Los Angeles Kings v New Jersey Devils

In der Serie „Hot Topics“ blickt NHL.com/de an jedem Freitag auf die heißesten NHL-Themen innerhalb einer Woche zurück.

In dieser Ausgabe: Einstand von Hellebuyck, Heritage Classic, ein starker Rookie im Tor, Rekordjagd und Grubauer als Punktegarant

Top-Thema: Hischier und Devils mit Paukenschlag

Das war deutlich zu hören und schlug hohe Wellen. Vor einer Woche verkündeten die New Jersey Devils und die Winnipeg Jets, dass sie sich auf einen Spielertausch geeinigt haben, bei dem Schlussmann Connor Hellebuyck involviert ist. Der dreifache Gewinner der Vezina Trophy (2019/20, 2023/24 und 2024/25) wechselt im Tausch gegen die Stürmer Nick Bjugstad und Dawson Mercer, Torwart Nico Daws, die Rechte an Stürmer Alexander Command sowie einen Zweitrunden-Pick beim NHL Draft 2029 und ein Zugrecht in der 7. Runde beim NHL Draft 2027 von Winnipeg nach Newark, war die Meldung am vergangenen Freitag.

Am Montag trainierte der 33-jährige Goalie bereits mit seinen neuen Kollegen und ließ wissen, dass er für seinen ersten Saisoneinsatz bereit sei. „Es hat Spaß gemacht. Ich habe mich schon seit einiger Zeit sehr auf diesen Tag gefreut, und es war ein gutes Gefühl, mich in die neue Mannschaft einzufinden und dort draußen Spaß zu haben“, so Hellebuyck, der am derzeitigen Auswärtstrip der Devils teilnimmt und postwendend am Dienstag das Vertrauen genoss und in der Partie gegen die Dallas Stars im American Airlines Center den Kasten hütete. 

Hellebuyck wehrte 17 von 18 Torschüssen ab und verhalf den Devils zu einem 5:1-Auswärtstriumph, dem ihr Schweizer Kapitän Nico Hischier zwei Tore beisteuerte. Tags darauf in der Ball Arena von Denver endete für die Devils mit Jake Allen im Tor eine vier Spiele währende Siegesserie. Sie unterlagen den Colorado Avalanche mit 2:5.

NJD@STL: Hellebuyck zeigt 17 Saves in seinem Debüt für die Devils

Heritage Classic mit Debütant

Unerwartet kommt nicht nur oft, sondern manchmal sofort. Aufgrund des Helleybuck-Trades kam Dawson Mercer unmittelbar zu einem Outdoor-Erlebnis. Der 25-Jährige debütierte am Sonntag im Princess Auto Stadium für die Winnipeg Jets gegen die Montreal Canadiens beim Heritage Classic 2026. Er ist der vierte Spieler in der Geschichte der NHL, der bei einem Freiluftspiel zu seinem ersten Einsatz für einen neuen Klub kam. Vor ihm kamen zu solchen Ehren Ron Hainsey mit den Pittsburgh Penguins bei einem Spiel der Stadium Series 2017, Matt Rempe mit den New York Rangers bei einer Partie der Stadium Series 2024 und Justin Dowling ebenfalls mit den Rangers beim Winter Classic 2026. Vor über 32.000 Zuschauern mussten sich Mercer und die gastgebenden Jets mit 1:2 den Canadiens geschlagen geben. Bei den frankokanadischen Gästen wuchs Schlussmann Jacob Fowler über sich hinaus. Er wehrte 33 von 34 Schüssen ab und verdiente sich seinen fünften Sieg in Folge. Mit 21 Jahren und 335 Tagen wurde er der jüngste Torwart in der Liga-Historie, der an einem Outdoor-Spiel teilnahm und ein Outdoor-Spiel gewann.

Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Winnipeg Jets und den Montreal Canadiens

Jungspund im Tor mit Klasse

Seine Siegesserie ausbauen, konnte Montreals Torwart-Rookie Fowler mit einem 2:0-Shutout-Erfolg bei den St. Louis Blues. Mit 46 Saves brachte er die Blues schier zur Verzweiflung. Fowler stellte mit den 46 Rettungstaten eine Rookie-Franchise-Bestmarke auf. Er überholte Tony Esposito, dem 41 Saves am 21. Dezember 1968 gelangen und Cayden Primeau mit 41 Saves am 12. März 2024.

„Ich bin jetzt zwar ein bisschen müde, aber wir haben ein paar Tage frei, also bin ich mir sicher, dass es mir wieder gut gehen wird“, sagte Fowler nach dem Spiel gegen die Blues. Mit seinem sechsten Sieg in Folge schloss sich Fowler zwei weiteren „Canadiens“-Hall-of-Fame-Mitgliedern an, die im Alter von 21 Jahren oder jünger eine solche Siegesserie hingelegt hatten: Rogie Vachon, der im November von vor zehn Jahren in die Hall of Fame aufgenommen wurde und 1966/67 im Alter von 21 Jahren sechs Spiele in Folge gewann, sowie Carey Price, der am 9. November als Mitglied der Klasse von 2026 in die Hall of Fame aufgenommen wird. Er gewann in der Saison 2007/08 im Alter von 20 Jahren sieben Spiele in Folge.

Am Donnerstag wurde Fowler eine Pause gegönnt. Durch einen 5:2-Sieg bei den Dallas Stars komplettierten die Canadiens mit Jakub Dobes im Tor ihren Auswärts-Sweep (vier Siege).

Vorlage auf Vorlage, von Rekord zu Rekord

Dieser Mann ist nicht zu stoppen. Woche für Woche kommt man nicht umhin Connor McDavid aufgrund seiner Leistungen zu ehren. Am Mittwoch war es wieder einmal soweit, dass der Angreifer der Edmonton Oilers eine neue Liga-Bestleistung aufstellte. Beim 4:0-Heimerfolg gegen die Calgary Flames im Battle of Alberta assistierte der 29-Jährige sowohl beim 1:0 als auch beim 3:0 und baute seinen Vorlagen-Streak auf 13 Spiele seit Saisonbeginn aus. Es ist die längste Assist-Serie in der Geschichte der Liga. Den bisherigen Bestwert von zwölf Spielen ab Saisonstart teilten sich Sebastian Aho (2018/19), Ken Linseman (1985/86) und Wayne Gretzky (1982/83).

CGY@EDM: McDavid bedient Joseph und stellt damit einen neuen NHL-Rekord auf

McDavid brachte es im Monat Oktober auf 34 Punkte (acht Tore, 26 Assists). Er überholte somit den drittplatzierten Gretzky bei den meisten Punkten in einem Oktober. Nur noch Mario Lemieux mit 38 Punkten im Oktober 1988 sowie 36 Punkte im Oktober 1992 steht vor ihn. Doch der Kapitän der Oilers hat am Samstag bei den New York Islanders, am letzten Tag des Monats, noch eine weitere Gelegenheit sein Oktober-Punktekonto auszubauen.

Grubauer als Punkte-Garant

Mit Philipp Grubauer als Fels in der Brandung hinten drin, punkten die Seattle Kraken in schöner Regelmäßigkeit, so wie zuletzt am Mittwoch, als sie den Toronto Maple Leafs mit 5:4 das Nachsehen gaben. Der gebürtige Rosenheimer musste zwar viermal den Puck passieren lassen, doch baute er seine Bilanz aus den letzten sechs Einsätzen auf 5-0-1 aus. Seine einzige Saison-Niederlage bei sieben Starts kassierte er am 3. Oktober bei den Edmonton Oilers. Mit durchschnittlich 2,93 Gegentoren pro Spiel und einer Rettungsquote von 89,8 Prozent weist Grubauer zwar keine Bestwerte aus, doch auf die Siege kommt es an, und mit ihm werden sie in Seattle eingefahren. Auch dank Grubauer stehen die Kraken auf dem dritten Platz im Klassement der Pacific Division, nur drei Punkte hinter dem Tabellenführer aus Edmonton und zwei hinter den Vegas Golden Knights, die jedoch schon ein Spiel mehr bestritten haben.

VGK@SEA: Grubauer rettet mit einer Grätsche gegen Stone

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