Penguins

Bevor die Preseason 2023/24 am 24. September beginnt, wirft NHL.com/de einen tiefgehenden Blick auf jedes Team.

Heute: Pittsburgh Penguins

Hinter den Pittsburgh Penguins liegt die größte Enttäuschung der Ära Crosby. Das Team beendete die reguläre Saison mit 91 Punkten (40-31-11) auf dem fünften Platz der Metropolitan Division und verpassten die zweite Wildcard der Eastern Conference um nur einen Punkt. Es war das erste Mal seit 2006, dass die Penguins die Stanley Cup Playoffs verpassten.

Kyle Dubas war in seinem ersten Sommer als General Manager der Pittsburgh Penguins äußerst aktiv. Nachdem er den Job am 1. Juni bekommen hatte, verließen die Stürmer Jason Zucker und Josh Archibald sowie die Verteidiger Brian Dumoulin und Jeff Petry das Team, dafür sorgte Dubas mit vier Angreifern und zwei namhaften Verteidigern für Verstärkung.

Im Angriff wird Reilly Smith Zucker ersetzen. Mit den Verpflichtungen von Noel Acciari, Lars Eller und Matt Nieto soll eine Problemzone der Penguins angesprochen werden. Die Spitzenspieler in den ersten beiden Reihen lieferten nach wie vor ihre Punkte. Crosby, Evgeni Malkin, Jake Guentzel, Bryan Rust und Rickard Rakell brachten ihre Leistung und sorgten für Tore, obwohl sie bis auf Guentzel alle bereits ihren 30. Geburtstag hinter sich haben und Malkin für einen NHL-Spieler mit 37 bereits ein stolzes Alter erreicht hat. Die Tiefe fehlte in der Offensive aber. Aus der dritten und vierten Reihe kamen zu wenig Beiträge. Genau hier sollen Eller, Nieto und Acciari Abhilfe schaffen.

rakell

In der Abwehr gelang Dubas der größte Coup. Der GM lockte Erik Karlsson nach Pittsburgh, nachdem der schwedische Veteran mit 101 Punkten (25 Tore, 76 Punkte) zum dritten Mal in seiner Karriere die Norris Trophy für den besten Verteidiger der NHL gewonnen hatte. Er wird die Abwehr gemeinsam mit Kris Letang anführen, der alle Verteidiger in der Franchise-Geschichte der Penguins nach Spielen (1.005), Punkten (691), Toren (156) und Assists (535) anführt. Voraussichtlich wird einer von beiden mit Neuzugang Ryan Graves antreten, der andere mit Marcus Pettersson.

Im Tor gaben die Penguins ihren zweiten Torwart Casey DeSmith ab und nahmen dafür Alex Nedeljkovic unter Vertrag. Er wird Tristan Jarry unterstützen, der vergangene Saison eine Bilanz von 24-13-7 bei 90,9 Prozent Fangquote, durchschnittlich 2,9 Gegentoren pro Spiel und zwei Shutouts vorzuweisen hatte.

Auf dem Trainerposten vertraut Dubas weiterhin auf Mike Sullivan, der in seine neunte Saison als Cheftrainer in Pittsburgh geht und zwei Mal den Stanley Cup holte. Mit der Verstärkung durch die Neuzugänge soll er das Team zum achten Mal in neun Jahren in die Playoffs führen, doch die Konkurrenz in der Metropolitan Division ist stark.

Voraussichtliche Aufstellung

Jake Guentzel – Sidney Crosby – Bryan Rust
Rielly Smith – Evgeni Malkin – Rickard Rakell
Matt Nieto – Jeff Carter – Noel Acciari
Drew O'Connor – Lars Eller – Vinnie Hinostroza

Ryan Graves – Erik Karlsson
Marcus Pettersson – Kris Letang
Pierre-Olivier Joseph – Chad Ruhwedel

Tristan Jarry
Alex Nedeljkovic

Scratches: Rem Pitlick, Alexander Nylander, Mark Friedman

Top-Talent, auf das man achten muss

Owen Pickering (D)

Pickering blieb vergangene Saison in acht Spielen für die Wilkes-Barre/Scranton Penguins in der American Hockey League zwar ohne Punkt, bewies sein Können aber in der Western Hockey League. Er führte die Swift Current Broncos als Kapitän an und steuerte in 61 Spielen 45 Punkte (9 Tore, 36 Assists) bei. Mit 1,91 Meter hat Pickering gute körperliche Voraussetzungen, er beeindruckt aber dank schneller Hände und guter Spielübersicht vor allem durch seinen schnellen und effektiven Spielaufbau.

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Die größte Frage der Penguins

Reichen die Neuzugänge, um die Führungsriege zu unterstützen?

Obwohl Crosby, Letang (beide 36) und Malkin (37) nicht mehr die jüngsten sind, haben sie durchaus noch die Qualität, um ein Team in die Playoffs zu führen. Doch ob die Tiefe in der Offensive dieses Jahr ausreicht, bleibt abzuwarten. Der Angriff muss sich von seiner besten Seite präsentieren, besonders wenn man bedenkt, dass die Defensive vergangene Saison mit 3,21 Gegentoren pro Spiel ligaweit nur auf Platz 19 lag und Neuzugang Karlsson seine Stärken vor allem als Offensivverteidiger hat.

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