Global Series zu Gast in Helsinki

An jedem Sonntag der regulären Saison 2026/27 wirft NHL.com/de einen Blick auf anstehende und erreichte Meilensteine von Spielern, Trainern und Funktionären in der Liga.

In dieser Ausgabe: Die NHL Global Series macht Station in Helsinki

Die NHL richtet in der kommenden Woche den Blick nach Europa. Am 12. und 14. November 2026 treffen die Carolina Hurricanes und die Seattle Kraken im Rahmen der NHL Global Series in Helsinki aufeinander. Für sechs finnische Profis wird die Reise in die Heimat dabei zu einem ganz besonderen Erlebnis. Gleichzeitig rücken auch einige prominente Namen aus Deutschland und der Schweiz in den Mittelpunkt der Statistikbücher. Auch die Superstars Sidney Crosby und Connor McDavid haben zuletzt wieder NHL-Geschichte geschrieben.

Helsinki wird zum Schauplatz der NHL-Geschichte

Mit den beiden Begegnungen zwischen Carolina und Seattle wird Finnland insgesamt 13 NHL-Hauptrundenspiele ausgerichtet haben. Damit liegt das Land außerhalb Nordamerikas nur hinter Schweden, das bislang 19 Partien dieser Art veranstaltet hat. Helsinki wird durch die beiden anstehenden Begegnungen zudem mit Prag gleichziehen und künftig neun NHL-Regular-Season-Spiele vorweisen. Nur Stockholm liegt mit 18 Partien noch deutlicher an der Spitze.

Für sechs finnische NHL-Profis wird das Gastspiel zu einer besonderen Rückkehr in die Heimat. Bei den Hurricanes stehen Sebastian Aho, Jesperi Kotkaniemi und Juuso Valimaki im Aufgebot. Aufseiten der Kraken sind Kaapo Kakko, Ville Ottavainen und Jani Nyman mit dabei.

Die Bedeutung Finnlands für die NHL ist ohnehin gewachsen. Seit der Saison 2018/19 stellen finnische Spieler in jedem Jahr mindestens fünf Prozent aller NHL-Profis. Zuvor hatte das Land diese Marke in keiner einzigen Spielzeit erreicht.

Ein weiterer Höhepunkt steht bereits unmittelbar vor den Spielen an: Am 9. November wird Pekka Rinne als erster finnischer Torhüter in die Hockey Hall of Fame in Toronto aufgenommen. Der langjährige Schlussmann der Nashville Predators kommt auf 683 NHL-Spiele, 369 Siege und 60 Shutouts. Alle drei Werte sind Franchise-Bestmarken in Nashville. Seine 369 Erfolge bedeuten zudem Rang fünf unter den erfolgreichsten Torhütern, die außerhalb Nordamerikas geboren wurden.

OTT@SJS: Stützle naut die Führung aus

Seider und Stützle vor deutschen Bestmarken

Auch aus deutscher Sicht könnte die kommende NHL-Woche wieder einige bemerkenswerte Nachrichten bereithalten. Moritz Seider von den Detroit Red Wings benötigt lediglich einen weiteren Scorerpunkt, um Dennis Seidenberg in der ewigen Bestenliste der deutschen Verteidiger einzuholen. Seider steht aktuell bei 250 Punkten (39 Tore, 211 Assists), Seidenberg bei 251 (44 Tore, 207 Assists). Damit könnte der 25-jährige Verteidiger bereits den dritten Platz übernehmen. Vor ihm liegen nur noch Christian Ehrhoff mit 339 Punkten und Uwe Krupp mit 281 Zählern.

Tim Stützle von den Ottawa Senators steht ebenfalls vor einem besonderen Erfolg. Der Angreifer hat bislang 274 Assists gesammelt und benötigt nur noch drei weitere Vorlagen, um Jochen Hecht einzuholen. Dieser kommt auf 277 NHL-Assists und belegt damit bislang Rang zwei unter den erfolgreichsten deutschen Vorlagengebern. Unangefochten an der Spitze liegt hier Leon Draisaitl mit deren 637.

Der Verteidiger der Red Wings gibt persönliche Einblicke

Schweizer Stars nähern sich historischen Marken

In der Schweiz könnten gleich drei bekannte NHL-Spieler demnächst Grund zum Feiern haben. Roman Josi von den Nashville Predators benötigt nur noch einen einzigen Scorerpunkt, um als fünfter außerhalb Nordamerikas geborener Verteidiger die Marke von 800 NHL-Punkten zu erreichen. Derzeit hat er 799 auf dem Konto.

Zugleich bedarf es bei ihm mit 594 nur noch sechs Assists, um die Marke von 600 Karrierevorlagen zu erreichen. Er wäre damit erst der sechste außerhalb Nordamerikas geborene Verteidiger, dem dieses Kunststück gelingt. Unter den noch aktiven Spielern haben bislang lediglich Erik Karlsson und Victor Hedman diese Marke erreicht. Der Kapitän der Predators könnte somit gleich zwei historische Meilensteine in den kommenden Tagen ins Visier nehmen.

Nino Niederreiter steht ebenfalls weiterhin unmittelbar vor einem wichtigen Jubiläum. Dem Angreifer der Winnipeg Jets fehlt unverändert ein Punkt, um als dritter Schweizer NHL-Profi überhaupt 500 Karrierepunkte zu erreichen.

Nico Hischier nähert sich dieser besonderen Schallmauer. Der Kapitän der New Jersey Devils benötigt ebenfalls lediglich noch einen einzigen Punkt für seinen 500. NHL-Zähler.

Pius Suter von den St. Louis Blues machte die 100 Karriere-Assists voll und steht mit 99 Toren und 199 Scorerpunkten unmittelbar vor dem Erreichen zweier weiterer Meilensteine.

Crosby und McDavid schreiben weiter NHL-Geschichte

Auch jenseits der deutschsprachigen NHL-Stars gab es zuletzt bemerkenswerte Entwicklungen. Sidney Crosby kletterte mit zwei Treffern beim 5:2-Erfolg seiner Pittsburgh Penguins gegen die Los Angeles Kings am Samstag auf den alleinigen sechsten Platz der ewigen NHL-Scorerliste. Mit inzwischen 1773 Karrierepunkten überholte der 39-Jährige Marcel Dionne (1771).

PIT@LAK: Crosby zieht an Dionne in der ewigen Punkteliste vorbei

Connor McDavid sorgte unterdessen mit einer außergewöhnlichen Serie für Aufsehen. Der Kapitän der Edmonton Oilers verbuchte beim 4:2 gegen die Vancouver Canucks drei Assists und baute damit seine Serie seit Saisonstart auf 18 aufeinanderfolgende Einsätze mit mindestens einem Punkt aus. Nur Wayne Gretzky war mit 23 Partien zum Saisonstart 1990/91 mit einer solchen Serie noch erfolgreicher.

Der gebürtige Kölner Draisaitl war beim Erfolg gegen Vancouver ebenfalls entscheidend beteiligt. Mit zwei Toren und einem Assist erreichte der Deutsche eine weitere starke persönliche Zwischenbilanz (16 Tore, 18 Assists aus 18 Einsätzen).

Die kommende NHL-Woche bietet somit gleich mehrere reizvolle Geschichten: Helsinki rückt das finnische Eishockey ins Rampenlicht, während Seider, Stützle, Josi, Niederreiter und Hischier auf persönliche Bestmarken zusteuern.

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