Die Nashville Predators kommen einfach nicht vom Fleck. Am Donnerstagabend in der Bridgestone Arena hielt die Mannschaft aus Music City zwar auch gegen die Washington Capitals auf Augenhöhe mit, am Ende aber stand sie nach einer 3:4-Heimniederlage mit leeren Händen da. Grund für Frustration wäre reichlich vorhanden - das Team aus Tennessee aber bestreitet das.
„Es war ein Spiel, das wir hätten gewinnen können“, sagte der Schweizer Kapitän Roman Josi und fordert: „Wir müssen jetzt einen Weg finden, diese Spiele zu gewinnen.“
Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel
Die Predators haben nach 13 Saisonspielen eine ungewöhnliche 4-4-5-Bilanz. Alle vier Siege fuhr Nashville in der regulären Spielzeit ein, doch passierten fünf der insgesamt neun Niederlagen erst nach über 60 Minuten. Somit wird zwar konstant gepunktet, doch scheint diese Formel nicht für einen langfristigen Erfolg ausgelegt zu sein, die in die Stanley Cup Playoffs führt.
„Das sind wichtige Spiele, in denen es um wichtige Punkte geht“, weiß Josi. „Wir sind heute mit viel Energie in dieses Spiel gegangen. Ich denke, wir das müssen wir uns behalten, egal ob es läuft oder nicht. Gleichzeitig müssen wir einen Weg finden, Spiele zu gewinnen. Wir müssen anfangen, Punkte zu sammeln, insbesondere zu Hause. Die Jungs sind alle positiv und bringen eine gute Energie mit. Es sind die Details, die es uns gerade kosten.“
Nashville schaffte es in dieser Saison noch kein einziges Mal, zwei aufeinanderfolgende Siege einzufahren.
„Diese Overtime-Niederlagen verändern die ganze Dynamik“, findet Predators-Trainer Andrew Brunette. „Wenn wir diese gewinnen, gibt es überhaupt keine Frustration. Wir sind in der Position, um Punkte zu sammeln, was wichtig ist in einer Liga, in der ein Tor entscheidet. Auch heute haben wir wieder mit einem Tor Unterschied verloren.“
Die Predators sammelten genau 50 Prozent der verfügbaren Punkte ein und belegen Rang sechs in der Central Division. Nur zwei Overtime-Siege mehr, und Nashville wäre auf einem Wildcard-Rang in der Western Conference gelistet.
Dass das zu Frust führt, wäre nur allzu verständlich, doch Stürmer Ross Colton wiegelt ab: „Nein, überhaupt nicht. Wir haben uns in der Tabelle in eine gute Ausgangslage versetzt. Natürlich hätten wir ein paar von diesen Verlängerungen gerne für uns entschieden. Wir haben viele neue Spieler in unserer Kabine, die sich erst mit unserem System vertraut machen müssen. Aber jeder gibt alles, der Einsatz ist in jedem Spiel da. Es ist noch früh in der Saison, unsere Führungsspieler machen einen guten Job dafür zu sorgen, dass alle konzentriert bleiben.“
Verlorenes Momentum gegen Washington
Genau danach sah es zunächst auch am Donnerstag gegen Washington aus. Nashville dominierte den ersten Abschnitt mit 12:5 Torschüssen und ging durch einen Powerplay-Treffer von Filip Forsberg (13.) leistungsgerecht mit 1:0 in Führung.
„Wir hatten einen guten Start und ein gutes erstes Drittel, in dem wir viel Druck auf sie ausgeübt haben“, so Josi. „Das ging dann im zweiten Drittel zeitweise ein bisschen verloren.“



















