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Am Mittwoch kam es zu einem Tauschgeschäft zwischen den New Jersey Devils und den New York Islanders. Mit Kyle Palmieri und Travis Zajac schickte New Jersey zwei erfahrene Akteure zu den Nachbarn aus New York. Im Gegenzug erhielten sie A.J. Greer, Mason Jobst, einen Viertrunden-Draft-Pick 2022 und einen Erstrunden-Pick im Jahr 2021. Ganz nebenbei war das auch ein Signal an die junge Garde im Devils-Trikot, dass es nun auf sie ankommen wird. Die Talente erhörten den Ruf und wussten in den beiden darauffolgenden Partien zu überzeugen.
Nach zwei Begegnungen stehen die Devils bei einem Sieg und einer Niederlage. Insgesamt erzielten sie zehn Treffer und ließen neun zu. Besonders die Spieler im Alter von 22 Jahren oder jünger sorgten für einen unerwarteten Zähler-Reigen in New Jersey. Am Donnerstag siegte das Team mit 6:3 gegen die Buffalo Sabres und gab die passende Antwort auf das Tauschgeschäft um die beiden starken Angreifer.

"Wir sind ein junges Team und wir müssen einen Weg finden solche Spiele zu gewinnen. Das haben wir endlich geschafft", gab sich der 24-jährige Pavel Zacha, nach dem Erfolg gegen Buffalo, zufrieden. Zacha netzte gegen die Sabres doppelt in Überzahl ein und gehört mit seinem Alter auch noch nicht zum alten Eisen.
Natürlich war auch bei den Akteuren der Trade ein großes Thema. "Es ist nie leicht zu sehen wie Spieler getauscht werden, besonders bei solchen wie Trav [Zajac] und Palms [Palmieri]", erklärte Zacha die Gefühlslage im Team. Bei den jungen Spielern schien die Unsicherheit, die ein solches Tauschgeschäft mit sich bringt, eher für Flügel zu sorgen. Ty Smith (21) und Jesper Bratt (22) legten die beiden Zacha Tore auf und mit Jack Hughes (19), Janne Kuokkanen (22), Yegor Sharangovich (22), Jesper Boqvist (22) und Yegor Sharangovich (22) punkteten fünf weitere Akteure im Alter von maximal 22.

PIT@NJD: Hughes gleicht per Rebound das Spiel aus

Gegen die Pittsburgh Penguins mussten sich die Devils am Freitag geschlagen geben. Mit 4:6 unterlagen sie den stärker einzuschätzenden Gästen aus der Stahlstadt. Erneut waren es die U22-Spieler, die, trotz der Niederlage, auf sich aufmerksam machten. In seinem 100. NHL-Spiel netzte Hughes zum neunten Mal in der Saison ein und stellte sein Punktekonto auf 21 Zähler. Insgesamt steht er in seiner NHL-Karriere bei 16 Toren und 26 Vorlagen. Neben ihm traf noch Jesper Boqvist. Die beiden anderen Tore gingen auf das Konto von Miles Wood, der mit 25 Jahren nicht mehr zu jüngsten Garde der Devils gehört, aber auch noch einige starke Jahre vor sich haben wird.
Die beiden vergangenen Spiele zeigen, dass die aktuelle Saison in New Jersey zwar abgehakt ist, aber die Zukunft umso strahlender sein dürfte. Mit Hughes nimmt der Nummer-Eins-Draftpick des Jahres 2019 langsam Fahrt auf und bekommt reichlich Unterstützung von vielen anderen talentierten Akteuren. Schon jetzt ist erkennbar, dass die Mannschaft mehr in sich hat, als es in dieser Saison scheint. Entsprechend unzufrieden war Wood auch nach der Niederlage gegen Pittsburgh. "Wir sind überhaupt nicht zufrieden", ärgerte er sich nach dem Match. "Wir wissen, dass dieses Team ein anderes Level in sich hat."
Zumindest die jungen Spieler ließen das in den vergangenen zwei Begegnungen aufblitzen. 17 Punkte steuerte die U22-Riege gegen Buffalo und Pittsburgh bei und zeigte somit, dass General Manager Tom Fitzgerald richtig lag, als er das Tauschgeschäft einging. "Ich will sehen, wie diese Truppe zusammenwächst. …] Sie werden Chancen bekommen und ich hoffe, dass die jungen Spieler diese Gelegenheiten nutzen werden, genau wie die, die das schon getan haben."
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Bislang scheinen die Talente ihrem Manager die Freude zu machen, dass sie die nächsten Entwicklungsschritte andeuten und denen nachfolgen, die bereits etwas weiter sind in ihrem persönlichen Weiterkommen. Dazu gehört mit Nico Hischier auch der, ebenfalls erst 22-jährige, Kapitän der Devils. Er bildet das Fundament in New Jersey und kann den jüngeren Akteuren bei der Entwicklung zur Seite stehen, zumindest dann, wenn er wieder auf dem Eis dabei sein kann.
Derzeit fehlt Hischier, nachdem er sich im März einer Operation der Nasennebenhöhlen unterziehen musste. Die Saison ist für den Schweizer bislang mehr als bitter. Nach einem Wadenbeinbruch im Dezember landete der noch auf der Covid-Lister der NHL und verpasste, inklusive der aktuellen Verletzungspause, einen Großteil der Saison. In nur fünf Partien stand er bislang auf dem Eis und konnte dabei drei Punkte (2 Tore, 1 Assist) beisteuern.
Wenn der Schweizer in der kommenden Saison häufiger sein neues Kapitänsamt auch auf dem Eis ausüben kann, werden die Devils eine wichtige weitere Verstärkung ihres jungen Kerns haben und die Zukunft wird noch heller strahlen, als sie es nach dem Tauschgeschäft mit den Islanders schon jetzt tut.