Für Lundell fühlte sich der Hattrick „wie eine Befreiung“ an und das Selbstvertrauen, das er nach vielen vergebenen Chancen in der Saison verloren hatte, schien mit jeder guten Aktion und jedem Treffer weiter zu wachsen. Bei seinem Empty-Net-Tor sei er nervös gewesen, erklärte Lundell, da er aus großer Distanz geschossen habe. Die Scheibe landete im Tor und gab ihm ein unwirkliches Gefühl, das er in 372 Spielen zuvor nicht hatte. Der persönliche Erfolg von Lundell zeigt, wie in Florida andere Spieler Verantwortung übernehmen, wenn Top-Akteure fehlen.
Als Mannschaft zusammengewachsen
Unter den Ausfällen der Panthers sind mit Aleksander Barkov, Brad Marchand (beide Knie), Jacob Markstrom (Oberkörper) und Jonah Gadjovich (Nacken) teilweise zentrale Stammkräfte. Besonders der erneute Ausfall von Kapitän Barkov schmerzt, nachdem er bereits die gesamte Vorsaison verpasst hatte und sich nun, am 1. Oktober, erneut verletzte.
Während Markstrom offenbar kurz vor einer Rückkehr steht, fehlt Gadjovich weiter auf unbestimmte Zeit. Barkov und Marchand haben zwar das Eistraining wieder aufgenommen, gab Maurice ein Update zum Zustand, doch ist mit drei bis vier weiteren Ausfall-Wochen zu rechnen.
Gerade durch die Ausfälle der beiden Angriffssäulen Barkov und Marchand fehlen den Panthers Offensive, Spielstruktur und Führungsqualität – Defizite, die die Mannschaft aktuell ausgleichen kann. „Es hat ein paar Spiele gedauert, bis wir uns daran gewöhnt hatten, Barkov und Marchand zu verlieren“, erklärte Seth Jones. „Aber ich denke, wir sind als Mannschaft wirklich zusammengewachsen.“
Für Maurice sind die Verletzungen kein Grund für einen Umbau: „Die Rollen haben sich nicht wirklich verändert, aber jeder hat einen wichtigen Anteil.“ In den Special Teams können nun auch andere Spieler zeigen, dass sie die zusätzliche Verantwortung annehmen.
Special Teams als Erfolgsgarant
Die Panthers starteten mit einem eher schwachen Powerplay in die Saison, haben sich aber in numerischer Überlegenheit gefunden und liegen nun bei einer Quote von 24,2 Prozent (Rang 11). Gegen die Jets trafen Sam Reinhart und Jones in Überzahl und untermauerten die positive Entwicklung für Florida.
Jones selbst wollte seine Leistung aber nicht an den Punkten gemessen haben: „Ich beurteile mein Spiel nicht anhand von Punkten, sondern danach, wie klug meine Entscheidungen sind und wie effizient ich den Puck aus der eigenen Zone bringe.“ Gegen die Jets legte er neben seinem Tor weitere zwei Tore auf und verbesserte seine Oktoberbilanz auf 18 Punkte (2-16), ein Franchise-Rekord für einen Verteidiger in einem Monat.