Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den New York Islanders und den New Jersey Devils

Das war ein Statement! Die New Jersey Devils haben ihre derzeit starke Form am Samstag im Lokalderby bei den New York Islanders eindrucksvoll bestätigt und sich in einem hart umkämpften Spiel mit Glück und Geschick knapp durchgesetzt. In Elmont behielt die Mannschaft von Kapitän Nico Hischer am Ende mit 5:4 nach Verlängerung die Oberhand.

Besonders beeindruckend: Die Devils drehten dabei einen zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Rückstand im Schlussdrittel und belohnten sich so für eine bemerkenswerte Willensleistung reich. Den entscheidenden Treffer in der Overtime erzielte einmal mehr Jack Hughes (neun Tore, 14 Assists in 17 Spielen), der damit seine große sportliche Bedeutung für das Team von Trainer Sheldon Keefe unterstrich.

Für die Devils (12-5-0) war es bereits der vierte Sieg in Serie und der zehnte Erfolg aus den vergangenen zwölf Begegnungen. In der Metropolitan Division rangieren sie damit mit 24 Punkten auf Rang zwei, sechs Zähler hinter den Carolina Hurricanes (30), die aber mit 19 Begegnungen auch schon zwei Spiele mehr absolviert haben als New Jersey (17). Doch wichtiger als die nächsten beiden Punkte dürfte für die Mannschaft an diesem Tag ohnehin die Erkenntnis sein, dass sie inzwischen auch Spiele gewinnen kann, in denen zunächst wenig für sie spricht.

Rückstand wirft Devils nicht aus der Bahn

Dabei hatte die Partie für New Jersey durchaus ihre Tücken. Zwar entwickelte sich von Beginn an ein offener Schlagabtausch, doch die Islanders erwiesen sich vor heimischer Kulisse in der UBS Arena als unangenehmer Gegner. Anthony Duclair brachte die Gastgeber in der 16. Minute mit 1:0 in Führung. Evan Rodrigues antwortete allerdings nur 17 Sekunden später und stellte den Gleichstand her. Islanders-Star Matthew Schaefer (18.) brachte New York noch vor der ersten Pause erneut nach vorne.

Auch im zweiten Drittel ging es turbulent weiter. Declan Chisholm sorgte mit seinem zweiten Saisontreffer zunächst für das 2:2 (25.), doch Simon Holmstrom stellte nur 26 Sekunden später die Führung der Islanders wieder her. Als Victor Eklund in der 32. Minute sogar auf 4:2 erhöhte, schien New Jersey bereits auf eine Niederlage zuzusteuern.

Doch die Mannschaft ließ sich davon nicht verunsichern und blieb kämpferisch. Genau diese Haltung sollte sich im weiteren Spielverlauf noch auszahlen.

NJD@NYI: J. Hughes trifft in der Overtime

Trainer Keefe erklärte das Selbstvertrauen hinterher folgendermaßen: „Ich hatte Vertrauen darin, dass unsere Jungs nicht einfach verschwinden würden“, meinte er süffisant.

Geduld und Zusammenhalt machen den Unterschied

Im Schlussabschnitt wurde die Moral der Devils schließlich belohnt. Luke Evangelista verkürzte in der 47. Minute für die Gäste zunächst auf 3:4. New York geriet in der Folgezeit immer mehr unter Druck. In der 54. Minute war es dann soweit. New Jersey nutzt eine Überzahlsituation zum Ausgleich. Dougie Hamilton zeichnete für das 4:4 verantwortlich.

Evangelista sah darin vor allem eine Bestätigung der mannschaftlichen Geduld. „Darüber sprechen wir in der Kabine tatsächlich ziemlich häufig: Man muss im Spiel Geduld haben. Es muss nicht schon im ersten Drittel passieren. Manche Spiele brauchen eben die vollen 60 Minuten, manchmal sogar 65, so wie heute“, erklärte der Angreifer.

Ein Blick auf die Zahlen unterstreicht dabei, wie hart sich New Jersey diesen Erfolg gegen die Islanders erarbeiten musste. Die Devils brachten 50 Schüsse auf das gegnerische Tor, während Ilya Sorokin mit 45 Paraden eine herausragende Leistung zeigte.

Jack Hughes belohnt die Mannschaft

In der Verlängerung übernahm schließlich wieder einmal Jack Hughes die Hauptrolle. Nach einem unglücklichen Scheibenverlust von Schaefer, der auf dem Weg zum Tor die Kontrolle verlor, ergab sich für die Devils eine Konterchance. Luke Hughes spielte den entscheidenden Pass auf seinen Bruder, der allein vor Sorokin auftauchte und den Islanders-Torhüter nach 1:18 Minuten in der Overtime mit einem Schuss auf die Fanghandseite bezwang.

Für Jack Hughes war es bereits der dritte Siegtreffer in der Verlängerung in der NHL-Saison 2026/27. Insgesamt steht er in seiner Karriere nun schon bei zwölf spielentscheidenden Treffern jenseits der regulären Spielzeit. In der Franchise-Geschichte der Devils hat lediglich Patrik Elias mit 16 solcher Tore noch einen höheren Wert vorzuweisen.

Bemerkenswert ist zudem die erneute Zusammenarbeit der Hughes-Brüder. Bereits zum vierten Mal in dieser Saison waren Jack und Luke gemeinsam an einem Treffer der Devils beteiligt. Unter den Brüderpaaren der NHL können derzeit lediglich Brady und Matthew Tkachuk von den Florida Panthers eine vergleichbare Anzahl von Erfolgserlebnissen vorweisen.

Jack Hughes selbst ordnete den Erfolg entsprechend hoch ein: „Das war ein großartiger Comeback-Sieg für unsere Mannschaft. Es war das erste Spiel in dieser Saison, in dem wir uns auf diese Weise Stück für Stück zurückgearbeitet haben, drangeblieben und schließlich zurückgekommen sind. Das ist echt ein großer und wichtiger Sieg für uns.“

Für Keefe und seine Schützlinge dürfte an diesem Tag allerdings im Rückblick weniger die reine Statistik zählen als vielmehr das Gefühl, auch an einem schwierigen Abend gemeinsam eine Lösung gefunden zu haben. Im weiteren Saisonverlauf könnte diese Erkenntnis für Hischier, Timo Meier (17:43 Minuten Eiszeit), Jonas Siegenthaler (18:58 Minuten) und ihre Mitstreiter im Devils-Trikot noch sehr wertvoll werden.

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