Alle wichtigen Szenen aus dem Spiel zwischen den Philadelphia Flyers und den Pittsburgh Penguins

Den Pittsburgh Penguins droht in der Ersten Runde der Stanley Cup Playoffs 2026 die Elimination. In der Best-of-7-Serie gegen den großen Rivalen Philadelphia Flyers steht es nach einer 2:5-Auswärtsniederlage am Mittwochabend in der Xfinity Arena nun 0:3.

„Es gibt nicht viel Raum für Fehler, wenn du in einer solchen Situation bist“, sagt Penguins-Kapitän Sidney Crosby. „Das ist die Realität. Fakt ist, dass wir ein Spiel gewinnen müssen. Darauf liegt unser Fokus.“

Starker Start im ersten Drittel

Pittsburgh stand angesichts von zwei Niederlagen auf eigenem Eis bereits in Spiel 3 in Philadelphia gehörig unter Druck. Mit diesem schienen die Penguins zunächst aber gut umgehen zu können, denn Evgeni Malkin traf im Powerplay zum 1:0 (5.).

„Wir hatten ein gutes erstes Drittel und haben angefangen mehr so zu spielen, wie wir es wollen“, attestierte Offensivverteidiger Erik Karlsson.

„Wir haben einfach und hart gespielt. So einfach ist das. Wir haben die Pucks tief gespielt und unser Spiel in der Offensivzone etabliert“, stimmte Stürmer Bryan Rust mit ein.

„Mir hat das erste Drittel gefallen“, befand auch Trainer Dan Muse.

PIT@PHI, GM 3: Seeler baut die Führung per Distanzschuss aus

„Ein Zirkus“: Wildes zweites Drittel als Knackpunkt

Im Mitteldrittel gab es allerdings einen Bruch im Spiel der Penguins. Grund dafür war eine wilde Phase nach Wiederbeginn mit 28 ausgesprochenen Strafminuten in den ersten 4:33 Minuten.

„Das hat alles verändert“, war Muse bedient. „Ich will das nicht als Entschuldigung vorschieben, denn es gibt genug Dinge, die wir besser machen können. Aber das hatte definitiv einen Einfluss auf das Spiel.“

„Es hat sich zu einem Zirkus entwickelt. Das hat das ganze Momentum weggenommen und uns viel Zeit gekostet. Sie haben sich davon ernährt“, beschrieb Crosby die Gefühlslage auf dem Eis.

„Sie haben daraus Kapital geschlagen und sich davon ernährt“, formulierte es Rust ähnlich.

Zumal Pittsburgh mit zwei Extra-Strafminuten aus dieser Phase herausgingen. Das daraus entstandene Powerplay nutzte Philadelphias Trevor Zegras für ein Überzahl-Tor zum 1:1 (26.). Das Momentum war nun auf Seiten der Flyers, die binnen sechs Minuten auf 3:1 davonzogen: Rasmus Ristolainen (30.) und Nick Seeler (32.) erhöhten für die Hausherren.

PIT@PHI, GM 3: Zegras donnert einen Direkt im Powerplay ins Tor

„Wir hatten die Führung, dann haben wir das Spiel aus der Hand gegeben. Wir sollten es besser wissen“, haderte Karlsson.

Karlsson sieht „große Chance“

Im Schlussdrittel brachte Karlsson die Penguins mit einem Schlagschuss im Powerplay zwar wieder auf 2:3 heran (50.), doch das letzte Wort an diesem Abend hatte erneut Philadelphia: Noah Cates in Überzahl (53.) sowie Owen Tippett mit einem „Empty Netter“ (59.) sorgten für den dritten Flyers-Sieg in Serie.

„Wir haben uns am Ende zurückgekämpft und kassieren wieder ein Unterzahl-Gegentor“, ärgerte sich Karlsson.

„Alle Niederlagen sind schwer. Du kannst auch in der Overtime oder mit fünf Toren Unterschied verlieren. Du musst daraus lernen. Es ist gut, dass wir für ein gutes erstes Drittel belohnt wurden. Hoffentlich können wir darauf aufbauen. Wir haben ein paar gute Dinge gezeigt, hatten Zeit in der Offensivzone, haben das Powerplay zum Laufen gebracht“, zählte Crosby die positiven Erkenntnisse auf und blickt vorsichtig optimistisch in die Zukunft: „Hoffentlich können wir in Spiel 4 ein komplettes Spiel zusammenbringen. Am Samstag können wir nicht drei Spiele gewinnen, sondern erstmal nur eines.“

„Do or Die“ bis zum Ende dieser Serie

Spiel 4 steigt am Samstag um 8 p.m. ET (Sonntag, 2 Uhr MESZ) erneut in der Xfinity Arena.

„Unsere volle Konzentration liegt darauf, jetzt erstmal ein Spiel zu gewinnen“, sagt Muse. „Wir wollen diese Serie zurück nach Pittsburgh bringen und dann versuchen, den Spieß umzudrehen.“

„Wir wissen, was uns erwartet und müssen besser mit diesen Emotionen umgehen. Es ist ein Spiel, ein Drittel, ein Wechsel. Wir müssen es nacheinander angehen. Der schwierigste Sieg ist immer der Vierte. Hoffentlich können wir jetzt erstmal anfangen, ein Spiel zu gewinnen“, sagt Routinier Karlsson, der genau weiß, dass nun die gesamte Saison auf dem Spiel steht und deshalb etwas weiter ausholte:

„Wir haben uns selbst in ein Loch gegraben, das für viele wie eine unmögliche Lage aussieht. Am Ende des Tages ist es aber eine großartige Möglichkeit für uns. Wir müssen einen Weg finden, weiterzumachen. Wir wissen jetzt, was uns erwartet. Wir haben jetzt über drei Spiele Dinge getan, die uns nicht geholfen haben. Jetzt heißt es ‚Do or Die‘. Jetzt zeigt sich, aus welchem Holz wir geschnitzt sind. Das müssen wir für uns nutzen und verstehen. Auch 0:3 hinten zu sein, kann Spaß machen. Wir hätten im Oktober viel Geld bezahlt, wenn wir dafür jetzt hier stehen könnten. Das müssen wir verstehen und daran glauben, dass auch wir ein gutes Hockey-Team sind. Nochmal: Wir haben eine großartige Chance.“

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