Bei den Adler Mannheim und der deutschen Nationalmannschaft zählt Marc Michaelis seit Jahren zu den Leistungsträgern. In dieser Saison war der 31 Jahre alte Angreifer zunächst vom Pech verfolgt. Er verletzte sich gleich im ersten Spiel und musste daraufhin eine Zwangspause einlegen. Mittlerweile ist der NHL-erfahrene Kapitän der Adler wieder voll da. Im Exklusiv-Interview mit NHL.com/de sprach er über die Bedeutung des ersten Saisontreffers für einen Stürmer, die Champions Hockey League, den Auftaktknaller bei der Heim-WM 2027 gegen die Schweiz und den World Cup of Hockey 2028.
Hallo Marc, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zum Doppelpack beim Overtime-Sieg der Adler am Dienstag in Köln. Wie hat sich das für dich angefühlt?
Es war schön, endlich einmal wieder für die Arbeit belohnt worden zu sein. Meine Reihenkollegen und ich hatten in den vergangenen Wochen viele gute Spiele gemacht. Jetzt ist endlich der Knoten geplatzt und ich hoffe, dass es in Zukunft so weitergeht wie am Dienstag in Köln.
Es gibt zwar weitere bedeutende Maßstäbe für einen Spieler neben dem Scoring. Ist es als Stürmer trotzdem wichtig und eine Erleichterung, wenn man das erste Saisontor abhaken kann?
Für mich ist es ehrlich gesagt eher nebensächlich, ob ich selbst treffe oder nicht. Ich bin ein Spieler, der lieber anderen die Scheiben auflegt und Torchancen kreiert. Aber es stimmt natürlich, wenn man wie ich jetzt in den ersten fünf, sechs Spielen kein Tor macht, kommen Fragen von verschiedener Seite auf. Deshalb möchte man tatsächlich den ersten Treffer so schnell wie möglich abräumen, damit die Diskussionen aufhören oder im Idealfall erst gar nicht entstehen. Es ist allerdings nicht ungewöhnlich, dass ein Spieler mal ein paar Wochen lang nicht trifft. Das gab es in meiner Karriere auch vorher ab und zu mal. Aber es ist meist nur eine Frage der Zeit, bis es wieder klappt. Man muss einfach selbstbewusst bleiben. Doch viel wichtiger ist mir, dass die Mannschaft performt und gewinnt.
Mit der Verletzung am ersten Spieltag verlief der Saisonauftakt für dich recht unglücklich. Ist es nach einem Ausfall zu einem solch frühen Zeitpunkt besonders schwer, schnell wieder in den Rhythmus zu kommen?
Klar wird man durch eine Verletzung erst einmal zurückgeworfen. Wenn man wieder mitmischen kann, sind die anderen schon eingespielt, man selbst ist jedoch noch nicht so weit. Da hat man dann das Gefühl, dass man seinem gewohnten Fitnesslevel und dem Spielerischen hinterherrennt. Und genauso ist es ja auch. Nach meinem Comeback habe ich in zwölf Tagen sechs Spiele gemacht. Zwei Tage waren frei, aber an denen sind wir gereist. Da konnte ich mich auch nicht richtig erholen. Das macht es nicht einfach, wenn man versucht, sein bestes körperliches Niveau zu erreichen. Aber mit der Zeit läuft es immer besser und die Form, der Rhythmus und das Gefühl fürs Scoring kommen zurück.





















