Am Mittwoch trainierte der neu formierte Kader der Penguins erstmals in voller Besetzung gemeinsam, also inklusive der neu formierten Powerplayformation mit Karlsson. Der erste Blick offenbarte eine Einheit zusammen mit Kris Letang auf der für ihn ungewohnten linken Abwehrseite und Sidney Crosby, Evgeni Malkin und Rickard Rakell in der Offensive.
Karlsson sprach anschließend davon, dass es vermutlich noch einige Zeit dauern wird, bis jeder Spieler seine Rolle gefunden hat. Angesichts des Talents, das das Team seiner Meinung nach im Kader hat, gab er sich jedoch nicht allzu besorgt, dass die Eingewöhnung gelingen wird. "Ich habe in meiner Karriere häufig im Powerplay gespielt, und dabei schon verschiedene Positionen kennengelernt. Es wird ein bisschen dauern, bis wir unsere Identität gefunden haben und wissen, was wir da draußen erreichen wollen“, erklärte Karlsson nach dem Training am Vormittag. „Wir müssen anfangs natürlich noch darüber reden und einen Weg finden, es dementsprechend auszuführen. Das ist etwas, worüber ich mir bei den Jungs, die wir hier haben, und dem Eishockey-IQ keine allzu großen Sorgen mache.“
Anfängliche Probleme seien auf diesem Weg ganz normal, befand Karlsson. „Ich denke, wir müssen uns einfach so schnell wie möglich auf die gleiche Seite schlagen. Es wird anfangs noch ein paar Unebenheiten auf der Straße zum Erfolg geben und wir werden alle einiges lernen müssen, auch wenn wir erfahrene Veteranen sind. Es wird sicherlich Spaß machen, zu sehen, was wir da draußen gemeinsam erreichen können“, gab sich der Neuling im Kader trotz aller erwarteten Anpassungsschwierigkeiten optimistisch.
Sich selber sieht Karlsson dabei keinesfalls als Anführer. "Nein, ich denke, es ist eine Sache zwischen allen. Jeder muss mit dem anderen zusammenarbeiten. Ich kann bestimmte Dinge da draußen wirklich gut. Ich werde versuchen, das umzusetzen, um den anderen zu helfen, genauso wie die anderen vier Jungs das Gleiche tun. Sie haben alle ihre Qualitäten. Wir müssen einen Weg finden, wie wir uns gegenseitig bestmöglich einsetzen können.“
Besonders freut sich der Schwede seinen eigenen Aussagen nach auf das Zusammenspiel mit Letang, mit dem ihn eine besondere Beziehung verbinde, wie er betonte. „Ich habe ihn im Laufe der Jahre schon oft getroffen. Er ist ein super Typ, sehr sympathisch und sehr engagiert in diesem Spiel. Er ist ein Gewinner. Es ist schön, in seiner Nähe zu sein und über Dinge zu sprechen, die wir in der Vergangenheit getan haben und die wir in der Zukunft tun möchten, wie wir bestimmte Dinge umsetzen wollen und wie wir bestimmte Dinge tun. Bisher war es eine gute Erfahrung, und ich freue mich darauf, ihn noch näher kennenzulernen, sobald wir hier in die Saison einsteigen und man wirklich anfängt, die tatsächlichen Tendenzen zu sehen, die diese Jungs zeigen und die sie über so lange Zeit erfolgreich gemacht haben.“
Der diesmal auf der ungewohnten linken Seite agierende Letang gab sich ebenfalls lernwillig und voller Vorfreude. "Es war das erste Mal, dass ich dort agiert habe, also versuchen wir natürlich alle, erst einmal einen gewissen Rhythmus zu finden. Und ich persönlich versuche, mich an eine andere Position zu gewöhnen. Ich muss mich einfach daran gewöhnen und einen Weg finden, dort effektiv zu sein."