Die Detroit Red Wings mit dem deutschen Verteidiger Moritz Seider haben sich unbeeindruckt von den Turbulenzen abseits der Eisfläche gezeigt. Am Donnerstagabend gewannen sie ihr Heimspiel gegen die Chicago Blackhawks 4:1. Daran hatte auch Seider seinen Anteil, der gleichzeitig in den ewigen Statistiken nach oben kletterte.
Im ersten Monat der neuen NHL-Saison ist noch nicht alles rund gelaufen für die Red Wings. In der Tabelle ist das Team von Trainer Todd McLellan außerhalb der Playoffränge. Zudem hat der ehemalige Kapitän der Mannschaft, Dylan Larkin, unmissverständlich klargemacht, dass er nicht mehr für Detroit auflaufen will und wird und einen Trade gefordert. Die Red Wings haben ihn nun suspendiert.
Larkin stand in dieser Saison bislang zehnmal für Detroit auf dem Eis, schoss zwei Tore und bereitete vier Treffer vor. Am 1. März 2023 hatte er einen Vertrag über acht Jahre unterzeichnet, der ihm 69,9 Millionen US-Dollar zusicherte. Der Kontrakt läuft noch fünf Jahre. Larkin wurde im NHL Draft 2014 in der ersten Runde an 15. Stelle von den Red Wings gezogen und verbrachte seine bisherige NHL-Karriere bei der Franchise (818 Spiele in der regulären Saison). Er hat bislang 649 Scorerpunkte auf dem Konto (278 Tore, 371 Vorlagen).
Rhythmussuche im ersten Drittel
Von diesen ganzen Störgeräuschen zeigten sich die Red Wings in der heimischen Little Caesars Arena wenig beeindruckt. Aber selbstverständlich waren sie sich der speziellen Situation bewusst. Zudem war es die erste Partie nach einem vier Spiele dauernden Roadtrip durch den Westen der USA und Kanadas. Da hätte das Aufeinandertreffen mit den Blackhawks auch in eine andere Richtung gehen können. Erst recht, als Connor Bedard die Gäste in Führung brachte.
„Wir haben im ersten Drittel noch unseren Rhythmus gesucht, aber dann haben wir Schritt für Schritt das Kommando übernommen und zwei wichtige Punkte eingefahren“, befand Red Wings-Angreifer Alex DeBrincat. Viktor Arvidsson mit einem Hattrick und Lucas Raymond sorgten dafür, dass Detroit am Ende als Sieger vom Eis ging.
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„Der Sieg hat schon ein bisschen mehr bedeutet“, betonte Seider nach der Partie. „Das ist unser Team. Wir haben eine gute Mannschaft. Wir waren früh hinten, haben aber Schritt für Schritt die Kontrolle über das Spiel übernommen.“ Selbstverständlich sei es hart, wenn jemand nicht mehr Teil der Mannschaft sein wolle. „Aber am Ende will man ja, dass er glücklich ist. Und wenn das hier nicht der Fall ist, dann muss es eben woanders sein.“ Er hoffe nun, dass die Red Wings im Gegenzug für Larkin ein gutes Paket bekommen. Aber unabhängig davon habe man hier eine intakte Mannschaft.
Seiders deutliche Worte
„Das sind solche Dinge, die ein Team entweder spalten oder zusammenschweißen können. Ich hoffe, dass das zweite bei uns zutrifft“, meinte Seider weiter. Es sei jetzt aber auch gut, dass endlich hinter sich lassen zu können. „Wir haben Spieler, die froh sind, hier zu sein. Wir freuen uns auf jeden, der kommt, auf alle Picks, die wir bekommen. Dann müssen wir sicherstellen, dass sie schnell ins Team integriert werden.“ Es sei wichtig gewesen, dass man in Detroit nicht eine Situation zugelassen habe wie in Winnipeg, spielte er auf die Geschichte um Torwart Connor Hellebuyck an, der inzwischen zu den New Jersey Devils getradet worden ist.
In eine ähnliche Richtung gingen auch die Aussagen von DeBrincat und McLellan. „Am Ende ist es seine (Larkins) Entscheidung. Wir haben Vertrauen in die Spieler, die da sind. Wir müssen einfach weitermachen“, sagte DeBrincat. Das Team wisse, was es im Stande sei zu leisten. Der Coach zeigte sich dagegen eher genervt ob der Causa Larkin, die sich schon über einige Wochen hinzieht. „Das dauert mir zu lange. Wir haben heute nach dem Auswärtstrip ein sehr gutes Spiel gezeigt. Das hätte auch anders laufen können. Aber die Jungs haben sich zusammengerissen“, lobte der Übungsleiter seine Jungs.
Vor allem zwei Spieler standen bei ihm nach der Partie im Fokus. Zum einen würdigte er Arvidsson, der mit seinem Hattrick wesentlichen Anteil am Erfolg hatte. „Er ist ein super Spieler. Sein Motor läuft immer.“ Die Reihe mit dem Schweden, Emmit Finnie und DeBrincat funktioniere immer besser. „Und er versteht unser System sehr gut.“


















