„Wir hatten die Führung, dann haben wir das Spiel aus der Hand gegeben. Wir sollten es besser wissen“, haderte Karlsson.
Karlsson sieht „große Chance“
Im Schlussdrittel brachte Karlsson die Penguins mit einem Schlagschuss im Powerplay zwar wieder auf 2:3 heran (50.), doch das letzte Wort an diesem Abend hatte erneut Philadelphia: Noah Cates in Überzahl (53.) sowie Owen Tippett mit einem „Empty Netter“ (59.) sorgten für den dritten Flyers-Sieg in Serie.
„Wir haben uns am Ende zurückgekämpft und kassieren wieder ein Unterzahl-Gegentor“, ärgerte sich Karlsson.
„Alle Niederlagen sind schwer. Du kannst auch in der Overtime oder mit fünf Toren Unterschied verlieren. Du musst daraus lernen. Es ist gut, dass wir für ein gutes erstes Drittel belohnt wurden. Hoffentlich können wir darauf aufbauen. Wir haben ein paar gute Dinge gezeigt, hatten Zeit in der Offensivzone, haben das Powerplay zum Laufen gebracht“, zählte Crosby die positiven Erkenntnisse auf und blickt vorsichtig optimistisch in die Zukunft: „Hoffentlich können wir in Spiel 4 ein komplettes Spiel zusammenbringen. Am Samstag können wir nicht drei Spiele gewinnen, sondern erstmal nur eines.“
„Do or Die“ bis zum Ende dieser Serie
Spiel 4 steigt am Samstag um 8 p.m. ET (Sonntag, 2 Uhr MESZ) erneut in der Xfinity Arena.
„Unsere volle Konzentration liegt darauf, jetzt erstmal ein Spiel zu gewinnen“, sagt Muse. „Wir wollen diese Serie zurück nach Pittsburgh bringen und dann versuchen, den Spieß umzudrehen.“
„Wir wissen, was uns erwartet und müssen besser mit diesen Emotionen umgehen. Es ist ein Spiel, ein Drittel, ein Wechsel. Wir müssen es nacheinander angehen. Der schwierigste Sieg ist immer der Vierte. Hoffentlich können wir jetzt erstmal anfangen, ein Spiel zu gewinnen“, sagt Routinier Karlsson, der genau weiß, dass nun die gesamte Saison auf dem Spiel steht und deshalb etwas weiter ausholte:
„Wir haben uns selbst in ein Loch gegraben, das für viele wie eine unmögliche Lage aussieht. Am Ende des Tages ist es aber eine großartige Möglichkeit für uns. Wir müssen einen Weg finden, weiterzumachen. Wir wissen jetzt, was uns erwartet. Wir haben jetzt über drei Spiele Dinge getan, die uns nicht geholfen haben. Jetzt heißt es ‚Do or Die‘. Jetzt zeigt sich, aus welchem Holz wir geschnitzt sind. Das müssen wir für uns nutzen und verstehen. Auch 0:3 hinten zu sein, kann Spaß machen. Wir hätten im Oktober viel Geld bezahlt, wenn wir dafür jetzt hier stehen könnten. Das müssen wir verstehen und daran glauben, dass auch wir ein gutes Hockey-Team sind. Nochmal: Wir haben eine großartige Chance.“