Makar ragt in der Defensive heraus
Bei den Verteidigern ist klar, dass das Hauptaugenmerk auf Cale Makar liegt. Der Defender gewann die Norris Trophy und die Conn Smythe Trophy. Er wurde damit als bester Verteidiger der regulären Saison und als bester Spieler der Playoffs geehrt. 86 Punkte in 77 Hauptrundenspielen (27 Tore, 58 Assists) und der teaminterne Bestwert von 29 Punkten in 20 Playoff-Begegnungen (8 Tore, 21 Assists) unterstreichen, wie offensivstark Makar ist. Nebenbei konnte er sich auch mit starken Plus-Minus-Bilanzen (+48 und +7) beweisen.
Mit Devon Toews hatte Makar einen Partner an seiner Seite, der seine beste Saison in der NHL ablieferte. Seine Plus-Minus-Bilanz von +52 war der ligaweit viertbeste Wert und auch seine 57 Hauptrunden-Zähler übertrafen seinen bisherigen Bestwert (31, 2020/21) um 26 Punkte.
Hinter den beiden standen mit Jack Johnson und Josh Manson zwei eher defensiv orientierte Verteidiger. Bowen Byram konnte mit 30 Hauptrunden-Spielen und 20 Playoff-Begegnungen den Sprung in die NHL schaffen und sicherte sich in seinem ersten vollen NHL-Jahr den Stanley Cup.
Torhüter als vermeintlicher Schwachpunkt
Nicht viel konnte man an der Mannschaftszusammenstellung der Avalanche vor der Saison kritisieren, doch der Abgang von Grubauer wog schwer. Der deutsche Schlussmann war die klare Nummer Eins im Tor der Avalanche gewesen, die ihm durch die Restriktionen des Salary Cap aber nicht das Angebot unterbreiten konnten, dass er sich erwartet hatte. Grubauer zog es zu den Seattle Kraken und mit Darcy Kuemper und Pavel Francouz übernahmen zwei Schlussmänner die Aufgabe im Tor von Colorado, die noch unter Beweis stellen mussten, dass sie zu den Besten ihres Fachs gehören.
Kuemper mauserte sich in Colorado zum Starting-Goalie und absolvierte 57 Matches in der regulären Saison. Mit einer 37-12-4-Bilanz, einer Fangquote von 92,1 Prozent und einem Gegentorschnitt von 2,54 konnte er die großen Fußstapfen von Grubauer ausfüllen. In den Playoff musste Kuemper verletzt einige Spiele pausieren, doch Francouz vertrat ihn souverän und blieb in der Meisterrunde ungeschlagen.