Für die Schweiz beginnen die Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 am Donnerstag (12:10 Uhr MEZ) mit dem Spiel gegen Frankreich. Einerseits ist es für die Nati der vermeintlich leichteste Gegner in der Monster-Gruppe A, andererseits ist der Druck für eine möglichst gute Platzierung direkt hoch, immerhin warten noch Gegner wie Kanada und Tschechien.
Verstecken muss und möchte sich die Schweiz auf gar keinen Fall - und das aus gutem Grund: Insgesamt zehn NHL-Spieler sind dem Ruf von Bundestrainer Patrick Fischer gefolgt: Kapitän Roman Josi (Nashville Predators), die Assistenzkapitäne Nico Hischier (New Jersey Devils), Kevin Fiala (Los Angeles Kings) und Nino Niederreiter (Winnipeg Jets), Letzterem wurde die Ehre des Fahnenträgers zuteil, erhalten sogar einen Buchstaben auf dem Trikot. Hinzu kommen Torwart Akira Schmid (Vegas Golden Knights), die Verteidiger J.J. Moser (Tampa Bay Lightning) und Jonas Siegenthaler (New Jersey Devils) sowie die Stürmer Philipp Kurashev (San Jose Sharks), Timo Meier (New Jersey Devils) und Pius Suter (St. Louis Blues).
Frankreich hat als krachender Außenseiter in Gruppe A allerdings nichts zu verlieren. Während die Schweiz zuletzt zweimal in Folge WM-Silber einfuhr, konnten die Franzosen bei der jüngsten Weltmeisterschaft 2025 den Abstieg nicht abwenden und werden 2026 wieder in der Division 1 antreten müssen. Der einzige aktive NHL-Profi ist Alexandre Texier von den Columbus Blue Jackets - trotzdem kann die französische Auswahl auf 1075 Spiele NHL-Erfahrung bauen. Dies liegt allen voran an Zwei-Wege-Stürmer Pierre-Edouard Bellemare (40; 700 NHL-Spiele für die Philadelphia Flyers, Vegas Golden Knights, Colorado Avalanche, Tampa Bay Lightning und Seattle Kraken) sowie den weiteren Routiniers Yohann Auvitu (36; 58 NHL-Spiele für die New Jersey Devils und Edmonton Oilers) und Stephane Da Costa (36; 47 NHL-Spiele für die Ottawa Senators). Im Trainerstab von Chefcoach Yorick Treille befindet sich mit Cristobal Huet außerdem ein langjähriger NHL-Torwart (272 NHL-Spiele für die Los Angeles Kings, Montreal Canadiens und Chicago Blackhawks). Insgesamt sechs Franzosen spielen in der Schweizer National Liga.
Das letzte Aufeinandertreffen von Schweiz und Frankreich gab es bei den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City (Endstand: 3:3). Die letzte Begegnung bei einer Weltmeisterschaft war 2022 in Finnland (5:2 für die Schweiz). Vor knapp einem Jahr, im April 2025, entschied die Schweiz zudem zwei Back-to-Back-Freundschaftsspiele für sich (4:3, 5:3). Frankreichs letzter Erfolg war bei der WM 2017 in Deutschland und Frankreich (Endstand: 4:3 n.P.).
Spieler im Fokus
Roman Josi (Schweiz) - Der 35-jährige Abwehrmann aus Bern kommt mit viel Rückenwind aus Nordamerika zu Olympia. Erst kürzlich bestritt Josi sein 1000. Spiel in der NHL und wurde dafür mit dem „Silver Stick“, einem silberfarbenen Schläger, geehrt. Drei seiner letzten vier Partien waren Multi-Punkte-Spiele (2-6-8). Der Kapitän und Franchise-Spieler der Nashville Predators (NHL-Draft 2008, 2. Runde, 38. Stelle; 1007 NHL-Spiele, 201-562-763) ist in der Defensive verlässlich, schaltet sich immer wieder mit offensiven Vorstößen in die Offensive ein und agiert als „Quarterback“ an der blauen Linie im Powerplay. Der 1,87 Meter große Linksschütze ist ein exzellenter Skater, verfügt über einen harten sowie präzisen Schuss und einen hohen Hockey-IQ. Nicht ohne Grund zählt er aktuell zu den fünf besten Scorern der Predators (45 Spiele, 11-28-39), zählte dreimal zu den Finalisten für die Norris Trophy und gewann die Auszeichnung für den Verteidiger mit den besten Allround-Fähigkeiten in der Saison 2019/20.






















