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Etwas mehr als zwei Jahre ist es her, als am 29. Juni 2024 der damals neu formierte Utah Hockey Club (bis dahin Arizona Coyotes) mit einem Trade Mikhail Sergachev von den Tampa Bay Lightning erwarb. Den umgekehrten Weg nach Tampa machte ein seinerzeit noch wenig bekannter J.J. Moser, zusammen mit Teamkollege Conor Geekie, sowie zwei Draft-Picks. Der 1,88 Meter große und 82 kg schwere Verteidiger wurde erst als 21-Jähriger in der zweiten Runde gedraftet. Mit der Schweizer Nationalmannschaft belegte er bei den Olympischen Winterspielen 2026 den fünften Rang und scheiterte bei der Heim-WM im Mai dieses Jahres mit 0:1 in der Verlängerung an Finnland.

Moser, hat im Dezember 2025 seinen auslaufenden Zweijahresvertrag vorzeitig um acht Jahre verlängert und nun war es für NHL.com/de an der Zeit, den 26-Jährigen zu seinem Saisonstart zu befragen.

J.J., du bist nun in der ersten Saison deines neuen 8-Jahres Vertrags mit den Tampa Bay Lightning. Wie wichtig war es dir, langfristig hier zu spielen?

Sehr wichtig. Es ist eine unglaublich coole Organisation. Die Stadt ist super schön und natürlich hilft auch das Wetter, wenn es sonnig und warm ist - selbst im Winter. Daher war es keine schwere Entscheidung, auf Dauer hier zu bleiben.

Mit dem neuen 84 Spiele umfassenden Hauptrundenmodus würdest du am Ende deines Vertrags die Marke von 1000 NHL-Spielen knacken, vorausgesetzt, du bestreitest jede Partie. Nino Niederreiter, dein Nati-Kollege, hat die 1000er Schallmauer als erster Schweizer letztes Jahr durchbrochen. Roman Josi als erster Abwehrspieler aus der Schweiz kurze Zeit später. Was denkst du, braucht es gerade als Defensivspieler einen solchen Meilenstein zu erreichen?

Ja, erst einmal Chapeau für die beiden, die es erreicht haben. Das sind unglaublich viele Spiele und eine beeindruckende Leistung. Was es braucht, ist jeden Tag seine Arbeit zu machen, auf seinen Körper zu schauen, gute Entscheidungen treffen, und dann, ja, musst du ziemlich lange spielen (lacht).

In dieser Saison ist deine Eiszeit deutlich geringer als in den Vorjahren. Was denkst du sind die Gründe dafür?

Wir haben oft mit elf Stürmern und sieben Verteidigern gespielt und haben sehr viele gute Abwehrspieler. Acht top Defensivspieler. Das macht es schwieriger zu sehen, wer spielen kann und wer nicht, und darum sind wir oft zu siebt in der Abwehr. Jeder will Eiszeit, jeder bemüht sich darum, Einsatzminuten zu bekommen. Das macht es schwieriger für den Coach und deshalb haben wir meistens mit sieben Verteidigern agiert und dann ist es klar, dass alle etwas weniger (Spielzeit) haben.

Gegen Utah im letzten Spiel hattest du einen Breakaway in der Verlängerung, was ging dir in diesem Moment durch den Kopf?

Ich habe einfach überlegt, wohin ich am besten zielen soll. Ich habe dann am Schluss doch nicht richtig gewählt, aber ja, sowas gibt es manchmal.

Bisher stehst du noch ohne Scorerpunkte da - letztes Jahr nach zwölf Spielen hattest du ein Tor und zwei Assists. Ist das etwas, was du mit dem Trainerstab besprichst oder bist du mehr auf andere Dinge fokussiert?

Sicher etwas, das man anschaut und besprochen wird, aber nicht wirklich im Stress, auch hier ist es wichtig, sich mehr auf den Prozess zu fokussieren und nicht nur das Resultat. Ich bin immer der Überzeugung, dass wenn man die richtigen Dinge macht und sie gut umsetzt, dann früher oder später kommen die Ergebnisse. Nun braucht es einfach ein bisschen Geduld zu beweisen.

Jon Cooper ist der dienstälteste Head Coach der NHL und in Tampa eine Kultfigur. Was kannst du uns über seinen Stil und deine Beziehung zu ihm verraten?

Er kann den Raum extrem gut lesen, die Energie des der Kabine spüren, die Stimmung jedes Einzelnen erfassen, weil er schon ein paar Jahre dabei ist, weiß er in welcher Situation er etwas mehr Schwung eingeben muss und wann es wichtig ist, die Gemüter ein wenig zu beruhigen. Daher macht er dies einfach ausgesprochen gut und es ist sehr angenehm, mit ihm zu arbeiten. Wenn etwas nicht richtig läuft, ist nicht sofort Panik angesagt und das gibt einem als Spieler natürlich enorm viel Selbstvertrauen, zu wissen, dass man den Rückhalt hat und Zeit hat, herauszufinden (etwas), wenn es gerade nicht so klappt, ohne dass der Coach sofort alles ändern will oder Hektik verbreitet.

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Als Team seid ihr gut in die Saison gestartet. Vor allem zu Hause eine Macht noch nie verloren - Anfang November kommt die erste längere Auswärtsreise. Was darf in deinem Gepäck nicht fehlen, damit du dich auch unterwegs wohlfühlst?

Hausschuhe sind sicher immer dabei. (lacht). Und sonst: Kopfhörer, iPad, ein Buch, so ein paar Dinge, die man stets im Flugzeug braucht und im Reisebus.

Moser kann in seiner Karriere 350 NHL-Spiele Erfahrung ausweisen (145 mit Tampa) und ist momentan der einzige Spieler im Kader der Lightning, welcher einen Vertrag bis ins Jahr 2033 besitzt. Als bestbezahlter Verteidiger im Kader von General Manager Julien BriseBois dürfte seine zukünftige Rolle im Team mit steigender Verantwortung verbunden sein.

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