte Tampa Bay trotzdem auch 2020/21 zu den personell stärksten Teams der NHL zählen. Center Point sowie die Flügelspieler Kucherov und Palat könnten weiterhin eine der effektivsten Reihen der Liga bilden. Ein vollständig genesener Stamkos könnte ebenfalls den Unterschied ausmachen. Die Verteidigung rund um Hedman mag noch etwas schmal besetzt sein, verfügt aber dennoch über viel Qualität. Torwart Vasilevskiy ist zudem einer der besten Schlussmänner der Liga.