Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Pittsburgh Penguins und den Utah Mammoth

Die Situation für alle Beteiligten war beängstigend: Kurz nachdem das Teamflugzeug der Pittsburgh Penguins am 20. Oktober, dem Tag nach einem Gastspiel bei den Utah Mammoth, abgehoben hatte, kollabierte Ben Kindel an Bord. Als Grund wurde ein plötzlicher Abfall der Herzfrequenz und des Blutdrucks diagnostiziert, was die Durchblutung des Gehirns verringerte. Am Donnerstag machte der Angreifer den Zwischenfall mit einem spektakulären Comeback vergessen.

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Wieder ging es gegen Utah, diesmal allerdings in der PPG Paints Arena von Pittsburgh. 25 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit erzielte Kindel den vermeintlichen 3:2-Siegtreffer für die Penguins. Doch die Hausherren hatten die Rechnung ohne Logan Cooley gemacht. Der Center der Mammoth glich in der letzten Sekunde zum 3:3 aus und machte damit seinen Hattrick perfekt. In der Verlängerung hatten die Gäste das bessere Ende für sich. Durch den Treffer von Mikhail Sergachev sicherten sie sich den Zusatzpunkt.

UTA@PIT: Sergachev versenkt den Rebound für den Sieg in der Overtime

Für Kindel zählte vor allem, dass er nur neun Tage nach dem Zusammenbruch wieder in den Spielbetrieb zurückkehren konnte. Unmittelbar nach der Rückreise aus Salt Lake City hatten ihn die Ärzte eingehend untersucht und behandelt. In dieser Woche erhielt er grünes Licht, um ohne Einschränkungen am Trainingsbetrieb teilnehmen zu dürfen. Da er in den letzten beiden Einheiten einen starken Eindruck hinterließ, entschied sich Trainer Dan Muse, den Stürmer in der Partie gegen die Mammoth einzusetzen. Er bildete zusammen mit Evgeni Malkin und Egor Chinakhov die zweite Angriffsformation der Penguins.

„Ich würde nicht von besonderen Emotionen sprechen“, gab Kindel nach dem Auftritt einen Einblick in sein Gefühlsleben. „Es ist einfach schön, ein Tor für die Mannschaft zu schießen und einen Beitrag zu leisten, wann immer ich kann.“

In der Schlussminute des letzten Drittels drang Kindel mit dem Puck am Schläger in die Offensivzone vor und spielte einen gefühlvollen Rückhandpass in Richtung Gästetor. Dort kämpfte Malkin um die Scheibe. Im Fallen bugsierte er sie gegen die Schoner von Utahs Schlussmann Sebastian Cossa. Kindel reagierte gedankenschnell, sicherte sich den Rebound und netzte ein.

UTA@PIT: Kindel verwertet seinen eigenen Rebound zur späten Führung

„Ich mag Kindel. Er hat alles, was es für einen erfolgreichen Spieler braucht. Er verfügt über eine gute Technik und ist clever. Ich freue mich sehr, dass er wieder da ist“, äußerte sich Malkin über die Rückkehr seines Teamkollegen nach zwei Spielen Zwangspause. „Ich finde, wir haben insgesamt gut gespielt. Leider sind auch ein paar Fehler dabei gewesen, unter anderem ein folgenschwerer Puckverlust im zweiten Drittel in der neutralen Zone. Aber mit der Leistung im letzten Drittel dürfen wir zufrieden sein“, ergänzte der Flügelstürmer.

Der Treffer von Kindel gegen Utah war sein dritter in der laufenden Saison. Nach zehn Einsätzen sind für den 19 Jahre alten Center sechs Scorerpunkte registriert. Doch die pure Freude nach dem Tor kurz vor Ablauf der 60 Minuten schlug in Enttäuschung um, weil Utah noch ein Ass aus dem Ärmel zog und nach dem späten Ausgleich das Momentum nutzte, um sich in der Overtime durchzusetzen.

Das Duell zwischen Pittsburgh und Utah war erst das zehnte Spiel in der NHL-Geschichte, in dem beide Mannschaften in den letzten 30 Sekunden abwechselnd die Führung und den Gleichstand erzielten. Zuletzt hatte es dies am 7. April 2015 in der Partie der New York Islanders und den Philadelphia Flyers gegeben.

Der dramatische Spielverlauf mit der Niederlage in der Verlängerung sorgte auch bei Kindel für Stirnrunzeln. „Es ist ärgerlich, dass wir heute Abend nicht gewinnen konnten. Wir müssen jetzt den Schalter schnell umlegen und uns auf die Begegnung mit Montreal vorbereiten“, erklärte er.

Von seinem Trainer Dan Muse erhielt Kindel ein Sonderlob, das seine Stimmung heben sollte. „Er hat eine überzeugende Vorstellung geboten. Er hat sich gut bewegt und ist am Puck äußerst aktiv gewesen. Seine Sturmreihe hat etliche Chancen kreiert und am Ende ein wichtiges Tor geschossen. In dieser Szene ist es wichtig gewesen, dass alle nach dem ersten Schuss direkt vor dem Tor geblieben sind“, erläuterte der Coach.

Das Auswärtsspiel der Penguins bei den Canadiens geht am Samstag (7 p.m. ET; So. 1 Uhr MEZ) im Bell Centre über die Bühne.

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