Fünf verschiedene Torschützen
Beim Blick auf die Statistik wird klar, was er meint: Beim Sieg in Pittsburgh zeichneten fünf verschiedene Torschützen für die sechs Treffer verantwortlich. Lediglich Zacha schnürte einen Doppelpack. Die Spieler wurden nach der Partie dann auch nicht müde zu betonen, wie wichtig diese Ausgeglichenheit für die Mannschaft ist. „Jede Linie gefährlich, das ist schon die ganze Saison über so. Es spielt keine Rolle, wer auf dem Eis ist. Jede Reihe kann in der Offensive produzieren, das hilft uns enorm“, meinte Peterka über die Tiefe im Kader der Bruins.
Und doch sticht die erste Sturmreihe ein klein wenig heraus. Selbstverständlich, möchte man sagen. Deshalb ist es ja schließlich auch die Top-Reihe in Sturms Kader. Neben Peterka ist vor allem Pastrnak schon in einer guten Frühform in dieser Spielzeit. 22 Scorerpunkte hat er bereits auf dem Konto – acht Tore und 14 Assists. Zacha ist nach seinem Doppelpack bei den Penguins mit fünf Toren und sieben Vorlagen ebenfalls gut dabei.
„Wir haben als Sturmreihen den richtigen Weg gefunden. Wir haben viel Talent und gewinnen die Zweikämpfe“, sagte Zacha. Als einen besonderen Erfolgsfaktor hob der Tscheche vor allem das gute Umschaltspiel der Mannschaft hervor. „Wir kommen schnell durch die neutrale Zone, was wir gut nutzen. Wir setzen die Spieler entsprechend ihrer Fähigkeiten ein. Und jeder kann treffen, das ist super. In einem guten Team kann jede Sturmreihe ihren Teil zum Erfolg beitragen.“
Struktur als Schlüssel zum Erfolg
„Wir verlassen uns auf unsere Struktur. Wir warten auf Fehler der anderen Mannschaft. Die Gegner sind gut. Manchmal benötigt man 60 Minuten, um durchzukommen. Heute haben wir glücklicherweise ein paar Mal früh getroffen. Es ist kaum ein Unterschied zwischen den Sturmreihen. Wir sind alle Arbeiter. Jeder gibt alles fürs Team. Und jeder freut sich für den anderen. So macht es viel mehr Spaß“, beschrieb es Geekie.
Kein Faktor waren in dieser Partie die Special Teams. Jedes Team leistete sich lediglich eine Strafe. Tore fielen dabei allerdings keine. Mit einer bisherigen Erfolgsquote im Powerplay von 19,6 Prozent bewegen sich die Bruins aktuell im hinteren Drittel der NHL. Und selbstverständlich weiß Sturm auch, dass ein funktionierendes Überzahlspiel im entscheidenden Moment, vor allem in den Playoffs, den Unterschied machen kann. Gegen Pittsburgh klappte es aber eben auch so. Das sei eins dieser Spiele gewesen. „Wir haben die Penguins auf dem falschen Fuß erwischt. Aber die Tore und den Beitrag jeder Sturmreihe, das war schön anzuschauen.“
Optisch ansprechendes Eishockey wollen die Bruins in den kommenden Spielen zeigen. Die Gelegenheit dazu haben sie in den kommenden Tagen vor allem vor heimischem Publikum. Nach dem erfolgreichen Gastspiel in Pittsburgh mit dem dritten Sieg in Folge, stehen vier Heimspiele auf dem Programm. Am Sonntag sind die Florida Panthers zu Gast in Boston. Danach geben Montreal, Minnesota und Los Angeles ihre Visitenkarten in Massachusetts ab.