Hischier Suzuki Meier Split 7-23

Nach einer spannenden und ereignisreichen NHL-Saison 2025/26 gilt es Bilanz zu ziehen. NHL.com/de wirft über die kommenden Tage einen Blick auf die aktuellen Spitzenspieler auf jeder Position. Grundlage dafür ist die offizielle Positionsangabe in den Statistiken von NHL.com, selbst wenn ein Spieler in der abgelaufenen Saison anders eingesetzt wurde.

In der heutigen Ausgabe: Die Top 10 der besten Defensiv-Stürmer

Die Defensivarbeit von Stürmern ist etwas, was nur schwer in Zahlen auszudrücken ist und oftmals nicht genug wertgeschätzt wird. Indikatoren können Werte wie die Plus-Minus-Statistik, Checks, Blocks oder Starts in der Defensivzone sein. Gleichwohl geben diese keine Auskunft darüber, wie hart und mit wie viel Laufeinsatz die Spieler zurückarbeiten. Dieses Ranking fußt daher auf einer Mischung aus statistischen Werten und einem beobachteten Gesamteindruck.

Nick Suzuki, Montreal Canadiens

Fast alle Experten sind sich einig, dass Center Nick Suzuki von den Montreal Canadiens in diesem Ranking ganz oben auftauchen muss. Nicht ohne Grund wurde der 26-jährige Kanadier mit riesigem Abstand mit der Selke Trophy für den besten Defensivstürmer in der gesamten NHL ausgezeichnet. Der explosive Schlittschuhläufer markierte vorne über 100 Punkte (82 Spiele, 29-72-101) und hatte starke Defensiv-Werte wie eine Plus-Minus-Bilanz von +37, 62 Checks, 62 Blocks und 50,4 Prozent gewonnener Faceoffs. Vor allem aber waren es die weiten Wege zurück, die Suzuki als Kapitän seiner Mannschaft konsequent ging.

BOS@MTL: Suzuki wird vor dem Tor angespielt und flippt den Puck mit der Rückhand ins Tor

Anthony Cirelli, Tampa Bay Lightning

Gleiches gilt auch für Mittelstürmer Anthony Cirelli von den Tampa Bay Lightning. In 71 Spielen markierte er 52 Scorerpunkte (23-29-52), leistete aber allseits wertvolle Defensivarbeit. Diese liest sich in Zahlen mit einem Plus-Minus-Wert von +38, 50 Checks, 47 Blocks und er startete 32,3 Prozent seiner Wechsel in der Defensivzone. Auch erhielt der 29-jährige Kanadier als Experte im Penalty Killing die meiste Eiszeit unter allen Lightning-Stürmern in Unterzahl (im Schnitt 2:38 Minuten/Spiel). Dank seiner harten (Defensiv-)Arbeit landete Cirelli im Selke-Ranking hinter Suzuki auf Rang zwei.

Brock Nelson, Colorado Avalanche

Brock Nelson, Center der Colorado Avalanche, half seiner Mannschaft enorm mit seinem Zwei-Wege-Spiel weiter. Der 34-jährige US-Amerikaner kam in 81 Spielen auf 65 Punkte (33-32-65), +15, 50,4 Prozent gewonnene Faceoffs, 38 Checks und 65 Blocks. Bei den Avalanche erhielt er unter den Angreifern zudem die drittmeiste PK-Eiszeit (1:51 Minuten/Spiel) und startete 33,1 Prozent seiner Wechsel in der Defensivzone, wo er seine 1,91 Meter und 91 Kilogramm vor dem Tor gekonnt einzusetzen wusste. Nelson zählte zu den drei Finalisten für die Selke Trophy.

Jordan Staal, Carolina Hurricanes

Jordan Staal sammelte bei den Carolina Hurricanes in 75 Spielen zwar nur 36 Punkte (20-16-36), doch der Routinier leistete gleichzeitig unbezahlbare Defensivarbeit. Der 37-jährige Kanadier gewann 55,5 Prozent seiner Faceoffs, darunter 53,4 Prozent der Bullys in der Defensivzone. Ein Drittel seiner Wechsel (33 Prozent) starteten in der Defensivzone (teamintern kommt unter den Stürmern nur Noah Philp auf einen höheren Anteil). Zudem erhielt er die meiste Eiszeit im Penalty Killing unter allen Hurricanes-Angreifern (2:14 Minuten/Spiel). 166 Checks und 48 Blocks runden das Profil des Defensiv-Centers ab.

Mitch Marner, Vegas Golden Knights

Mitch Marner zählt zu den technisch besten Skatern in der gesamten NHL und setzt diese Fähigkeit auch ein, um schnell nach hinten zu arbeiten. Der Flügelflitzer der Vegas Golden Knights sammelte als genialer Spielmacher in 81 Spielen 80 Scorerpunkte (24-56-80) und verstärkte gleichzeitig die Defensive mit viel Laufarbeit sowie als aktiver Penalty Killer. Bei 46 Blocks schonte der 29-jährige Kanadier seinen Körper nicht.

CAR@VGK: Marner baut im zweiten Drittel mit einem „Natural Hattrick“ die Führung aus

Nico Hischier, New Jersey Devils

Der Schweizer Nico Hischier taucht jedes Jahr in einem solchen Ranking auf. Kein Wunder: Der Kapitän der New Jersey Devils geht in Sachen Defensivarbeit stets mit gutem Beispiel voran. In 82 Spielen bringt es der Mittelstürmer auf 66 Scorerpunkte (28-38-66), aber auch auf starke 55,8 Prozent Erfolgsquote am Faceoff-Punkt, darunter 55 Prozent in der Defensivzone. Als Bully-Experte fing der 27-Jährige aus Naters 35,9 Prozent seiner Wechsel in der Defensivzone an. Hischier kam auf 58 Checks und 62 Blocks und erhielt unter allen Devils-Stürmern die zweitmeiste Zeit im PK (1:49 Minuten/Spiel).

Hischiers Top-5-Tore der Saison 2025/26

Claude Giroux, Ottawa Senators

Die beste Faceoff-Quote in der Defensivzone unter allen NHL-Spielern mit mindestens 41 Spielen und 100 ausgeführten Defensiv-Bullys hatte Claude Giroux von den Ottawa Senators, was ihn zu einem gefragten Mann machte. Entsprechend begann der 38-jährige Kanadier 34,6 Prozent seiner Wechsel in der Defensivzone und erhielt zudem die viertmeiste PK-Eiszeit unter den Senators-Stürmern (1:24 Minuten/Spiel). Der Routinier zählt überhaupt zur Kategorie „Verlässlicher Center“: In 82 Spielen markierte er 49 Punkte (14-35-49) mit einer +20 und 63,1 Prozent gewonnener Faceoffs bei 65 Checks und 27 Blocks.

Kiefer Sherwood, erst Vancouver Canucks, dann San Jose Sharks

Kiefer Sherwood war ein unangenehmer Gegenspieler - erst bei den Vancouver Canucks, und nach einem Trade bei den San Jose Sharks. Der 1,83 Meter große und 88 Kilogramm schwere Rechtsschütze ging mit seiner Physis unter die Haut und fuhr mit 339 Checks die meisten unter allen NHL-Spielern mit mind. 15 Minuten Eiszeit/Spiel. Der 31-jährige US-Amerikaner begann 33,5 Prozent seiner Wechsel in der Defensivzone und kam in 72 Spielen dennoch auf 36 Punkte (23-13-36).

Timo Meier, New Jersey Devils

Mit Timo Meier schaffte es ein weiterer Schweizer von den New Jersey Devils in diese Bestenliste. Warum? Der 29-jährige aus Herisau wurde von seinem Team als Defensiv-Waffe eingesetzt und startete 37,4 Prozent seiner Wechsel in der Defensivzone, was den ligaweiten Bestwert unter allen Stürmern mit mindestens 41 Spielen und 15 Minuten Eiszeit/Spiel bedeutet. Meier sammelte als Power Forward in 77 Spielen 44 Punkte (24-20-44), teilte 131 Checks aus und blockte 53 Schüsse.

NJD@DAL: Meier bleibt dran und erzielt nach Vorarbeit von Hischier ein überfälliges Tor

Elias Pettersson, Vancouver Canucks

Center Elias Pettersson hatte bei den kriselnden Vancouver Canucks keine leichte Saison, wusste aber mit 108 geblockten Schüssen - die meisten unter allen Stürmern mit mindestens 15 Minuten Eiszeit/Spiel - durchaus zu glänzen. In 74 Spielen gelangen dem 27-jährigen Schweden 51 Scorerpunkte (15-36-51) und er begann 35,2 Prozent seiner Wechsel in der Defensivzone.

Im weiteren Kreis (in alphabetischer Reihenfolge):

Sebastian Aho (Carolina Hurricanes), Noah Cates (Philadelphia Flyers), Dylan Cozens (Ottawa Senators), Will Cuylle (New York Rangers), Jack Eichel (Vegas Golden Knights), Joel Eriksson-Ek (Minnesota Wild), Yanni Gourde (Tampa Bay Lightning), Brandon Hagel (Tampa Bay Lightning), Ryan Hartman (Minnesota Wild), Shane Pinto (Ottawa Senators), Sam Reinhart (Florida Panthers), Nick Schmaltz (Utah Mammoth), Alex Tuch (Buffalo Sabres), Alex Wennberg (San Jose Sharks), Tom Wilson (Washington Capitals)

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