Konsta Helenius #94 celebrates with Jack Quinn #22 of the Buffalo Sabres after scoring a second period goal against the Montréal Canadiens in Game Six of the Second Round of the 2026 Stanley Cup Playoffs at Bell Centre on May 16, 2026 in Montreal, Quebec, Canada. (Photo by Minas Panagiotakis/Getty Images)

Die Buffalo Sabres haben sich mit dem 8:3 am Samstag ein Spiel 7 in den Stanley Cup Playoffs erarbeitet.

Alex Tuch, der stellvertretende Kapitän der Buffalo Sabres, führt den Erfolg nicht zuletzt auf die Mentalität zurück: „Wenn man manchmal fast alles zu verlieren hat, betrachtet man die Situation irgendwie so, als hätte man gar nichts zu verlieren. Das klingt verwirrend, aber man geht einfach raus und gibt absolut alles, was man hat.“

Die entscheidende Partie der Zweiten Runde gegen die Montreal Canadiens wird am Montag (7:30 PM ET, Dienstag 1:30 Uhr) stattfinden. Die Ausgangssituation wird eine andere sein, weil für beide Mannschaften eine Niederlage gleichbedeutend mit dem Saisonaus wäre – nicht nur für Buffalo.

Alle wichtigen Szenen aus dem Spiel zwischen den Montreal Canadiens und den Buffalo Sabres

Tuch blickt seinem vierten Spiel 7 entgegen

Alex Tuch weiß genau, wie sich ein siebtes Spiel in den Playoffs anfühlt. Er spielte drei Spiele 7 für die Vegas Golden Knights und gewann zwei davon.

Seine Erfahrung lautet: „Du musst einfach rausgehen und arbeiten. Du gehst einfach raus und versuchst, den Gegner zu übertrumpfen.“ Allerdings ist ihm bewusst, dass die Nervosität dabei eine Rolle spielt: „Jeder wird nervös sein. Alle sind in der gleichen Situation. Wenn du nicht nervös bist, wärst du kein Mensch.“

Dennoch hätte er viel Spaß an solchen Entscheidungsspielen. „Das ist der Grund, warum wir Eishockey spielen. Genau davon hast du geträumt, als du Straßenhockey gespielt hast. Verdammt, ich habe in den letzten drei, vier Monaten, in denen ich zu Hause war, jeden einzelnen Tag Mini-Hockey mit meinem ältesten Sohn gespielt“, erzählt er. „Es sind genau diese Dinge, von denen man träumt. Und das in den Playoffs zu erleben, in unserem Fall im KeyBank Center, ist ein wahr gewordener Traum.“

Vier der sechs Spiele gewann das Auswärtsteam

Auch wenn das Spiel in Buffalo stattfindet, muss dies nicht von Vorteil sein. Im Gegenteil: Es scheint eher einen Auswärtsvorteil zu geben.

Das Auswärtsteam hat in dieser Serie vier der sechs Spiele gewonnen. „Es gibt dafür keine wirkliche Logik oder Erklärung. Ich zerbreche mir darüber auch schon den Kopf“, sagt Tuch. Er spielt gerne vor eigenem Publikum, sagte aber über die Auswärtsstärke: „Das spricht für die Widerstandsfähigkeit unserer Mannschaft.“

Buffalo hat in den laufenden Playoffs fünf der sechs Auswärtsspiele gewonnen. Trainer Lindy Ruff hat daher eine außergewöhnliche Idee: Er möchte aus dem Heimspiel gewisserweise ein gefühltes Auswärtsspiel machen – zumindest was die Routine betrifft. Soll bedeuten: Das Heimspiel soll von den Abläufen her ähnlich wie ein Auswärtsspiel gestaltet werden, einschließlich eines möglichen Hotelaufenthalts in Buffalo.

„Wir sind noch in der Planung, aber wir werden versuchen, die Routine ein wenig zu ändern“, kündigte Ruff an. Er möchte die Mannschaft am Tage vor dem Spiel sogar von der Eisbahn fernhalten, weil sie auch am Tage vor Spiel 6 nicht auf dem Eis waren.

Sabres-Trainer erklärt das Erfolgsrezept

Unabhängig von solchen „Psycho-Tricks“ glaubt Ruff an die Qualität seiner Mannschaft: „Wir haben eine große Anzahl von Spielern, die so etwas noch nie erlebt haben. Aber unsere Gruppe kann den Beweis erbringen, wozu sie imstande ist.“

Spielerisch hofft er, dass seine Mannschaft an die zuletzt starke Leistung anknüpfen wird: „Das Ziel ist, Spiel 7 wie Spiel 6 anzugehen. Wir bewegen den Puck schnell, spielen mit viel Tempo, halten die Füße in der Angriffszone in Bewegung und schließen sehr schnell die Lücken in der Verteidigungszone. Das ist unser Rezept.“

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