Ein wiederkehrendes Problem mit Folgen
Die Zahlen unterstreichen, dass es sich längst nicht mehr nur um einen Ausrutscher handelt. Bereits 20 Gegentore im zweiten Drittel stehen für Ottawa in dieser Saison zu Buche. Nur die Vancouver Canucks (24) weisen in dieser Hinsicht einen noch schlechteren Wert auf. Fast die Hälfte aller bislang 44 kassierten Treffer entfällt damit auf diesen Spielabschnitt.
Dabei präsentieren sich die Senators vor und nach der zweiten Pause durchaus konkurrenzfähig. Im ersten Drittel kassierten sie lediglich neun Gegentore – der viertbeste Wert der Liga. Im Schlussabschnitt erzielten sie dagegen bereits 18 Treffer und gehören damit ebenfalls zu den offensivstärksten Mannschaften. Die Bilanz im zweiten Drittel fällt mit minus sechs Toren hingegen deutlich negativ aus.
Tim Stützle fand nach der Partie entsprechend deutliche Worte: „Unser zweites Drittel war einfach nicht gut genug. Ähnliche Probleme hatten wir zuletzt schon gegen Vegas. Normalerweise waren wir in dieser Saison in diesem Abschnitt eigentlich ziemlich stark. Diesmal haben wir es aber nicht geschafft, unser Spiel durchzuziehen.“
Stützle sieht die Lösung im Schlussdrittel
Der deutsche Nationalspieler, der gegen Los Angeles drei Assists verbuchte, machte vor allem unnötige Strafzeiten und eine verpasste Gelegenheit im Powerplay für den Einbruch mitverantwortlich. Eine wichtige Überzahlsituation bei vier gegen drei konnte Ottawa nicht nutzen.
Im Schlussdrittel zeigte die Mannschaft dann allerdings ein völlig anderes Gesicht. Mit einem deutlich direkteren Spiel, konsequentem Forechecking und mehr Durchsetzungsvermögen an den Banden kämpften sich die Senators zurück. Dylan Cozens mit zwei Treffern, Drake Batherson und Shane Pinto sorgten schließlich für den Ausgleich. Pinto traf 1:40 Minuten vor dem Ende, nachdem Ottawa bereits den Torhüter zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis genommen hatte.
„Wir haben wieder direkter gespielt, die Scheiben hinter die gegnerische Abwehr gebracht und sie dort aggressiv zurückerobert. So müssen wir auftreten“, erklärte Stützle.