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Nch einer spannenden und ereignisreichen NHL-Saison 2025/26 gilt es, Bilanz zu ziehen. NHL.com/de wirft einen Blick auf die besten Spieler, Spezialisten, Formationen und Funktionäre.

In der heutigen Ausgabe: Die fünf besten Shootout-Spezialisten.

Trevor Zegras (Philadelphia Flyers)

Sieben Shootout-Tore, kein Spieler traf 2025/26 häufiger. Bei 13 Versuchen ergibt das eine Quote von 53,8 Prozent. Vor allem aber lieferte der Center in seiner ersten Saison nach dem Trade von Anaheim nach Philadelphia immer dann ab, wenn die Flyers ihn wirklich brauchten. Sein Markenzeichen kennt mittlerweile jeder Torhüter der Liga, verteidigen kann es trotzdem kaum jemand.

PHI@LAK: Zegras und Michkov führen die Flyers zum Sieg im Shootout

Zegras läuft langsam an, zieht auf die rechte Seite an die Bande, nimmt etwas Geschwindigkeit auf, lässt den Goalie so lange warten, bis der sich als Erster bewegen muss und schließt dann eiskalt ab. Anthony Stolarz, der in Anaheim noch mit ihm zusammenspielte, hat den Erfolg seines früheren Teamkollegen genau damit erklärt. Der König des Shootouts trägt derzeit Orange.

Kirill Marchenko (Columbus Blue Jackets)

Mitte März, Gegner Philadelphia. Marchenko läuft an, wartet ungewöhnlich lange und verlädt Dan Vladar am Ende mit der Rückhand. Die Szene passt zu einer Saison, in der der Flügelstürmer bei sechs seiner neun Anläufe traf (66,7 Prozent). 

Seit seinem NHL-Debüt hat der Russe zehn von 15 Versuchen verwandelt, einer der besten Werte der Ligageschichte. Zusammen mit Teamkollege Kent Johnson, der fünf seiner sieben Versuche nutzte, bildete er obendrein das wohl gefährlichste Shootout-Duo der Liga. Um diese Disziplin müssen sich die Blue Jackets jedenfalls keine Sorgen machen.

CBJ@SEA: Coyle und Greaves ragen für die Blue Jackets im Penaltyschießen heraus

Jack Quinn (Buffalo Sabres)

Effizienter ging es in diesem Ranking nirgends. Fünf Treffer bei sechs Versuchen, macht 83,3 Prozent. Kein Sabres-Spieler hat in einer einzelnen Saison mit mindestens fünf Anläufen jemals besser getroffen. Eine Eintagsfliege ist das nicht. Zehn Tore aus 15 Karriereversuchen bedeuten Platz eins in der ewigen Rangliste der Sabres, und ligaweit liegt bei mindestens zehn Versuchen überhaupt nur Zegras vor ihm. In Buffalo haben sie damit eine Gewissheit einen Shootout-Spezialisten in ihren Reihen zu wissen.

BUF@MIN: Thompson, Quinn und Östlund treffen im Penaltyschießen

Cole Caufield (Montreal Canadiens)

Seine Saisonbilanz liest sich exakt wie die von Marchenko, sechs Tore bei neun Versuchen, ebenfalls 66,7 Prozent. Dass Montreals Scharfschütze dennoch eher hinter Marchenko rangiert, hat mit der langfristigen Statistik zu tun. Über die gesamte Karriere trifft Caufield bei etwa vier von zehn Versuchen, 2025/26 aber war auf seinen Abschluss Verlass. Bestätigt Caufield seine Verbesserung im kommenden Jahr, würde er sich an der Spitze der Shootout-Spezialisten festsetzen.

FLA@MTL: Caufield, Texier und Dobes führen die Canadiens zum Sieg

Adrian Kempe (Los Angeles Kings)

42,9 Prozent klingen erst einmal nach Mittelmaß. Allerdings greift die Quote allein bei Kempe zu kurz. Kein Spieler trat 2025/26 häufiger an, 14-Mal schickten die Kings ihren Schweden aufs Eis, sechs Mal traf er. Seine sechs Treffer bedeuteten den geteilten zweiten Rang der Liga hinter Zegras. Dazu kommt das wiederholte Vertrauen der Trainerbank, im Shootout die vielleicht ehrlichste Währung. Wer derart oft nominiert wird, hat sich das über Jahre erarbeitet. Seit einem Jahrzehnt trägt Kempe das Trikot der Kings, mehr als 200 Karrieretore stehen zu Buche. Wenn nach der Overtime noch immer alles offen ist, führt in Los Angeles ohnehin kein Weg an ihm vorbei.

LAK@STL: Kempe und Moore treffen für die Kings im Shootout

Ehrenvolle Erwähnungen

Jesper Bratt blieb für die New Jersey Devils bei fünf Versuchen makellos, 100 Prozent. Nur steht dem eine Karrierequote von 34,4 Prozent gegenüber, die den perfekten Lauf als Ausreißer einordnet. Auch Mason McTavish verpasst die Liste knapp. Der Anaheim-Stürmer versenkte fünf seiner sechs Anläufe, für ein endgültiges Urteil ist seine Karrierebilanz aber schlicht noch zu kurz. 

Unterm Strich entscheidet im Shootout selten der spektakulärste Move, viel öfter die Fähigkeit, einen guten Versuch immer und immer wieder abzurufen. Zegras, Marchenko und Quinn haben beides, das Talent für den großen Moment und die Konstanz.

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