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Nach einer spannenden und ereignisreichen NHL-Saison 2025/26 gilt es, Bilanz zu ziehen. NHL.com/de wirft einen Blick auf die besten Spieler, Spezialisten, Formationen und Funktionäre.

In der heutigen Ausgabe: Die fünf besten Rookies der NHL-Saison 2025/26.

Ivan Demidov (Montreal Canadiens)

Der beste Scorer unter den Neulingen war Ivan Demidov. Der erst 20-jährige Angreifer der Montreal Canadiens sammelte in allen 82 Saisonspielen starke 62 Punkte (19 Tore, 43 Assists) und war damit der einzige Rookie, der die Marke von 60 Zählern knackte. Besonders beeindruckend war seine Übersicht im Spielaufbau. Seine 43 Vorlagen waren Ligabestwert unter allen Neulingen, ebenso wie seine 13 Powerplay-Assists und 20 Punkte bei Überzahltoren.

Demidov brachte genau jene Kreativität mit, die sich die Canadiens von ihrem Top-Talent erhofft hatten. Mit seiner Ruhe an der Scheibe, seiner exzellenten Technik und seinem Spielverständnis war er vom ersten Spieltag an eine feste Größe in Montreals Offensive. Dass er einstimmig ins NHL All-Rookie Team gewählt wurde, überrascht daher kaum. Er entwickelte sich sofort zu einem der wichtigsten Bausteine einer Mannschaft, die zum zweiten Mal in Folge die Stanley Cup Playoffs erreichte.

MTL@CAR, ECF, Spiel 1: Demidov versenkt den Puck an Andersen vorbei

Beckett Sennecke (Anaheim Ducks)

Beckett Sennecke führte die Anaheim Ducks zurück in die Playoffs und bestätigte eindrucksvoll, warum er 2024 an Position drei gedraftet worden war. Mit 23 Toren und insgesamt 60 Punkten belegte er ligaweit Rang zwei unter allen Rookies und teilte sich sogar die Torjägerkrone der Neulinge.

Bemerkenswert war vor allem seine Konstanz. Sennecke absolvierte sämtliche 82 Saisonspiele und produzierte den Großteil seiner Offensivleistung bei 5-gegen-5. Seine 21 Tore und 46 Punkte bei numerischer Gleichzahl waren jeweils Bestwerte unter den NHL-Neulingen. Darüber hinaus überzeugte der Flügelstürmer mit zahlreichen starken Auftritten in wichtigen Spielen. Die Ducks haben nach langer Zeit wieder einen jungen Offensivspieler gefunden, um den sich eine erfolgreiche Zukunft aufbauen lässt.

Matthew Schaefer (New York Islanders)

Eine historische Rookie-Saison spielte Matthew Schaefer. Der Nummer-1-Draftpick des Jahres 2025 gewann die Calder Trophy als bester NHL-Neuling einstimmig und schrieb dabei gleich mehrere Rekorde für 18-jährige Verteidiger.

23 Tore und 59 Punkte in 82 Spielen sind außergewöhnliche Zahlen für einen Abwehrspieler, erst recht in diesem Alter. Schaefer stellte neue NHL-Bestmarken für Tore und Punkte eines 18-jährigen Verteidigers auf und egalisierte gleichzeitig den Liga-Rekord für die meisten Tore eines Rookie-Verteidigers überhaupt.

Hinzu kam seine enorme Verantwortung. Mit durchschnittlich fast 25 Minuten Eiszeit pro Partie stand kein Rookie häufiger auf dem Eis. Insgesamt sammelte er über 2000 Einsatzminuten - mehr als 500 Minuten mehr als jeder andere Neuling der Saison. Schaefer war damit nicht nur offensiv überragend, sondern bereits in seiner Premierensaison der unumstrittene Führungsspieler in der Defensive der New York Islanders. Für viele Experten war er der kompletteste Rookie der gesamten Spielzeit.

Matthew Schaefer wird bei Good Morning America mit dem Gewinn der Calder Trophy überrascht

Jakub Dobes (Montreal Canadiens)

Torhüter brauchen oft etwas länger, um sich in der NHL zu etablieren. Jakub Dobes widerlegte diese Regel eindrucksvoll. Der 25-Jährige gewann 29 seiner 43 Einsätze und lag damit acht Siege vor jedem anderen Rookie-Goalie der Liga.

Schon der Saisonstart machte deutlich, welches Potenzial in dem Tschechen steckt. Mit sechs Siegen in Folge begann er seine NHL-Karriere nahezu perfekt. Im weiteren Saisonverlauf folgte unter anderem eine beeindruckende Serie von elf Spielen ohne Niederlage nach regulärer Spielzeit sowie später noch einmal sieben Siege hintereinander.

Mit einer Fangquote von 90,1 Prozent und einem Gegentorschnitt von 2,78 gehörte Dobes auch statistisch zu den besten jungen Torhütern der Liga. Vor allem aber strahlte er für Montreal eine bemerkenswerte Ruhe aus und war einer der Hauptgründe dafür, dass die Canadiens erneut die Playoffs erreichten. Für einen ehemaligen Fünftrunden-Pick war diese Entwicklung alles andere als selbstverständlich.

Jimmy Snuggerud (St. Louis Blues)

Jimmy Snuggerud benötigte nur 70 Spiele, um sich einen Platz unter den besten NHL-Rookies zu sichern. Mit 21 Toren und 51 Punkten belegte er Rang vier der Rookie-Scorerliste und spielte insbesondere nach der Olympiapause überragend auf.

In den letzten 25 Saisonspielen sammelte der US-Amerikaner 27 Punkte und erzielte elf Tore - kein Rookie war in dieser Phase erfolgreicher. Seine starke Schlussphase machte ihn zu einem entscheidenden Faktor im Angriff der St. Louis Blues. Besonders gefährlich war Snuggerud in engen Spielen. Fünf Siegtreffer bedeuteten Ligabestwert unter allen Neulingen.

Der 22-Jährige überzeugte außerdem mit seinem kompletten Spiel. Er traf sowohl bei gleicher Spielerzahl als auch im Powerplay regelmäßig, arbeitete defensiv zuverlässig mit und schloss die Saison mit einer starken Plus-Minus-Bilanz von +16 ab. Nach Jahren des Wartens scheint St. Louis endlich wieder einen Rookie hervorgebracht zu haben, der das Potenzial zum langfristigen Leistungsträger besitzt.

PIT@STL: Snuggerud lauert im Powerplay an der blauen Farbe und staubt zum 4:4 ab

Ehrenvolle Erwähnung

Knapp an den Top Fünf vorbei schrammte Verteidiger Alexander Nikishin von den Carolina Hurricanes. Der Russe spielte eine hervorragende Debütsaison, erzielte elf Tore und 33 Punkte und stellte damit einen neuen Franchise-Rekord für Rookie-Verteidiger auf. Zudem gehörte er bei Checks, geblockten Schüssen und Plus-Minus-Wertung zu den besten Nachwuchsspielern der Liga.

Dass Nikishin dennoch nur die ehrenvolle Erwähnung erhält, liegt vor allem an der außergewöhnlichen Konkurrenz. Mit Schaefer spielte ein Verteidiger eine historische Saison, während Dobes als Torhüter und die drei Stürmer Demidov, Sennecke und Snuggerud ihre Teams offensiv maßgeblich prägten.

Unterm Strich präsentierte sich der Rookie-Jahrgang 2025/26 außergewöhnlich stark. Allen voran Schaefer, Demidov und Sennecke deuteten an, dass sie die NHL über viele Jahre prägen könnten. Doch auch Dobes und Snuggerud bewiesen eindrucksvoll, dass sie weit mehr sind als vielversprechende Talente - sie sind bereits heute Leistungsträger ihrer Mannschaften.

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