Schon im Anschluss der Partie gab es von Kapitän Roman Josi eine logische Erklärung, der sie bei ihrem nächsten Auftritt Taten folgen ließen: "Wir müssen in der Defensive konsequenter spielen und unseren Torhüter besser unterstützen. Wir haben ihn heute zu oft im Stich gelassen und ihnen zu viele großartige Torchancen unmittelbar vor ihm ermöglicht. Doch morgen ist ein neuer Tag und es gilt, im nächsten Spiel es besser zu machen."
Gesagt, getan! Lediglich 19 Torschüsse der Anaheim Ducks, nur vier davon im wichtigen Mitteldrittel, ließen Josi und seine Verteidiger-Kollegen am Sonntag in der Bridgestone Arena zu. Am Ende besiegten sie die Kalifornier mit 5:2.
"So lange ich jetzt hier bin, waren wir immer gut darin, nach Spielen, die uns nicht so gefallen haben, zurückzuschlagen", betonte Stürmer Austin Watson, der vor der Partie ein Saisontor auf dem Konto hatte und sich überraschend mit einem Hattrick auszeichnete. "Heute war es nicht anders. Wir hatten starke Gegner auf der anderen Seite. Es sind immer hart umkämpfte Spiele gegen sie, doch wir haben uns an unseren Plan gehalten, sind gut in die Angriffe gekommen und sind in unsere kleine Heimserie mit einem Sieg gestartet."
Watson ist der vierte Predators-Spieler, dem in dieser Saison ein Spiel mit drei Toren glückte. Nashville führt damit auch in dieser Kategorie die NHL an. Filip Forsberg, Colton Sissons and Calle Jarnkrok waren die anderen Predators-Stürmer, denen seit dem Saisonstart Anfang Oktober ein Hattrick gelang.
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Das ist ein Ausdruck der Stärke und Vielseitigkeit von Nashvilles Mannschaft, die auch Verletzungen scheinbar mühelos wegsteckt. Ob es Torhüter Pekka Rinne und Stürmer Jarnkrok waren, die zeitweise ausfielen oder aktuell Verteidiger P.K. Subban sowie die Stürmer Viktor Arvidsson und Kyle Turris, die Predators verkraften das anscheinend mühelos.
"Jedes Mal, wenn uns ein paar Jungs ausfallen, die wir ersetzen müssen, dann springt ein anderer in die Bresche und macht den Unterschied aus", sagte Josi nach Watsons wohl spielentscheidendem Hattrick. "Wir haben so viel Tiefe im Kader und so viele Jungs machen derzeit einen Schritt nach vorne, bekommen mehr Eiszeit und sind einfach großartig."
Nashville zeigt die notwendige Reife einer Spitzenmannschaft. Aber noch ist viel Eishockey in den kommenden Monaten bis April zu spielen, ehe es in den Playoffs erneut um den Stanley Cup gehen wird, den die Predators nur allzu gerne holen würden, nachdem sie in 2017 so nahe an ihm dran waren. Der Druck, den die punktbeste Mannschaft in den Playoffs zwangsläufig verspürt, war bereits im Frühjahr 2018 der größte Feind der Predators, wie auch bei den Washington Capitals in den Jahren zuvor.
Möglicherweise haben auch die Predators von den Capitals gelernt und ihre Rückschlüsse daraus gezogen. Dann wären sie in der Tat nur schwer zu schlagen.