Wenn bei Familie Aho das Telefon klingelt, ist Eishockey aber nicht das einzige Thema. "Ich rufe fast jeden Tag an, zumindest ein paar Mal in der Woche und rede mit ihnen über alles, nicht immer über Eishockey. Manchmal heitert es mich auf, wenn ich schlecht gelaunt bin. Sie unterstützen mich immer, was mir viel bedeutet", berichtet Sebastian Aho. "Meine Schwester und meine Mutter bringen mich immer auf andere Gedanken. Wenn ich nicht über Eishockey reden möchte, dann rufe ich sie an und kann abschalten."
Komplett von der Familie abnabeln, das kann sich der Linksschütze nicht vorstellen: "Ich denke nicht, dass sich das ändern wird. Ich bin immer noch ein junger Typ, der seine Familie noch oft braucht. Wir werden sehen."
Grubauer: "Ohne meine Eltern würde ich nicht hier stehen"
Wie nahe sich Spieler und ihre Familien stehen, zeigte auch das Stanley-Cup-Finale 2018. Auf den Tribünen drückten Mama Susi und Papa Peter Grubauer die Daumen für ihren Sohn Philipp und waren die ersten Gratulanten beim frisch gebackenen Champion. "Ich könnte stolzer nicht sein", sagte Susi Grubauer damals auf dem Eis in Las Vegas. "Besser kann man es nicht ausdrücken", schloss sich Peter Grubauer an.
Die Grubauers verpassten kein Spiel ihres Sohnemanns und fieberten vor dem TV im oberbayerischen Rosenheim mit. "In Wahrheit bin ich noch zehn Jahre jünger", sagte Susi Grubauer angesichts der Strapazen. "Der Stanley Cup ist auch für die Eltern ein harter Weg. Es ist der Wahnsinn", pflichtete Peter Grubauer lachend bei. "Unter der Woche ist es wegen der Zeitverschiebung ganz schwer, das macht es schon hart, zuzuschauen."
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"Es freut mich natürlich, dass sie sich jedes Spiel anschauen, auch wenn sie nicht live dabei sein können", freute sich Philipp Grubauer und bedankte sich im Moment des Sieges vor allem bei seinen Eltern: "Ohne meine Eltern würde ich nicht hier stehen. Was sie all die Jahre dafür gegeben haben, dass ich rübergehen kann nach Kanada. Das bedeutet mir umso mehr."
In der Saison 2018/19 steht Grubauer bei den Colorado Avalanche zwischen den Pfosten -8500 Kilometer entfernt von Familie und Freunden in Rosenheim.
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Familientreffen bei den Draisaitls
Das nächste Familientreffen steht übrigens schon kurz bevor: Im Rahmen der 2018 NHL Global Series Challenge am 3. Oktober kommt es zum Aufeinandertreffen von Leon Draisaitl mit seinem Vater Peter. Der 22-jährige Leon wird für die Edmonton Oilers auf Torejagd gehen, während der 52-jährige Peter als Trainer hinter der Bank der Gastgebenden Kölner Haie steht.
"Es ist etwas ganz Besonderes für mich, gegen die Haie zu spielen", so der gebürtige Kölner Leon Draisaitl. "Mein Vater ist der Trainer, es wird Spaß machen." Normalerweise trennen die beiden mehr als 7000 Kilometer.