Für Josi hatte die neue Prioritätensetzung zunächst Konsequenzen hinsichtlich seiner persönlichen Scorerwerte. Die fielen im Vergleich zu den Vorjahren geringer aus. In den zwölf Begegnungen im Oktober verbuchte er sechs Punkte (zwei Tore, vier Vorlagen). Zuletzt erlebte das Publikum den Spielführer jedoch wieder deutlich angriffslustiger. In den 13 Partien zwischen 1. und 27. November besserte er seine Scorerbilanz mit weiteren drei Treffern und neun Assists auf nunmehr 18 Zähler aus. Er ist damit Nashvilles punktbester Verteidiger. In der teaminternen Scorerwertung belegt er hinter den beiden Angreifern Filip Forsberg (22 Punkte) und Ryan Johansen (21) den dritten Platz.
Vieles deutet im Moment darauf hin, dass Josi am Ende der regulären Saison zum vierten Mal seit seinem NHL-Debüt 2011/12 bei den Predators die 50-Punkte-Marke übertrifft. Seine persönliche Bestleistung steht bei 61 Zählern aus der Saison 2016/17. Damit schrammte er nur einen Punkt an der Egalisierung des Schweizer Rekords vorbei, den sein Landsmann Mark Streit 2007/08 aufgestellt hatte. Insgesamt stehen für Josi 310 Punkte (83 Tore, 227 Vorlagen) nach 506 Einsätzen in der Hauptrunde zu Buche.
Unangefochten an der Spitze rangiert der 28-Jährige bei der durchschnittlichen Eiszeit aller Predators-Feldspieler. Deutlich mehr als 25 Minuten ist er in dieser Saison seiner Arbeit nachgegangen. Solche Dimensionen sind für ihn weder etwas Außergewöhnliches noch stellen sie eine besondere Belastung dar. "Wenn man viel spielt, gewöhnt man sich daran. Das ist fast wie ein zusätzliches Training", sagte er vor einiger Zeit im Gespräch mit NHL.com/de über seine lange Präsenz auf dem Eis.
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Was den weiteren Saisonverlauf betrifft, äußerte sich Josi zuversichtlich. Er sieht die Predators als stark genug an, um im Titelkampf ein ernstes Wörtchen mitreden zu können. Die Mannschaft verfüge über viel Selbstvertrauen und einen tiefen Kader. "Immer, wenn Leute ausfallen, gibt es andere, die für sie in die Bresche springen. Das ist großartig für uns und bedeutet einen gewaltigen Unterschied im Vergleich zu anderen Teams. Die Jungs, die zuletzt reingekommen sind, haben ihre Sache großartig gemacht", betonte er. Konkret vor Augen hatte Josi mit dieser Aussage seinen Mannschaftskameraden Austin Watson. Der Vertreter des verletzten Viktor Arvidsson hatte am Sonntag beim 5:2 gegen die Anaheim Ducks seinen ersten Hattrick erzielt. Josi war daran mit zwei Zuspielen beteiligt.