Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Nashville Predators und den St. Louis Blues

Die Nashville Predators haben aktuell mit eine der längsten Siegesserien in der NHL am Laufen. Der 3:1-Sieg gegen die St. Louis Blues in der heimischen Bridgestone Arena am Samstag war bereits der vierte Sieg in Folge. Einen großen Anteil am jüngsten Sieg hatten einmal mehr der Schweizer Roman Josi und Veteran Steven Stamkos. Während Stamkos eine NHL-Legende in der Statistik überholte, ist Josi nur noch einen Scorerpunkt davon entfernt, einen fantastischen Meilenstein zu erreichen.

Heikler Spielplan

Der Spielplan hat Anfang November eine etwas heikle Phase für die Nashville Predators vorgesehen. Nach einer langen Serie mit Heimspielen ging es nach Colorado und dann wieder zurück nach Nashville für die Partie gegen St. Louis, ehe sich das Team jetzt schon wieder in den Flieger setzen kann, um an der Westküste und in Minnesota fünf Spiele zu bestreiten. Der Mannschaft von Trainer Andrew Brunette scheint das allerdings nicht viel auszumachen.

Vier Spiele in Serie haben die Predators mittlerweile gewonnen. Darunter waren Erfolge gegen Schwergewichte wie Titelverteidiger Carolina Hurricanes und in Denver gegen die Colorado Avalanche. „Wir fühlen uns als Mannschaft gut, wenn wir in die Spiele gehen. Das war jetzt nicht unsere beste Leistung in den vergangenen paar Spielen. Aber das sind die Spiele, die man gewinnen muss – wieder zu Hause nach einem langen Flug. Das muss man nutzen, und das haben wir getan“, sagte Routinier Stamkos nach der Partie gegen die Blues.

STL@NSH: Colton trifft nach einem Konter

Stamkos überholt Robitaille

Der Kanadier ist einer der Gründe, warum es gerade so gut läuft bei dem Team aus der Hauptstadt der Countrymusik. Vor allem in Überzahl ist auf Stamkos Verlass. Und das drückt sich auch in der Statistik aus. Im ersten Drittel glich er mit seinem Powerplaytor die Führung der Gäste durch Jimmy Snuggerud aus. Es war der 248. Powerplaytreffer in seiner NHL-Karriere. Damit hat er nun Luc Robitaille in der ewigen NHL-Statistik überholt und steht auf Platz fünf. Platz vier ist in dieser Saison noch in Reichweite. Dort steht Teemu Selanne mit 255 Toren. Brett Hull ist mit 265 Treffern auf Platz drei allerdings noch ein Stück entfernt. Dave Andreychuk (274) ist auf Platz zwei, Alex Ovechkin (331) auf Rang eins. Es war außerdem Stamkos‘ 130. Tor, mit dem er ein Spiel ausgeglichen hat. Auch in dieser Statistik steht er nun auf Platz fünf. Er hat jetzt Jaromir Jagr überholt und hat nur noch Joe Sakic (132), Andreychuk (137), Wayne Gretzky (139) und Ovechkin (155) vor sich.

Den Fokus will Stamkos dabei gar nicht so sehr auf seine Person legen. „Special Teams sind ein enorm wichtiger Faktor. Sie helfen uns, Spiele zu gewinnen. Das Tor heute war wahrscheinlich eins der einfacheren. Wir sagen ja manchmal im Spaß, dass man einfach wissen, muss, wo man zu stehen hat. Wir leisten gute Arbeit, wenn es darauf ankommt, in Zweikämpfen die Scheibe zu erobern. Das wird im Powerplay etwas unterschätzt. Wir fühlen uns gut, haben Selbstvertrauen. Das müssen wir fortsetzen.“ Mit einer Erfolgsquote von 29,8 Prozent rangiert das Powerplay der Predators im ligaweiten Vergleich derzeit auf Platz fünf.

Brunette: Stamkos‘ Team

Auch sein Coach zeigte sich von den Leistungen des Routiniers sehr beeindruckt. „Es scheint, als ob er jetzt jedes Mal irgendjemanden überholt“, meinte Brunette. Das sei alles umso beeindruckender nach all dem, was er durchgemacht habe, vor allem nach dem Wechsel von den Tampa Bay Lightning nach Nashville. „Das ist jetzt seine Mannschaft. Das kann man spüren. Er brilliert in den entscheidenden Momenten. Er ist zurzeit gut drauf, spielt sehr gutes Eishockey. Und das Powerplay ist außergewöhnlich.“

Die aktuelle Siegesserie ist für Stamkos vor allem eine Frage des Selbstvertrauens. „In jedem Bereich im Leben strebt man nach Selbstvertrauen. Es ist schwierig zu erlangen, aber manchmal leicht zu verlieren. Wenn man es hat, versucht man, es zu konservieren.“ Das sei ansteckend in der Kabine. „Unsere Torhüter sind fantastisch, ebenso die Special Teams, Verteidigung, der Sturm. Das macht ein gutes Team aus, und ich spüre, dass wir ein gutes Team sind.“

„Die Jungs haben das sehr seriös runtergespielt. Es war womöglich nicht unser bestes Spiel, aber wir haben Wege gefunden, zu gewinnen“, befand Brunette. In der Phase, als es nicht so nach Plan gelaufen sei, habe Keeper Juuse Saros ein paar unglaubliche Saves gezeigt, vor allem im dritten Drittel. Der Finne kam am Ende auf 25 Saves.

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Josi kurz vor 800 Punkten

Wenn die Dinge gut liefen, möge man das eigene Spiel, ergänzte Stamkos, der kurz vor Schluss auch noch das 3:1 durch Nick Perbix vorbereitete. „Wir haben ein paar Neue, die für einen bestimmten Stil stehen. Sie sind von guten Teams, aus guten Organisationen zu uns gekommen. Manchmal braucht es Zeit, seine Identität zu finden. Aber dann findet sich eine Reihe, entwickelt eine eigene Chemie und eine eigene Identität. Die Trainer haben einen super Job gemacht und erkannt, wer gut mit wem harmoniert.“ Konkret zielte er mit der Aussage auf die Reihe um Ross Colton und Jack Drury ab, die in Person von Colton im zweiten Drittel für das 2:1 der Gastgeber sorgte. Der Trainer hob hernach vor allem Geschwindigkeit und Einsatz der Reihe hervor. 

Zu den Neuen in Nashville gehört der Schweizer Verteidiger Josi wahrlich nicht mehr. Der Berner hat im Januar als erster Spieler die Marke von 1000 Partien in der regulären Saison im Trikot der Predators geknackt. Und jetzt ist er drauf und dran, einen weiteren Meilenstein zu erreichen. Viel fehlt nicht mehr. Josi wurde gegen die Blues nicht nur zum besten Spieler der Partie gewählt, er bereitete auch zwei Tore vor. Damit hat er nun in 1047 Spielen 799 Scorerpunkte gesammelt (205-594-799). Er schickt sich an, der erste Schweizer und erst der fünfte Verteidiger, der nicht in Nordamerika geboren ist, zu werden, der die Marke von 800 Punkten knackt.

Die erste Chance dazu hat Josi am Dienstag. Dann starten die Predators, die gegen St. Louis zum dritten Mal in Folge auf den verletzten Jonathan Marchessault verzichten mussten, den Roadtrip an der Westküste mit einem Spiel bei den Los Angeles Kings.

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