Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Pittsburgh Penguins und den Boston Bruins

Die Boston Bruins sind in der NHL gerade richtig gut drauf. Die Mannschaft des deutschen Trainers Marco Sturm hat am Donnerstagabend mit einem souveränen 6:2-Auswärtssieg bei den Pittsburgh Penguins die nächsten beiden Zähler eingefahren. Einen wesentlichen Anteil daran hatte der zweite Deutsche bei den Bruins: JJ Peterka.

Der Münchner hat sich in der neuen Umgebung fantastisch eingelebt. Seine Leistung auf dem Eis lässt jedenfalls nicht erkennen, dass er sich in Boston irgendwie unwohl fühlen würde. Aktuell steht er bei 13 Scorerpunkten (4-9-13). Damit belegt er in der teaminternen Scorerwertung Platz drei, gemeinsam mit Morgan Geekie. Bei den Vorlagen rangiert er innerhalb der Bruins sogar auf Platz zwei, wiederum gemeinsam mit Geekie.

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Peterka profitiert in der Top-Reihe

Peterka profitiert enorm davon, dass er in der ersten Sturmreihe der Bruins zum Einsatz kommt. Mit David Pastrnak und Pavel Zacha hat er dankbare Abnehmer für seine Pässe. Seine Qualitäten als Vorbereiter hat er in der PPG Paints Arena in Pittsburgh erneut unter Beweis gestellt. Gegen die Penguins kamen zwei Vorlagen dazu. Beim zwischenzeitlichen 1:1 durch Zacha nach gut zwölf Minuten bekam er den zweiten Assist gutgeschrieben, beim 4:2, erneut durch Zacha, leistete er ebenfalls die Vorarbeit.

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„Die Chemie wird immer besser. Wir kreieren viele Chancen, und heute haben wir sie auch genutzt“, meinte Peterka nach der Partie. Der Wechsel nach Boston habe sich als sehr gut herausgestellt. „Ich habe hier eine gute Möglichkeit bekommen. Die Mannschaft ist fantastisch. Das Zusammenspiel stimmt, das genieße ich.“

Gäste stellen früh die Weichen

Genießen, das konnten die Fans der Bruins auch mit der Partie in Pittsburgh machen. Wobei den Gästen diesmal zugutekam, dass sie schon früh die Weichen auf Sieg stellten. Boston ließ sich auch durch das 0:1 von Justin Brazeau (10.) nicht beirren. Zacha (13.), Mark Kastelic (16.) und Elias Lindholm (19.) sorgten bis zur ersten Drittelpause schon für eine beruhigende Führung. Das zweite Drittel lief nach dem gleichen Muster: Die Gastgeber verkürzten zunächst durch Nick Robertson (28.), doch dann übernahmen wieder die Gäste das Geschehen. Zacha (35.) und Geekie (37.) erhöhten bis zum zweiten Seitenwechsel auf 5:2. Im Schlussdrittel machte Fraser Minten (49.) mit dem 6:2 aus Sicht der Bruins alles klar.

Doch warum läuft es gerade so gut? Immerhin ist die Mannschaft mit 25 Punkten an der Spitze der Atlantic Division. Sturm schickte seiner Aussage ein kurzes verschmitztes Lächeln voraus: „Die Jungs gewöhnen sich aneinander. Es ist aber auch die Art und Weise, wie wir spielen. Jede Reihe kann scoren, und ich kann jede Reihe zu jeder Zeit im Spiel rausschicken.“

Fünf verschiedene Torschützen

Beim Blick auf die Statistik wird klar, was er meint: Beim Sieg in Pittsburgh zeichneten fünf verschiedene Torschützen für die sechs Treffer verantwortlich. Lediglich Zacha schnürte einen Doppelpack. Die Spieler wurden nach der Partie dann auch nicht müde zu betonen, wie wichtig diese Ausgeglichenheit für die Mannschaft ist. „Jede Linie gefährlich, das ist schon die ganze Saison über so. Es spielt keine Rolle, wer auf dem Eis ist. Jede Reihe kann in der Offensive produzieren, das hilft uns enorm“, meinte Peterka über die Tiefe im Kader der Bruins.

Und doch sticht die erste Sturmreihe ein klein wenig heraus. Selbstverständlich, möchte man sagen. Deshalb ist es ja schließlich auch die Top-Reihe in Sturms Kader. Neben Peterka ist vor allem Pastrnak schon in einer guten Frühform in dieser Spielzeit. 22 Scorerpunkte hat er bereits auf dem Konto – acht Tore und 14 Assists. Zacha ist nach seinem Doppelpack bei den Penguins mit fünf Toren und sieben Vorlagen ebenfalls gut dabei.

„Wir haben als Sturmreihen den richtigen Weg gefunden. Wir haben viel Talent und gewinnen die Zweikämpfe“, sagte Zacha. Als einen besonderen Erfolgsfaktor hob der Tscheche vor allem das gute Umschaltspiel der Mannschaft hervor. „Wir kommen schnell durch die neutrale Zone, was wir gut nutzen. Wir setzen die Spieler entsprechend ihrer Fähigkeiten ein. Und jeder kann treffen, das ist super. In einem guten Team kann jede Sturmreihe ihren Teil zum Erfolg beitragen.“

Struktur als Schlüssel zum Erfolg

„Wir verlassen uns auf unsere Struktur. Wir warten auf Fehler der anderen Mannschaft. Die Gegner sind gut. Manchmal benötigt man 60 Minuten, um durchzukommen. Heute haben wir glücklicherweise ein paar Mal früh getroffen. Es ist kaum ein Unterschied zwischen den Sturmreihen. Wir sind alle Arbeiter. Jeder gibt alles fürs Team. Und jeder freut sich für den anderen. So macht es viel mehr Spaß“, beschrieb es Geekie.

Kein Faktor waren in dieser Partie die Special Teams. Jedes Team leistete sich lediglich eine Strafe. Tore fielen dabei allerdings keine. Mit einer bisherigen Erfolgsquote im Powerplay von 19,6 Prozent bewegen sich die Bruins aktuell im hinteren Drittel der NHL. Und selbstverständlich weiß Sturm auch, dass ein funktionierendes Überzahlspiel im entscheidenden Moment, vor allem in den Playoffs, den Unterschied machen kann. Gegen Pittsburgh klappte es aber eben auch so. Das sei eins dieser Spiele gewesen. „Wir haben die Penguins auf dem falschen Fuß erwischt. Aber die Tore und den Beitrag jeder Sturmreihe, das war schön anzuschauen.“

Optisch ansprechendes Eishockey wollen die Bruins in den kommenden Spielen zeigen. Die Gelegenheit dazu haben sie in den kommenden Tagen vor allem vor heimischem Publikum. Nach dem erfolgreichen Gastspiel in Pittsburgh mit dem dritten Sieg in Folge, stehen vier Heimspiele auf dem Programm. Am Sonntag sind die Florida Panthers zu Gast in Boston. Danach geben Montreal, Minnesota und Los Angeles ihre Visitenkarten in Massachusetts ab.

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