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Das Warten hat schon bald ein Ende. Seit dem 9. Mai, dem Tag des 4:0-Sweeps gegen die Philadelphia Flyers in der Zweiten Runde der Stanley Cup Playoffs 2026 haben die Carolina Hurricanes kein Spiel mehr gehabt. Am Montagabend wird sich final klären, wie der Gegner im am Donnerstag (8 p.m. ET; Freitag, 2 Uhr MESZ) beginnenden Eastern Conference Finale heißen wird: Buffalo Sabres oder Montreal Canadiens.

Genug der Enttäuschungen

Carolina taucht bereits zum vierten Mal in den letzten acht Jahren (2019, 2023, 2025, 2026) in einem Eastern Conference Finale auf - nicht ein einziges Mal gelang der Einzug ins Stanley Cup Finale.

„Diese Mannschaft hat schon viel erlebt“, sagt Hurricanes-Kapitän Jordan Staal. „Das gilt sowohl für die Jungs, die schon lange hier sind, als auch für die, die erst seit Kurzem dabei sind. Wir haben viel durchgemacht und hoffen, dass es diesmal anders laufen wird.“

2019 wurde Carolina von den Boston Bruins sowie 2023 von den Florida Panthers gesweept (0:4). Auch 2025 gab es geben Florida nichts zu holen (1:4). Die Bilanz aus den letzten drei Eastern Conference Finals lautet nach Siegen also 1:12. Das Team aus Raleigh hat genug von Enttäuschungen.

CAR@PHI, Sp4: Blake schickt Hurricanes ins Eastern Conference Finale

„So lernt man“, betont Trainer Rod Brind’Amour, der Kapitän der Hurricanes-Mannschaft war, die 2006 den Stanley Cup gewann. „Man muss durch schwierige Phasen gehen, und ich glaube, das prägt einen als Person und als Team. Die Spieler, die das schon durchgemacht haben, werden dadurch nur stärker.“

So sieht das auch Stürmer Sebastian Aho: „Man schöpft Selbstvertrauen aus seinen guten Leistungen, muss aber auch aus Fehlern oder eigentlich allem anderen lernen. So läuft das während der gesamten Karriere. Man versucht einfach, ein besserer Eishockeyspieler zu werden, also nutzt man natürlich all die Erfahrungen, die man gesammelt hat.“

Härter als im Vorjahr

Egal, wer der Gegner im Eastern Conference Finale wird - Carolina befindet sich erneut im Auge des Hurrikans und vertraut voll auf seine eigenen Stärken.

„Wir haben das Gefühl, dass wir uns an die Spielweise dieser Spiele anpassen können, und ich glaube, dass wir dafür vielleicht einen anderen Ansatz brauchen als in den ersten beiden Serien“, so Flügelstürmer Jordan Martinook. „Wir haben in jeder Reihe so viel Schnelligkeit, und ich denke, wenn man es mit den schnellen Reihen der anderen Teams aufnehmen kann, ist das definitiv ein großer Vorteil.“

Die wohl größte Stärke ist die Defensive, die kaum Tore und Schüsse zulässt und mit Frederik Andersen bislang einen kaum bezwingbaren Goalie zwischen den Pfosten weiß.

„Wir sind dieses Jahr einfach ein bisschen Härter“, glaubt Jarvis. „Das ist etwas, was uns in der Vergangenheit vielleicht gefehlt hat. Wir haben Spieler, die bereit sind, sich zu behaupten und füreinander einzustehen, und wir sind eine wirklich gute Truppe, was das angeht, dass wir uns von niemandem herumschubsen lassen. Wir behaupten uns und sind in der Lage, diese harten Spiele zu bestreiten. Und wenn man gerade einen Torwart wie Freddie hat, der so gut spielt, ist es schwer, uns zu schlagen."

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