Erik Karlsson fantasy spin

Vom 1. August an nimmt NHL.com/de in der Serie 32 in 32 täglich ein Team der Liga mit Blick auf die Saison 2023/24 unter die Lupe. Die zweiteilige Bestandsaufnahme besteht aus einer Analyse der wichtigsten personellen Veränderungen, der Schlüsselspieler, der Stärken und Schwächen, der Playoff-Chancen und einem gesonderten Spielerporträt.

In dieser Ausgabe: Erik Karlsson von den Pittsburgh Penguins

Bei Erik Karlsson verhält es sich wie mit einem guten Rotwein. Je älter er wird, desto besser ist er. In der zurückliegenden Saison knackte der Blueliner, der am 31. Mai seinen 33. Geburtstag feierte, zum ersten Mal in seiner NHL-Laufbahn die Marke von 100 Scorerpunkten. Damit avancierte er zum sechsten Verteidiger der Liga-Geschichte und zum ersten seit 1991/92, der dieses Kunststück vollbrachte. Am Ende der Spielzeit waren 101 Zähler (25 Tore, 76 Assists) aus 82 Einsätzen für ihn registriert. Dennoch verließ er Anfang August die San Jose Sharks und schloss sich den Pittsburgh Penguins an.

Karlsson fühlt sich derzeit nach eigenen Worten pudelwohl, beruflich und privat. "Wenn ich auf meine bisherige Karriere zurückblicke, macht mir das viel Freude. Ich habe seit einiger Zeit wieder Spaß am Eishockey. Zwischendurch hatte ich dieses Gefühl ein wenig vermisst. Ich liebe meinen Sport und was ich sonst tue. Ich denke, dass ich das dieses Jahr allen gezeigt habe", sagte der Ausnahmespieler.

SJS@WPG: Karlsson holt 100. Saisonpunkt mit PPG

Die Ottawa Senators hatten sich die Rechte an Karlsson beim NHL Draft 2008 gesichert. Sie wählten ihn in der ersten Runde an Gesamtposition 15 aus. Am 3. Oktober 2009 gab er seinen Einstand in einem Duell mit den New York Rangers. In diesem Auswärtsmatch im Madison Square Garden trug er sich gleich mit einem Assist in den Spielberichtsbogen ein.

In der Folge reifte Karlsson zu einem der stärksten Offensivverteidiger der Liga heran. Er hat inzwischen 920 Partien in der regulären Saison für die Senators und die Sharks bestritten und 761 Punkte (178 Tore, 583 Assists) gesammelt. In der kommenden Saison winkt ihm der Meilenstein von 1000 NHL-Auftritten. In den Stanley Cup Playoffs sind für Karlsson bis dato 67 Begegnungen und 53 Zähler (acht Tore, 45 Assists) registriert. Siebenmal nahm er am NHL All-Star Game teil, dreimal bekam er die Norris Trophy als bester Verteidiger.

Es war in erster Linie der Erfolgshunger, der den Schweden von seinem Arbeitgeber aus Kalifornien wegzog. Als er 2018 von den Senators zu den Sharks getradet wurde, glaubte er fest, mit dem Team aus der Bay Area seinen Traum vom Gewinn des Stanley Cup wahrmachen zu können. Doch das stellte sich als ein Missverständnis heraus. In allen vier Spielzeiten, in denen Karlsson das Trikot mit dem Hai-Emblem überstreifte, blieben er und seine Mitspieler in der Postseason außenvor. Aus diesem Grund hinterlegte er einen Wechselwunsch. Den erfüllten ihm die Franchise-Verantwortlichen, indem sie einen Deal mit den Penguins und den Montreal Canadiens einfädelten. Der Vertrag des Star-Verteidigers bei den Sharks wäre erst Ende 2026/27 ausgelaufen.

SJS@STL: Karlsson trifft zuerst

"Ich hatte kein bevorzugtes Ziel im Auge. Als die Stanley Cup Playoffs vorbei waren, kamen die Dinge ins Rollen. Zunächst gab es einige Interessenten. Doch zum Schluss blieben nur wenige Mannschaften übrig, die den Transfer stemmen konnten. Pittsburgh zählte dazu", äußerte sich Karlsson zur Vorgeschichte des Trades zum fünffachen Stanley Cup Champion.

Für beide Seiten ist der Wechsel eine Win-Win-Situation. Die Penguins bekommen einen bis in die Haarspitzen motivierten Weltklasse-Verteidiger hinzu. Und für Karlsson ist die Wahrscheinlichkeit, seine Laufbahn doch noch mit dem Stanley Cup zu krönen, in Pittsburgh weitaus höher als in San Jose.

Karlsson ist gespannt auf die ersten Trainingseinheiten mit seinen neuen Teamkollegen. "Ich freue mich, zur Gruppe dazuzustoßen und viele Dinge zu lernen. Zugleich hoffe ich natürlich, der Mannschaft mit meinen Stärken zu helfen, dass sie noch besser wird", hob er hervor. Das unbedingte Streben nach Erfolg sei etwas, das ihm an den Penguins imponiere. "Diese Tugend ist im Umfeld und selbst bei den Spielern, die schon lange dort sind, ganz besonders spürbar", meinte Pittsburghs Neuzugang.

DAL@SJS: Karlsson bringt die Sharks im 3. in Front

Trotz seines überzeugenden Jahres zuletzt bei den Sharks glaubt Karlsson, dass er noch eine Schippe drauflegen kann. "Ich hatte eine tolle Spielzeit und fühlte mich ausgezeichnet. Aber ich glaube durchaus, dass noch etwas mehr geht. Genau das motiviert mich für meinen weiteren Weg", ließ er mit Blick auf die anstehende Spielzeit verlauten.