Calgary Flames v Edmonton Oilers

Bei den Edmonton Oilers scheint unter Trainer Mike Babcock eine neue Kultur der Verantwortlichkeit Einzug zu halten. Das jedenfalls machten Leon Draisaitl und Verteidiger Mattias Ekholm am Freitag deutlich. Beide sprachen beim Pressetermin über den gestiegenen Anspruch innerhalb der Mannschaft und die Konsequenzen, wenn einzelne Spieler den Erwartungen nicht gerecht werden. Ein aktuelles Beispiel dafür ist Verteidiger Jake Walman, der beim Mittwochsspiel gegen die Calgary Flames (4:0) als ‚Healthy Scratch‘ aus dem Aufgebot gestrichen wurde.

Für Draisaitl ist diese Entwicklung keineswegs eine Überraschung, sondern vielmehr ausdrücklich erwünscht. Der deutsche Nationalspieler und die Führungsgruppe der Oilers hätten sich bereits im Sommer eine solche Konsequenz vom neuen Trainer gewünscht. Nun werde sie auch umgesetzt. „Wir haben genau das eingefordert, wir brauchen das und wir wollten das. Jetzt bekommen wir es, und das ist eine gute Sache“, erklärte Draisaitl. Dabei gehe es darum, jeden Spieler an denselben Maßstäben zu messen.

Zwar könnten offensiv besonders wichtige Akteure gelegentlich etwas mehr Freiheiten genießen, betonte der Superstar. An der grundsätzlichen Spielweise und der gemeinsamen Einstellung dürfe das allerdings nichts ändern. Jeder müsse seinen Beitrag leisten und sich der Mannschaft unterordnen.

TOR@EDM: Draisaitl erzielt gegen Toronto seine Tore Nummer elf und zwölf

Ekholm sieht neue Maßstäbe

Auch Ekholm betrachtet die Konsequenz des Trainerstabs als wichtigen Bestandteil der neu entstehenden Mannschaftskultur. Die Entscheidung gegen Walman sende eine klare Botschaft: Jeder müsse Abend für Abend seine Leistung bringen. Gleichzeitig versuche er als erfahrener Spieler, betroffene Mitspieler in schwierigen Phasen zu unterstützen. Bei Walman sei er zuversichtlich, dass dieser wieder zu seiner gewohnten Form zurückfinden werde.

Babcock fordert Eigenverantwortung

Coach Babcock selbst machte ebenfalls deutlich, dass Walman seine Situation nicht einfach hinnehmen müsse. Der Verteidiger werde erneut das Gespräch mit ihm suchen und gemeinsam werde man die Lage analysieren. Anschließend liege es allerdings am Spieler selbst, die richtige Reaktion zu zeigen.

„Du musst deine Arbeitsstiefel anziehen, wieder an die Arbeit gehen und dich darüber freuen, jeden Tag hart zu arbeiten. Wenn du dich auf deine Chance vorbereitest, bist du normalerweise auch bereit, wenn du sie bekommst“, erklärte Babcock. Selbstmitleid und mangelnder Einsatz würden dagegen kaum helfen.

Erfolgreicher Saisonstart als Bestätigung

Die neue Konsequenz scheint bislang auch sportlich Früchte zu tragen. Mit einer Bilanz von 9-2-2 sind die Oilers ausgesprochen erfolgreich in die Saison 2026/27 gestartet. Nun steht eine dreiteilige Auswärtstour durch die New Yorker Region an, die am Samstag bei den New York Islanders beginnt.

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