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Winnipeg baut in den Playoffs auf Scheifele

Der 25-jährige Stürmer ist die dominante Figur in der Offensive der Jets, andere suchen noch nach ihrer Form

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Autor

Nach zwei Spielen in der Serie der zweiten Runde der Stanley Cup Playoffs in der Western Conference der Winnipeg Jets gegen die Nashville Predators steht es 1:1. Die Jets gewannen Spiel 1 in Nashville, wider dem Spielverlauf, mit 4:1, mussten sich am Sonntag aber in der zweiten Verlängerung nach dem entscheidenden Tor von Kevin Fiala mit 5:4 geschlagen geben. Die Jets zeigten sich nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Partie aber nicht in Sorge.

"Es war viel besser", war sich Center Paul Stastny sicher. "Es ging hin und her, aber das erwartet man hier. Wir wussten, sie würden alles versuchen und wir wollen einfach das bessere Team sein. Wir haben mehr Druck aufgebaut, brachten mehr Pucks auf ihr Tor und haben uns gut gewehrt, um in die Verlängerung zu kommen. In der Verlängerung ist es dann Glück. Das haben wir vor dem Flug nach Hause abgeschüttelt und sind dann bereit für das nächste Spiel."

 

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Der überragende Akteur der Jets, war dabei erneut Mark Scheifele. Der 25-jährige Center traf am Sonntag doppelt, insbesondere zum 4:4-Ausgleich 65 Sekunden vor der Schlusssirene und bereitete Dustin Byfugliens Tor zum 1:1 vor. Er führt die Jets in den Playoffs mit acht Toren und zehn Punkten in beiden Kategorien an, machte in den drei vorherigen Spielen je zwei Punkte und ist für vier der acht Tore seines Teams in der aktuellen Serie verantwortlich. In den gesamten Playoffs erzielte er ein Drittel der Tore der Jets. Er liefert also genau das, was man sich von einem Spieler seines Kalibers in den Stanley Cup Playoffs erhofft.

Andere Stars des Teams hadern derzeit aber mit ihren Leistungen in den letzten Spielen. Kapitän Blake Wheeler bereitete in den Playoffs bisher zwar sechs Tore vor, traf aber nur einmal selbst. Patrik Laine, der in der regulären Saison auf 44 Tore kam, traf seit Spiel 2 gegen die Minnesota Wild nicht mehr. Der Däne Nikolaj Ehlers wartet noch auf sein erstes Playoff-Tor, genau wie Shootingstar Kyle Connor, der als Rookie in dieser Saison 31 Treffer in 76 Spielen verzeichnen konnte. Wheeler sieht dennoch die positiven Seiten.

"Wir hatten mehr Puckbesitz, haben ihre Abwehr unter Druck gesetzt, sie mussten oft in die Bande gehen. Wir haben heute vieles gut gemacht. Wir müssen uns um ein paar kleine Dinge kümmern und das schaffen wir vor unseren Fans."

Eines ist klar, die Jets haben ein deutlich besseres Spiel abgeliefert, als noch in Spiel 1. Während in der ersten Partie beinahe ausschließlich die Predators aktiv waren, war es trotz der Niederlage am Sonntag eine Begegnung auf Augenhöhe. Doch am Ende fehlte der entscheidende Treffer, die entscheidende Aktion, die in den Playoffs die Schlüsselspieler des Teams leisten müssen. Dazu bedarf es womöglich eines Umdenkens in der Mannschaft, einem Moment der sie wachrüttelt.

Video: WPG@NSH, Sp2: Scheifele per Onetimer zum Ausgleich

"Ich glaube nicht, dass uns in dem Spiel etwas gefehlt hat. Ich glaube, es war gut, dass Nashville zuerst getroffen hat", befürwortet Trainer Paul Maurice den Weckruf. "Es brachte uns dazu, mehr zu tun, als nur zu verteidigen. Es änderte unsere Einstellung. Unsere Leistung hat mir gefallen, besonders in den letzten zehn Minuten. Da haben wir das Spiel dominiert."

Im Schlussabschnitt der regulären Spielzeit hatten die Jets ein Torschussverhältnis von 14:7 und glichen die Partie zwei Mal aus. Es ist in der Tat eine Leistung, auf die die Mannschaft aufbauen kann. Dennoch war es wieder Scheifele, der das Tor brachte, obwohl seine Teamkollegen ebenfalls ein starkes Spiel ablieferten und zu Chancen kamen.

"Er ist eher zum Torjäger geworden", sah Maurice eine Veränderung bei seinem aktuellen Superstar. "Mark sieht sich eher als Spielmacher. Wenn er eigensinniger wird, wozu ich ihn nicht ermutige, kann er wahrscheinlich 30-50 Tore pro Saison schießen. Diese Entscheidungen überlassen wir ihm. Aber er hat sich wohl etwas verändert, wenn er jetzt den Puck hat denkt er, dass er auch einfach schießen kann."

 

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Die Jets haben sich zwischen den ersten beiden Spielen deutlich verbessert, aber am Ende sind es die Tore, die eine Partie entscheiden. Daher ist es immer gefährlich, sich in dieser Kategorie auf einen Vollstrecker zu verlassen. Verletzungen, Strafen, Tagesform, es gibt viele Gründe, warum ein Athlet in einem Spiel seine Leistung vielleicht nicht so abrufen kann, wie es für ihn normal ist.

Umso wichtiger ist es, dass die anderen Stürmer der Jets, die ohne jede Frage ein unglaubliches Potential in diesem Bereich haben, dieses auch abrufen. Die Predators sind der womöglich schwierigste Gegner, auf den man treffen kann. In so einer Situation muss jedes Mitglied der Mannschaft das tun, was es am besten kann. Das bedeutet für Stürmer wie Laine, Connor und Ehlers: Tore schießen!

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