Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Vegas Golden Knights und den New Jersey Devils

Die Erfolgsgeschichte der New Jersey Devils geht weiter. Gegen die Vegas Golden Knights holten sie am Freitag in der T-Mobile Arena mit einem 5:2-Auswärtserfolg die nächsten Punkte. Dabei überzeugten ihr Neuzugang im Tor und einige ihrer Spitzenspieler einmal mehr.

„Wir entwickeln gerade ein gesundes Selbstbewusstsein“, freute sich Trainer Sheldon Keefe. „Nach der Niederlage im letzten Spiel mussten wir unseren Fokus wiederfinden. Das war ein weiterer starker Gegner. Die Jungs haben aber genauso reagiert, wie wir es wollten... Wenn es darum geht, mit einer Führung zu spielen, war das vielleicht das beste dritte Drittel, das wir in dieser Saison hatten. Eine bessere Antwort hätten wir uns nicht wünschen können.“

Hellebuyck bleibt ungeschlagen

Es wäre zu erwarten gewesen, dass Connor Hellebuyck nach seinem Transfer zu den Devils einige Wochen braucht, um in Form zu kommen. Der Torhüter befand sich bis vor einer Woche in Vertragsstreitigkeiten mit den Winnipeg Jets, seinem vorherigen Team, nachdem er einen Transfer verlangt hatte. Dadurch verpasste er die komplette Saisonvorbereitung und kam diese Saison nicht für Winnipeg zum Einsatz.

Am 23. Oktober kam dann endlich der erhoffte Trade zu den Devils. Hellebuyck ist vielleicht der beste Torhüter seiner Generation und gewann bereits drei Mal die Vezina Trophy für den besten Torwart der Saison. Dennoch war unklar, wie er sich nach einer so langen Pause schlagen würde.

Die Antwort gab der Star-Torwart mittlerweile mit zwei Siegen in zwei Spielen. Am Dienstag bestritt er sein erstes Spiel im neuen Trikot und hielt bei einem 5:1-Sieg gegen die Dallas Stars 17 von 18 Schüssen.

NJD@STL: Hellebuyck zeigt 17 Saves in seinem Debüt für die Devils

Am Freitag bestätigte er dieses Niveau gegen einen weiteren starken Gegner. Die Golden Knights sind aktuell immerhin das fünftbeste Team der Liga und stellen mit 3,47 Toren pro Spiel die zehntbeste Offensive. Hellebuyck kassierte im ersten Drittel zwei Tore, blieb danach aber ohne Gegentor und hielt insgesamt 19 von 21 Schüssen. In seinen beiden Spielen für die Devils kommt er auf eine Fangquote von 92,3 Prozent.

„Er wird in der Hall of Fame landen“, schwärmte Verteidiger Luke Hughes. „Er ist unglaublich. Es macht Spaß, mit ihm zu spielen.“

Hughes-Brüder in erstklassiger Form

Während Hellebuyck den nötigen Rückhalt zwischen den Pfosten bot, lieferten die Hughes-Brüder einmal mehr ihren Beitrag in der Offensive.

Luke Hughes wurde vergangene Saison oft kritisiert. Er hatte zuvor eine Vertragsverlängerung über sieben Jahre für neun Millionen US-Dollar pro Jahr unterschrieben, blieb aber hinter den Erwartungen zurück und verschlechterte sich von 44 Punkten (sieben Tore, 37 Assists) in der Spielzeit 2024/25 auf 35 Punkte (sechs Tore, 29 Assists). Mit seinem Treffer zum 1:0 (6.) erzielte er am Freitag bereits seinen siebten Punkt (fünf Tore, zwei Assists) der aktuellen Saison.

Sein älterer Bruder Jack Hughes hat ebenfalls eine unglückliche Saison hinter sich. Er verletzte sich durch einen Schnitt mit einem zerbrochenen Glas an der Hand, musste operiert werden und verpasste 21 Spiele. Wenn er spielen konnte, war er aber der gewohnt geniale Angreifer und sammelte 77 Punkte (27 Tore, 50 Assists) in 61 Partien.

Diese starke Form setzt er auch in der neuen Saison fort. Mit den Toren zum 3:2 (24.) und dem Empty-Netter zum 5:2-Endstand (58.) schraubte er sein Konto gegen Vegas auf 16 Punkte (sechs Tore, zehn Assists) in 14 Spielen hoch und ist damit der Topscorer der Devils. Das 3:2 gegen die Golden Knights war bereits das 30. Siegtor für die Devils. Diese Marke knackten in der Franchise-Geschichte vor ihm nur neun andere Spieler.

NJD@VGK: Jack Hughes begeistert mit dem 3:2 für die Devils

Gritsyuk überzeugt weiter

Eine positive Überraschung für die Devils ist Stürmer Arseny Gritsyuk, der weiter fleißig Punkte und vor allem Tore liefert. Gegen die Golden Knights glich er zunächst gegen Ende des ersten Drittels zum 2:2 aus (19.).

„Das war so wichtig, weil wir im Wechsel davor ein Tor zugelassen haben“, erklärte Gritsyuk. „Sheldon hat uns gesagt, dass wir einen starken Wechsel brauchen, und den haben wir geliefert... Das hat geklappt, wir sind mit einem 2:2 in die Pause gegangen und hatten ein neues Spiel vor uns.“

Später setzte er sich nach einem Pass des Schweizer Verteidigers Jonas Siegenthaler mit einem beeindruckenden Solo durch, scheiterte mit seinem ersten Schuss noch an Torwart Adin Hill und verwandelte dann den eigenen Rebound mit der Rückhand zum 4:2 (39.).

„Oh, Jack hat mir gezeigt, wie man sowas macht“, scherzte Gritsyuk. „Ich habe es versucht und es hat funktioniert.“

Gritsyuk hat gerade seine Rookie-Saison hinter sich, in der er mit 31 Punkten (13 Tore, 18 Assists) in 66 Spielen durchaus respektable Zahlen lieferte. Diese Werte dürfte er in dieser Spielzeit aber mit Leichtigkeit überbieten, denn nach 14 Spielen steht er schon bei zwölf Zählern (acht Tore, vier Assists).

Devils setzen ihren Lauf fort

Mit einem weiteren Sieg klettern die Devils in der Tabelle auf den zweiten Platz der Metropolitan Division. Sie stehen mit 18 Punkten (9-5-0) zwei Punkte vor den Washington Capitals und sechs Zähler hinter den Carolina Hurricanes, die die gesamte Liga anführen.

„Wir haben ein cooles Team“, lobte Luke Hughes. „Wir glauben an uns und das Selbstvertrauen wird weiter wachsen. Ich sage immer wieder, dass das nicht das Team ist, das wir in einem Monat oder in fünf Monaten sein werden. Wir müssen weiter wachsen und uns verbessern.“

Dabei hatte New Jersey keinen idealen Start in die Saison. Nach acht Spielen stand das Team mit acht Punkten (4-4-0) nur auf dem fünften Platz der Division und dem elften Platz der Eastern Conference. Die Devils gewannen nun aber fünf der vergangenen sechs Spiele. Lediglich gegen die Colorado Avalanche mussten sie am Mittwoch eine 2:5-Niederlage hinnehmen. Sie haben eine kurze, aber anspruchsvolle Auswärtsserie gegen die Stars, Avalanche und Golden Knights hinter sich, während der sie in vier Tagen drei Spitzengegner mit relativ langen Reisezeiten bewältigen mussten.

„Das war eine wirklich große Herausforderung“, unterstrich Keefe. „Das waren natürlich starke Gegner, das muss man betonen und dann kommen noch die langen Wege und andere Zeitzonen dazu. Das war heute ein guter Sieg für die Mannschaft.“

Jetzt dürfen die Devils wieder den Komfort von zwei Heimspielen genießen. Die nächste Begegnung findet am Dienstag statt, wenn die Edmonton Oilers in New Jersey zu Gast sind (7:30 p.m. ET; Mi. 1:30 Uhr MEZ).

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