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Mit Qualität statt Quantität zum Sieg

In der Zweitrundenserie der Predators und Jets sind mehr Torschüsse kein Erfolgsgarant - im Gegenteil

von Bernd Rösch @nhlde / NHL.com/de Chefautor

Kevin Fiala riss jubelnd die Arme in die Luft, hüpfte oder soll man besser sagen tanzte auf seinen, an der hinteren Bande stehenden Vorlagengeber Craig Smith zu, umarmte ihn innig. Dann stieß auch noch Kyle Turris zu den zwei jubelnden Teamkollegen, ehe sie von einer Traube glücklicher Spieler verdeckt wurden. Wir schrieben die 5:37 Minute in der zweiten Verlängerung, als der Schweizer NHL-Profi mit dem 41. Torschuss seinen Nashville Predators einen 5:4-Sieg in Spiel 2 der Western Conference Halbfinalserie gegen die Winnipeg Jets bescherte. Annähernd jeder achte Schuss der Predators fand hinter Jets Schlussmann Connor Helleybuck seinen Weg ins Ziel. Eine Effektivität, die sie am Freitag in Spiel 1 noch vermissen ließen.

Nicht selten gilt die Vorgabe der Übungsleiter 'Pucks so oft wie möglich vors Tor zu bringen' als Schlüssel zum Erfolg. Diese Zweitrundenserie zwischen dem Ersten und Zweiten der Central Division belehrt uns eines Besseren. 

 

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Beim ersten Aufeinandertreffen der Kontrahenten in der Bridgestone Arena von Nashville schossen die Hausherren Helleybuck regelrecht warm. Als es in die zweite Pause ging, lautete das Schussverhältnis 36:16 zu Gunsten der Predators. Ein Blick auf den Videowürfel sorgte für Ernüchterung: Nach Treffern stand es 3:0 für die kanadischen Gäste.

Als 60 Minuten verstrichen waren, hatten die Preds 48 Mal Winnipegs US-amerikanischen Schlussmann geprüft, doch es sollte nur zu einem Ehrentreffer von Fiala reichen und die Partie ging mit 1:4 verloren. Ihr Versuch, es mit der Brechstange richten zu wollen, ging gründlich daneben.

Video: WPG@NSH, Sp2: Fiala per Rückhand zum Sieg in 2. OT

Wenn die Serie in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (8 p.m. ET; CNBC, CBC, TVAS) im MTS Place von Winnipeg ihre Fortsetzung findet, möchten sich die Predators ihren Heimvorteil wieder zurückholen. Immerhin wiesen sie in der regulären Saison die beste Auswärtsbilanz aller Teams aus und gewannen auch in der ersten Playoffrunde gegen die Colorado Avalanche zwei von drei Auftritten in der Fremde. 

 

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"Es macht immer Spaß auf Reisen zu sein", freut sich Nashville Stürmer Nick Bonino auf die kommende Partie in der Hauptstadt von Manitoba. "Dort herrscht immer eine glänzende Stimmung mit fanatischen Fans, so wie eben auch bei uns.

Bonino erinnerte sich aber nicht mehr daran, dass er mit seinen Predators am 27. Februar durch einen 6:5-Sieg eine zwölf Spiele währende Heimsiegesserie der Jets beendete. "Das ist schon so lange her, ich gehe aber davon aus, dass wir ein solides Auswärtsspiel bestritten haben.

Das Torschussverhältnis lautete übrigens 39 zu 32 für die Hausherren. Die Qualität der Abschlüsse hatte auch schon damals über die Quantität gesiegt.

 

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Predators Cheftrainer Peter Laviolette wird es sich sicherlich verkneifen, seinen Spielern den Rat zu geben weniger zu schießen, vor allem nicht, wenn man einen solch treffsicheren St. Gallener wie Fiala in seinen Reihen weiß.

"Wir müssen halt darauf achten, dass wir Auswärts genauso die richtigen Dinge machen wie in einem Heimspiel, dann geht es auch auf", zeigte sich Laviolette zuversichtlich.

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