WM-Ergebnisse machen Mut
Bei Weltmeisterschaften konnte sich die Schweiz allerdings stets auf einige NHL-Spieler verlassen. Die Ergebnisse waren dementsprechend auch besser. In den vergangenen beiden Turnieren lzog das Team jeweils ins Finale ein und ging mit Silber nach Hause. Das Selbstbewusstsein und die eigenen Erwartungen sind daher groß.
„Ja, das gibt uns Selbstvertrauen“, bestätigte Josi. „Auch bei der Weltmeisterschaft muss man als Team gut spielen. Das gilt hier noch mehr, bei diesen starken Gegnern brauchen wir eine geschlossene Mannschaftsleistung. Wir sind als Mannschaft aber schon lange zusammen. Viele unserer Spieler haben schon bei der WM zusammengespielt, das hilft uns auf jeden Fall.“
Diese Erwartungshaltung war nicht immer selbstverständlich. Als Josi seine Karriere begann, war das Erreichen des Viertelfinales bei der WM schon ein gutes Ergebnis. Heute wäre das Aus vor dem Halbfinale eher eine Enttäuschung. Die Evolution des Sports in der Schweiz über die vergangenen 15 Jahre ist beachtlich.
„Das Eishockey in der Schweiz hat sich in den vergangenen Jahren verändert“, betont Nico Hischier, der bei den New Jersey Devils genau wie Josi das C des Kapitäns auf der Brust trägt. „Wir haben immer mehr Spieler in der besten Liga der Welt. Die Qualität steigt und meiner Meinung nach ist auch die Schweizer Liga auf einem wirklich hohen Niveau. Wir haben auch großartige Spieler aus der Heimat. Sie können echt Eishockey spielen. Es macht Spaß mit dieser Mannschaft hier zu sein und das Schweizer Eishockey hat einen super Job bei der Entwicklung junger Spieler und der Verbreitung des Sports gemacht.“
Eingespielte Mannschaft mit Verstärkung
Ein Vorteil der Schweiz gegenüber den Top-Nationen wie Kanada, den USA und Schweden ist, dass die meisten Spieler dieser Teams nie miteinander gespielt haben. In der Schweizer Mannschaft kennt man sich. Praktisch jedes Mitglied der Mannschaft ist schon mit einigen oder sogar den meisten seiner Teamkollegen in der Nationalmannschaft angetreten. Allerdings war die Mannschaft noch nie in dieser Zusammensetzung bei einem Turnier, da die NHL-Spieler bei Olympia fehlten und während der WM einige von ihnen noch in den Stanley Cup Playoffs aktiv waren.
Die Verstärkung aus Nordamerika verändert die Mannschaft nun gewaltig. Ganze zehn NHL-Spieler sind dieses Mal dabei. Dazu kommen Spieler wie Dean Kukan, Denis Malgin und Sven Andrighetto, die mittlerweile wieder in der Schweizer National League spielen, aber einige Erfahrung in der NHL gesammelt haben. Diese Konzentration an Talent und Qualität gab es so noch nie.
„Ich glaube, das ist das beste Schweizer Team, in dem ich je gespielt habe“, merkte Josi an. „Wir sind zum ersten Mal alle zusammen. Wir hatten gute Weltmeisterschaften, aber da haben immer ein paar Spieler gefehlt. Das ist das erste Mal, dass jeder dabei ist. Wir haben viele wirklich gute Spieler und es ist wirklich aufregend, wenn man sich das Team anschaut und wie wir spielen.“