Moritz Seider scheint angekommen. Angekommen in Mailand, angekommen bei dem Turnier, von dem Eishockeyspieler und -Fans in Deutschland seit Jahren träumen, den Olympischen Winterspielen Milano Cortina 2026.
Als der Verteidiger der Detroit Red Wings nach der ersten Trainingseinheit am Montag zum Pressegespräch erscheint, ist ihm die Mischung aus Anspannung und Vorfreude sofort deutlich anzumerken. Er versprüht bereits diese besondere Energie, die nur Olympische Spiele erzeugen können.
Seider verspürt große Vorfreude
„So langsam steigt bei uns allen die Vorfreude“, bestätigt er direkt zu Gesprächsbeginn. „Die Stimmung hier ist wirklich super, so wie sie sein sollte. Unsere erste Trainingseinheit haben wir jetzt auch hinter uns und ich freue mich sehr, hier zu sein“, sagt der 24-Jährige.
Es sind einfache Worte, aber sie transportieren viel. Erleichterung darüber, dass es endlich losgeht. Stolz, Teil dieser Auswahl zu sein. Und die Ahnung, dass in den kommenden Tagen etwas Großes entstehen kann.
Seider gehört trotz seines jungen Alters längst zu den Gesichtern des deutschen Eishockeys. In Detroit trägt der Abwehrspieler viel Verantwortung, spielt in allen Situationen, misst sich Nacht für Nacht mit den besten Stürmern der Welt. Doch Olympia, das ist noch einmal eine andere Bühne. Größer, greller, emotionaler und gleichzeitig persönlicher. Hier geht es schließlich um das Trikot mit dem Adler.
Die ersten Eindrücke im Dorf saugt er auf, auch wenn dafür zwischen ersten Meetings, Training und Erholung von den Reisestrapazen noch gar nicht so viel Zeit war. „Ich habe bisher noch nicht viele andere Athleten getroffen, freue mich aber darauf, dass in den kommenden Tagen noch zu tun“, erzählt Seider. Ein bisschen neugieriger Fan steckt eben auch in einem NHL-Star.


























