Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Dallas Stars und den New Jersey Devils

Connor Hellebuyck gab am Dienstagabend sein Debüt für die New Jersey Devils und hielt im American Airlines Center einen 5:1-Auswärtssieg bei den Dallas Stars fest. Unterstützung erhielt der neue Torwart von seinen Vorderleuten, die eine klinische Defensivleistung boten. Und von Kapitän Nico Hischier, der seine Mannschaft mit einem Doppelpack auf die Siegerstraße brachte. 

Hellebuyck feiert Devils-Debüt und Saison-Einstand 

Am Freitag hatten die Devils einen Blockbuster-Trade eingefädelt, um Hellebuyck von den Winnipeg Jets nach Newark zu holen. Beim 3:1-Heimsieg gegen die Los Angeles Kings am Samstag kam der Neuzugang noch nicht zum Einsatz. Das änderte sich aber am Mittwoch, wo New Jersey einen Drei-Spiel-Roadtrip in Dallas startete. 

„Es hat viel Spaß gemacht“, sagte Hellebuyck, der bei seinem Devils-Debüt 17 Saves zeigte. „Die Jungs vor mir haben ein perfektes Spiel für mich gespielt, um mich zu akklimatisieren. Sie haben nicht viele Schüsse zugelassen, haben alles weggeblockt, den Gegner auf den Außen gehalten und mich viel sehen lassen. Ich hatte auch viele Puck-Kontakte, wodurch ich ein bisschen Rost abschütteln konnte. Es war von Anfang bis Ende ein perfektes Spiel.“ 

In den ersten zwölf Minuten ließ New Jersey nur zwei Torschüsse zu - beides waren Befreiungsschläge aus der Distanz. Der 33-jährige US-Amerikaner, der erstmals seit dem 13. April wieder in einem Pflichtspiel auftauchte, konnte sich also in Ruhe reintasten. 

„Rhythmus ist so wichtig in der NHL. Es geht darum, das Adrenalin während eines Spiels wieder zu fühlen. Ich habe es genossen“, so Hellebuyck. „Ich kannte das Eis hier schon und komme gut zurecht. Es war heiß, ich habe also viel geschwitzt. Sie Jungs vor mir haben so gut gespielt, dass ich keinerlei Befürchtungen hatte, dass wir einbrechen könnten.“

NJD@DAL: Devils-Kapitän Hischer schnürt einen Doppelpack beim 5:1-Sieg

Nachdem Hellebuyck im Sommer seinen Wechselwunsch öffentlich gemacht und nach einem Trade verlangt hatte, wurde er bei den Jets suspendiert. 

„Ich habe mir viel Hockey angeschaut, aber das hat mich traurig gemacht, also musste ich damit aufhören. Ich bin froh, dass ich wieder spiele“, atmete Hellebuyck tief durch. „Wenn ihr mich fragt, wäre ich auch schon vor zwei Monaten bereit gewesen. Seitdem ich hier bin hatte ich die Einstellung, dass ich so schnell wie möglich spielen möchte.“ 

Was ihn durch den Kopf ging, als er erstmals im Devils-Trikot die Nationalhymne und seinen Namen in der Aufstellung hörte? „Endlich!“, gab Hellebuyck eine vielsagende Ein-Wort-Antwort. 

Hischier: „Er pass hier perfekt rein“ 

Hellebuyck wurde zum ersten Torhüter in New Jereys Franchise-Geschichte, der bei seinem Einstand einen Sieg feiern konnte und gleichzeitig nur ein Gegentor kassierte. Mit nun 345 Siegen kommt der 1,93 Meter große Linksfänger auf die drittmeisten unter allen aktiven NHL-Goalies hinter Sergei Bobrovsky (459) und Andrei Vasilevskiy (375). 

„Er war offensichtlich großartig“, hob Hischier die Leistung von Hellebuyck hervor. „Er hat überall mitgespielt, was uns beim Aufbau geholfen hat. Er hat viel Ruhe ausgestrahlt und in gewissen Situationen, in denen das Momentum in ihre Richtung hätte kippen können, wichtige Paraden gezeigt. Es ist großartig, ihn jetzt in unserem Team zu haben. Das wird uns guttun. Er ist froh, hier zu sein und hat gesagt, dass ihm die Umstellung leichtgefallen ist. Ich glaube, er passt hier perfekt rein.“ 

Auch Devils-Trainer Sheldon Keefe stimmte in die Lobeshymnen mit ein: „Er hat außergewöhnlich gespielt. Zeitweise haben wir auch ein paar gute Chancen im Slot zugelassen. In diesen Momenten hat er gut gehalten. Sie haben auch viele Pucks tiefgespielt, er musste also öfters mal mitspielen, was er richtig gut gemacht hat. Er liebt das und hat das großartig gemacht. Wir hätten uns nicht mehr von ihm wünschen können. Er ist körperlich bereit und hat stark gespielt. Man hatte das Gefühl, dass er schon ewig hier ist. Er hat aus gutem Grund großes Selbstvertrauen und hat gezeigt, dass er viel Arbeit investiert hat, um bereit zu sein.“ 

Devils lassen heiße Stars erkalten 

Gegen einen heißen Gegner - Dallas hatte zuvor fünf Spiele in Folge gewonnen und damit die längste aktive Siegesserie in der NHL - traf Hischier schon zum 1:0 ins Tor, während Hellebuyck noch keinen einzigen Schuss halten musste (3.). Kurz nach Wiederbeginn erhöhte der 27-Jährige aus Naters nach starker Vorarbeit seines Schweizer Landsmanns Timo Meier auf 2:0 (21.). 

„Das war wichtig“, so Hischier. „Man muss sich nur mal anschauen, was Timo da macht. Er ist durchgesprintet und vor dem Tor stehen geblieben, was mir die Option gegeben hat, durch die Mitte zu kommen. Ich hatte fast ein leeres Tor vor mir. Er trägt einen wichtigen Anteil daran, dass ich treffen konnte.“ 

Nach Hischiers 25. Multi-Tore-Spiel in der NHL trafen auch Jesper Boqvist (32.), Luke Hughes (37.) und Jack Hughes (54.) für die Devils. Besonders beeindruckend aber war, dass formstarke Stars einzig durch Justin Hryckowian zum zwischenzeitlichen 1:3 auf die Anzeigetafel kamen (37.).

NJD@STL: Hellebuyck zeigt 17 Saves in seinem Debüt für die Devils

„Das sind gute Nachrichten, denn wir haben viel über unser Verhalten in der Defensivzone gesprochen. Das müssen wir jetzt konstant zeigen, dann haben wir eine gute Chance, Spiele zu gewinnen“, sagte Hischier „Wir spielen gerade genau richtig und müssen das wiederholen. Wir dürfen nicht abheben, sondern müssen auf dem Boden bleiben, ein paar Siege in Folge einfahren und als Mannschaft weiter zusammenwachsen.  

Ein Spiel Pause für Hellebuyck 

Schon am morgigen Mittwoch (9 p.m. EDT; Donnerstag, 2 Uhr MEZ) ist New Jersey in einem Back-to-Back-Spiel bei der Colorado Avalanche gefordert, ehe der Roadtrip am Freitag (6 p.m. EDT; 23 Uhr MEZ) bei den Vegas Golden Knights endet. 

Es ist davon auszugehen, dass Hellebuyck am Freitag zwischen die Pfosten zurückkehren wird.  

„Morgen werden wir schauen, wie sein Körper darauf reagiert. Er wird er den gesamten Tag frei haben. Jake (Allen) wird spielen, (Remi) Poirier wir der Ersatzmann sein“, ließ Keefe durchblicken. 

Die Devils (8-4-0) sind Zweiter in der Metropolitan Division und dürften durch die Verpflichtung von Hellebuyck einen zusätzlichen Playoff-Push erhalten.

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