Alle wichtigen Szenen aus dem Spiel zwischen den Detroit Red Wings und den Vegas Golden Knights

Bei den Detroit Red Wings herrscht schlechte Stimmung. Bei der jüngsten 1:2-Heimniederlage gegen die Vegas Golden Knights am Donnerstagabend in der Little Caesars Arena verspielte das Team aus Michigan eine Führung im Schlussdrittel und stand am Ende mit leeren Händen da. Führungsspieler Moritz Seider fand daraufhin deutliche Worte.

„Es ist sehr enttäuschend. Das kann nicht der Standard in unserer Kabine sein“, sagte der deutsche Verteidiger. „Es ist schon ein paarmal passiert, dass wir das Spiel in den letzten Minuten verloren haben. Das ist nicht akzeptabel.“

Seider kritisch: „Das waren Geschenke“

Es waren die zwei Gegentore, die die Verantwortlichen der Red Wings auf die Palme brachten: Beim 1:1 hatten die Golden Knights zu viel Platz, sodass Braeden Bowman mit einem verdeckten Schuss ausgleichen konnte (45.).

Auch beim 1:2 konnte Vegas die neutrale Zone problemlos überbrücken, Trevor Connelly hatte auf dem linken Flügel drei Bewacher um sich, doch keiner griff ihn wirklich an, sodass er 1:42 Minuten vor dem Ende den Siegtreffer besorgte (59.).

„Es ist zu einfach. Das waren Geschenke. Sie mussten sich kaum anstrengen. Ich sage es nochmal: Das kann nicht unser Standard sein“, polterte Seider. „Wir müssen einfach besser sein, so einfach ist das. Es gibt viele Aspekte, auf die wir uns konzentrieren müssen, aber allen voran müssen wir präsent im Moment sein und es mehr wollen als der Gegner.“

VGK@DET: Connelly trifft aus dem Slot zur späten Führung

Seider selbst war beim entscheidenden Gegentreffer auf dem Eis, hatte in dieser Szene aber andere Abwehraufgaben.

„Wenn du dich selbst hinterfragst, dann bist du meist noch kritischer. Das ist es, was Mo meint“, sagte Detroits Trainer Todd McLellan. „Er weiß, wie man diese Situationen löst. Wir wissen es, denn wir haben es immer und immer wieder gezeigt. Wir dürfen uns von solchen Momenten nicht unterkriegen lassen. Ich glaube sofort, dass er das Wort Standards gebraucht hat, denn wir wissen genau, was wir hätten tun müssen - aber wir haben es nicht getan und dafür den Preis gezahlt. Ich bin froh, dass er das erwähnt hat. Es gibt niemanden in unserer Kabine, der heute zufrieden mit dem Ergebnis ist.“

Langes Patt auf dem Eis

Über 42 Minuten schienen beide Tore wie vernagelt zu sein. Detroits Daniil Tarasov (32 Saves, 94,1 Prozent Fangquote) und Vegas’ Carter Hart (25 Saves, 96,2 Prozent Fangquote) parierten Schuss um Schuss und sorgten für ein Low-Scoring-Game.

„Es war ein großartiger Abend für die Torhüter. Sie konnten glänzen, denn es gab ein paar gute Möglichkeiten auf beiden Seiten“, fasste Seider das Patt auf dem Eis zusammen und lobte insbesondere seinen Torwart: „Es waren wichtige Paraden dabei, wann immer wir sie gebraucht haben. Es ist frustrierend, dass wir den Sieg nicht für ihn holen konnten.“

Hoffnung auf einen Heimsieg schürte Abwehrmann Anton Johansson, der nach einem abgefälschten Fehlschuss von Carter Mazur genau im richtigen Moment in den Slot gestochen war, um zum zwischenzeitlichen 1:0 zu treffen (43.).

Es war bezeichnend, dass ein Drittreihen-Verteidiger bei den Red Wings sowie zwei Bottom-Six-Stürmer bei den Golden Knights für die Tore sorgten. Zwar hatte Detroit nach dem Ausgleich zwei vielversprechende Powerplay-Situationen, ließ diese aber ungenutzt.

„Im Powerplay waren wir ein bisschen unglücklich, denn wir haben den Puck gut bewegt und viele Chancen kreiert. Wir waren vielleicht nur einen Spielzug davon entfernt, zu treffen, was das Spiel hätte entscheiden können“, so Seider.

Moritz Seider Daniil Tarasov 110626

Der Trend zeigt nach unten

Am Ende stand die dritte Niederlage aus den letzten vier Spielen (1-3-0). Die Red Wings (7-7-3) sind Achter und damit Letzter in der starken Atlantic Division und haben drei Punkte Rückstand auf einen Wildcard-Platz in der Eastern Conference.

„Wir haben gegen Edmonton, Florida und jetzt gegen sie gut gespielt. Ich denke, wir müssen uns als Mannschaft ein bisschen selbst hinterfragen“, fordert McLellan. „Wir müssen uns anschauen, was wir gut machen, was wir reparieren und verbessern müssen. Gegen diese hochklassigen Meisterschaftsanwärter zu spielen, ist gerade richtig gut für uns. Ich bin sauer über die Niederlage, aber ich finde, wir haben viel Arbeit reingesteckt haben. Wir werden viel Positives rausziehen und müssen die Fehler abstellen, die wir am Ende gemacht haben.“

Seider spulte mit 27:43 Minuten eine Menge Eiszeit ab (0-0-0, zwei Blocks, -1). Der Österreicher Marco Kasper laboriert weiterhin an einer Oberkörperverletzung. Der Stürmer könnte aber im Laufe des anstehenden Vier-Spiele-Roadtrips nach Colorado, St. Louis, Florida und Tampa zurückkehren. Faceoff bei den Avalanche ist am Samstag (9 p.m. EST; So. 3 Uhr MEZ) in der Ball Arena.

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