Bouchard-Seider-Josi Split 7-22

Nach einer spannenden und ereignisreichen NHL-Saison 2025/26 gilt es, Bilanz zu ziehen. NHL.com/de wirft einen Blick auf die besten Spieler, Spezialisten, Formationen und Funktionäre.

In der heutigen Ausgabe: Die zehn besten Offensivverteidiger der NHL-Saison 2025/26.

Evan Bouchard (Edmonton Oilers)

An Evan Bouchard führte in der abgelaufenen Spielzeit kein Weg vorbei. Mit 95 Punkten (21 Tore, 74 Assists) in 82 Spielen war der Kanadier der mit Abstand produktivste Verteidiger der NHL und setzte sich souverän an die Spitze des ligaweiten Scorer-Rankings unter den Bluelinern. Seine 74 Assists unterstreichen eindrucksvoll seine Qualitäten als Spielmacher. Kaum ein Verteidiger leitete Angriffe so präzise ein oder setzte seine Stürmer so regelmäßig in Szene. Hinzu kamen 33 Powerplay-Punkte sowie eine Plus-Minus-Bilanz von +25. Bouchard bestätigte seinen Status als einer der gefährlichsten Quarterbacks im Powerplay.

EDM@ANA, Sp 4: Bouchard bringt Oilers im Powerplay in Führung

Zach Werenski (Columbus Blue Jackets)

Für Zach Werenski war 2025/26 die beste Saison seiner NHL-Karriere. Der Verteidiger sammelte in lediglich 75 Spielen starke 81 Punkte (22 Tore, 59 Assists) und stellte damit gleich mehrere Franchise-Rekorde der Blue Jackets auf. Besonders beeindruckend war seine Schussfreude: 260-mal feuerte Werenski auf das gegnerische Tor - kein anderer NHL-Verteidiger brachte den Puck häufiger Richtung Kasten. Seine 22 Treffer bedeuteten zudem den Bestwert aller Verteidiger in unserer Bestenliste. Columbus profitierte enorm von seiner Offensivlust und seinem Mut, sich immer wieder in den Angriff einzuschalten.

Cale Makar (Colorado Avalanche)

Dass Cale Makar zu den besten offensiven Verteidigern der Welt gehört, stellte er einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis. In 75 Partien gelangen dem Superstar der Avalanche 79 Punkte (20 Tore, 59 Assists). Bereits zum wiederholten Mal durchbrach er damit die prestigeträchtige Marke von 20 Saisontoren als Verteidiger. Gleichzeitig überzeugte Makar mit einer herausragenden Plus-Minus-Bilanz von +32, die seine enorme Bedeutung an beiden Enden des Eises unterstreicht. Geschwindigkeit, Technik und Spielübersicht machen ihn weiterhin zu einem der komplettesten Verteidiger der Liga.

COL@LAK, GM 3: Makar skatet mit dem Puck an der blauen Linie und findet eine Lücke

Lane Hutson (Montreal Canadiens)

Lane Hutson gehörte zweifellos zu den größten Überraschungen der Saison. Der erst 22-jährige Verteidiger spielte alle 82 Partien der Hauptrunde und verbuchte beeindruckende 78 Punkte (12 Tore, 66 Assists). Besonders bemerkenswert war dabei seine Plus-Minus-Bilanz von +36 - dem Bestwert unter den offensivstärksten Verteidigern dieser Rangliste. Hutson überzeugte mit hervorragender Übersicht, außergewöhnlicher Beweglichkeit und bemerkenswerter Ruhe am Puck. Der Youngster entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zum Herzstück der Canadiens-Offensive von der blauen Linie.

Quinn Hughes (erst Vancouver Canucks, jetzt Minnesota Wild)

Auch Quinn Hughes gehörte erneut zu den absoluten Elite-Verteidigern der Liga. Trotz eines Teamwechsels während der Saison sammelte er in 74 Spielen starke 76 Punkte (sieben Tore, 69 Assists). Vor allem als Vorbereiter glänzte Hughes nahezu nach Belieben und gehörte mit seinen 69 Torvorlagen zu den besten Passgebern der NHL. Gleichzeitig absolvierte er durchschnittlich 27:44 Minuten Eiszeit pro Partie - Ligabestwert unter allen Verteidigern. Kaum ein Spieler musste mehr Verantwortung übernehmen als der dynamische Spielmacher.

DAL@MIN, Sp6: Hughes schießt das 1:0 für die Wild

Rasmus Dahlin (Buffalo Sabres)

Mit 74 Punkten (19 Tore, 55 Assists) in 77 Einsätzen bestätigte Rasmus Dahlin einmal mehr seinen Ruf als einer der vielseitigsten Offensivverteidiger der Liga. Lediglich ein Treffer fehlte ihm zur prestigeträchtigen 20-Tore-Marke. Der Schwede war einmal mehr Dreh- und Angelpunkt im Spielaufbau der Sabres, kurbelte nahezu jeden Angriff an und trug die Offensive seines Teams über weite Strecken nahezu im Alleingang. Seine Kombination aus Dynamik, Spielverständnis und Abschlussqualitäten macht ihn zu einem der gefährlichsten Blueliner der NHL.

Darren Raddysh (Tampa Bay Lightning)

Der wohl größte Überraschungsspieler dieser Liste heißt Darren Raddysh. Der Verteidiger der Lightning explodierte förmlich offensiv und erzielte in lediglich 73 Spielen der regulären Saison starke 70 Punkte (22 Tore, 48 Assists). Seine 22 Treffer bedeuteten gemeinsam mit Werenski den Bestwert aller Verteidiger in unserer Top 10. Hinzu kamen sechs spielentscheidende Tore, womit Raddysh immer wieder zum Matchwinner für Tampa avancierte. Kaum jemand hatte dem Kanadier vor Saisonbeginn eine derart spektakuläre Entwicklung zugetraut.

BUF@TBL: Raddysh gleich 25 Sekunden vor Schluss mit einem Direktschuss-Hammer aus

Erik Karlsson (Pittsburgh Penguins)

Auch im Herbst seiner Karriere zählt Erik Karlsson noch immer zu den kreativsten Offensivverteidigern der Liga. Der schwedische Routinier verbuchte 66 Punkte (15 Tore, 51 Assists) in 75 Begegnungen und bewies eindrucksvoll, dass seine Spielübersicht und seine Passqualitäten nichts von ihrer Klasse eingebüßt haben. Gerade im Powerplay blieb Karlsson einer der gefährlichsten Spielmacher der Liga. Seine Erfahrung und seine Fähigkeit, Angriffe mit einem einzigen Pass zu eröffnen, gehören weiterhin zur absoluten Spitzenklasse.

Moritz Seider (Detroit Red Wings)

Moritz Seider setzte seine Entwicklung zu einem der komplettesten Verteidiger der NHL eindrucksvoll fort. Der Deutsche absolvierte alle 82 Saisonspiele und sammelte dabei 60 Punkte (zehn Tore, 50 Assists). Vor allem als Spielgestalter überzeugte der 25-Jährige erneut mit Übersicht, Ruhe am Puck und einem starken ersten Pass. Seine 50 Vorlagen unterstreichen seinen enormen Einfluss auf das Offensivspiel der Red Wings, während seine Plus-Minus-Bilanz von +15 zeigt, dass er trotz aller Offensivqualitäten auch defensiv zuverlässig agierte. Seider etablierte sich damit endgültig in der erweiterten Spitzengruppe der NHL-Verteidiger.

Schau dir Moritz Seiders schönste Tore der regulären Saison an

Roman Josi (Nashville Predators)

Eidgenosse Roman Josi bewies auch mit 36 Jahren, dass er offensiv weiterhin zu den gefährlichsten Verteidigern der Liga gehört, wenn er rein statistisch auch nicht mehr unter die zehn besten unserer Liste gehört. Obwohl er verletzungsbedingt nur 68 Spiele absolvierte, erzielte der langjährige Kapitän der Predators starke 55 Punkte (13 Tore, 42 Assists). Besonders im Powerplay blieb der Schweizer eine zentrale Figur und dirigierte Nashvilles Angriffsspiel mit seiner Erfahrung und seiner außergewöhnlichen Spielübersicht. Hätte Josi die komplette Saison bestreiten können, wäre eine deutlich bessere Platzierung im ligaweiten Scoring-Ranking durchaus realistisch gewesen.

Die Top-5-Tore von Roman Josi in der Saison 2025/26

Verwandte Inhalte